Samstag, 27. Juni 2026

Wieder was aus dem analogen Internet

 

Während des Krieges feierten einige Berliner Vereine wie Hertha, Union und Sportverein von 1892 ihr 25jähriges Bestandsjubiläum und luden dazu einen 24jährigen Verein, Minerva zu einem Viererturnier ein.

 


Betrübliche Nachrichten von der Front waren Alltag. In den erbarmungslosen Materialschlachten wurde eine ganze Generation ausgelöscht. Interessanterweise brachten die Zeitungen auch 1917 noch immer diese Nachrichten.

 


Radball war auch eine Sportart, die zu dieser Zeit gespielt (oder sagt man geradelt) wurde. Komischerweise hat sie sich nicht durchgesetzt. Und dass, obwohl Radfahren doch so gesund ist (ist es wirklich). Komisch irgendwie.



A Favoritner Wirtshaustruppn

 

Ein lustiger Favoritner Verein, über den ich bis jetzt noch nicht so viel recherchiert habe, ist der GSV Favoritner Lyon. Die Stammadresse war das „Gasthaus Schuschitzky“ in der Kudlichgasse 7. Das Gasthaus gibt es schon länger nicht mehr, heute ist in dem Gebäude die HeimTech Gebäudetechnik, die es seit 1966 gibt. Ein Gründungsdatum habe ich noch nicht nachrecherchiert, den Verein gab es jedenfalls bis 1927 und er nahm von 1911/12 bis zu seiner Auflösung am Spielbetrieb teil. Sie spielten am (ersten) Platz der Hertha Wien, heute der Alfred Böhm Park. Ich werde den Artikel nach ausführlicher Recherche (wenns ned so heiss ist wie jetzt) natürlich ergänzen.




Wieder analoges Internet

 

Während in Breitenbrunn am Neusiedlersee am 24. Oktober 1931 ein Großfeuer rund 30 Häuser beschädigte fand man in Ungarn, genauer gesagt im Komitat Zala (Söjtör) eine schnellere Methode, um ein Feuer zu löschen: Wein. Es soll funktioniert haben.

 



Ein arbeitsloser Marokkaner wurde in Ödenburg von der Polizei aufgegriffen. Er war nach drei Jahren aus der Fremdenlegion desertiert, bis nach Europa gekommen und hat in Budapest in einem Zirkus gearbeitet. Jetzt wollte er weiter nach Wien. Da er keine Reisepapier hatte, kastltn die Ungarn ihn sicherheitshalber gleich mal ein.



Ässbäschtäck

 

Vor 1000 Jahren heiratete die Prinzessin Argila (Komnenos) den Sohn des Dogen von Venedig, Pietro Orfeolo. An sich nichts Bemerkenswertes wäre da nicht ein heute nicht unbekanntes Essgerät zum ersten Mal eingesetzt worden: Die Gabel! Wir gratulieren!



Sportplätze in Wien Anno 1936


 



Analoges Internet in Ödenburg

 

Hendlfladern dürft im Herbst 1931 eine anerkannte Sportart in Ödenburg gewesen zu sein. Innerhalb weniger Zeitungsexemplare fand ich mehrere diesbezügliche Artikel. Wenn man bedenkt, dass Ödenburg damals eine Stadt mit rund 25.000 Einwohner war und wohl die wenigsten Hendln daheim hatte kann man sich vorstellen, wie spaßig diese Fladerei gewesen ist. Ob das Ansteigen des Eierpreises mit diesen Fladerein in irgendeinem Zusammenhang gestanden ist konnte von mir nicht verifiziert werden. Wobei, möglich wärs.

 





Überhaupt ham die damals offenbar ihre Probleme mit den Viechern gehabt: Einmal werden „herrenlose Enten“ gefunden, ein anderes Mal ein „herrenloser Jagdhund“, die Tiere wurden dann ins Gewerbeamt im Rathaus gebracht und dort aufbewahrt. Ich werd da mal nachfragen, wie groß dieser Aufbewahrungsraum denn gewesen ist und ob der Hund dann die Enten schnabulieren durfte und so. Ich hoff, die haben da keine „herrenlosen Kutschpferde“ oder so mit drin ghabt, das wär ganz schön eng geworden.

 



Auch anderes Federvieh wurde wie blöd gfladert. Gänse zum Beispiel.

 


Ebenfalls spannend war die Meldung, wieviele Menschen im „Volkshotel“ so übernachteten. Wem das interessieren soll, weiß der Geier.

 


Im Zustand „Skandalöser Trunksucht“ nannte man früher Leute, die blunzenfett gwesen sind und hat sie zu vier Tage Arrest verurteilt. Ich möchte nicht wissen, wie bummzua der Typ gwesen ist.



Freitag, 26. Juni 2026

Die Vorbereitungstermine des FAVAC im Sommer 2026

 


Da der FAVAC seinen schönen (Kunst)Rasen schonen will - die Hitze macht das notwendig - spielen wir alle Freundschaftspartien auswärts. Dabei gibt es einige echt nette Destinationen. Halbturn zum Beispiel, dessen Fussballplatz ikonisch ist. Hinfahren, Genießen, Zustimmen. Oder Wiener Neudorf, gleich an der Badner Bahn gelegen. Unter der Woche ein lustiges Spiel. Wer danach Richtung Favoriten will kann auch den nahegelegenen Bus nach Oberlaa nehmen. Maria Lanzendorf ist ein netter kleiner rotschwarzer Verein, dessen Wappen ein bisserl nach AC Milan aussieht. Leicht mit dem Bus zu erreichen (zurück geht er dann wahrscheinlich nimmer aber egal) und mit einer neugebauten Kantine mit lauschigen Außenbereich auch ein Must Have. Wann kommt man denn schon dorthin? Genau. Den LAC muss ich niemanden wässrig machen. Kennt jeder, mag jeder und gwinnt jeder gern. Die anderen sind na ja, kann man machen, einmal St. Eiermark und einmal Hannyland. Das Wappen von Eggendorf ist ein bisserl irritierend wie ich find. Ihr sehts die genannten Wappen übrigens ganz unten.  

Aufgefallen ist auch, dass wir gegen zwei rotschwarze Vereine spielen (SCML und LAC), zweimal gegen blaugelbe (Halbturn und Wiener Neudorf) und je einmal gegen einen rotweißen Verein (Eggendorf) und einen grünweißen Verein (Gleisdorf). 


3. Juli 2026, 19 Uhr: Halbturn - FAVAC

10. Juli 2026, Uhrzeit irgendwann: Gleisdorf - FAVAC

14. Juli 2026, 19 Uhr: Wiener Neudorf - FAVAC

17. Juli 2026, 19 Uhr: Eggendorf - FAVAC

21. Juli 2026, 19 Uhr: Maria Lanzendorf - FAVAC

24. Juli 2026, 19 Uhr: LAC - FAVAC


Beginn der RLO ist das Wochenende vom 1. August 2026


                               



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Leserpost

 Als ich in einem meiner Blogbeiträge zur Meisterschaft der II. Klassen erwähnte, dass ich keine Ahnung hatte wer der O.S.C. ist und das mir das auch vollkommen powidl ist quoll mein Postfach innerhalb kürzester Zeit über. Begeisterte Leser überschwemmten mich mit der richtigen Antwort: Ottakringer Sport Club gegründet 1913. Und als ich dann auch noch das Klubwappen sah wusste ich, warum mir der Verein "powidl" ist: Er ist grünweiß. 



Fussball im Krieg Teil 3

 Gleich vorweg: NEIN ich mache jetzt keine Serie mit 6.000 Folgen. Aber etwas passierte noch auf dem Gebiet der KuK Monarchie, das Einfluss auf die heutige Zeit hat. Die Polnische Legion, genauer gesagt, die Fussballer, die sich aus dieser Polnischen Legion (der spätere Staatspräsident Pilsudski war ihr erster General) entwickelten. Sie spielten hinter der Front gegen andere Mannschaften wie das Artilleriebattalion 33 oder die Ulanenriege, sprich andere Soldaten. Aus dieser Mannschaft entstand 1916 Legia Warschau. 




Fussball im Krieg Teil 2

 1915 gab es in Wien eine Kriegsmeisterschaft der erstklassigen Mannschaften. Es war keine vollständige Meisterschaft sondern jeder spielte einmal gegen jeden und der Sieger war dann der Wiener Meister (eigentlich niederösterreichische Meister). Die Spielpaarungen sind erhalten geblieben und sahen folgendermaßen aus: 


Der Meister dieser Konkurrenz war zum ersten (oder vierten, je nachdem wie man zählt) Mal Meister der 1. Klasse in Wien. Geneigte Fussballenthusiasten nennen ihn WAC. 



Die zweitklassigen Vereine stellten eine Auswahlmannschaft, die gegen die erstklassigen Vereine Spiele absolvierte: