Samstag, 27. Juni 2026

Analoges Internet in Ödenburg

 

Hendlfladern dürft im Herbst 1931 eine anerkannte Sportart in Ödenburg gewesen zu sein. Innerhalb weniger Zeitungsexemplare fand ich mehrere diesbezügliche Artikel. Wenn man bedenkt, dass Ödenburg damals eine Stadt mit rund 25.000 Einwohner war und wohl die wenigsten Hendln daheim hatte kann man sich vorstellen, wie spaßig diese Fladerei gewesen ist. Ob das Ansteigen des Eierpreises mit diesen Fladerein in irgendeinem Zusammenhang gestanden ist konnte von mir nicht verifiziert werden. Wobei, möglich wärs.

 





Überhaupt ham die damals offenbar ihre Probleme mit den Viechern gehabt: Einmal werden „herrenlose Enten“ gefunden, ein anderes Mal ein „herrenloser Jagdhund“, die Tiere wurden dann ins Gewerbeamt im Rathaus gebracht und dort aufbewahrt. Ich werd da mal nachfragen, wie groß dieser Aufbewahrungsraum denn gewesen ist und ob der Hund dann die Enten schnabulieren durfte und so. Ich hoff, die haben da keine „herrenlosen Kutschpferde“ oder so mit drin ghabt, das wär ganz schön eng geworden.

 



Auch anderes Federvieh wurde wie blöd gfladert. Gänse zum Beispiel.

 


Ebenfalls spannend war die Meldung, wieviele Menschen im „Volkshotel“ so übernachteten. Wem das interessieren soll, weiß der Geier.

 


Im Zustand „Skandalöser Trunksucht“ nannte man früher Leute, die blunzenfett gwesen sind und hat sie zu vier Tage Arrest verurteilt. Ich möchte nicht wissen, wie bummzua der Typ gwesen ist.



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