........Favoriten: Da gab es in der Zwischenkriegszeit so ein Spiel zwischen der Hertha Wien und dem Wiener Amateursportverein, der wegen Randalen - frei nach Gustl Starek (Wenns ned kickn könnts, hauts eine) abgebrochen wurde. Aber lest den Text selber:
Freitag, 3. Juli 2026
Humor und Geschmack
Einen eigenen Humor betreffs
„Wildunfällen“ hatten die Zeitungen damals auch irgendwie, vor allem wenn die
Opfer Gendarmeriebeamte waren. Die beiden waren auf Patrouillengang irgendwo in
der Pampa und kamen nicht zurück. Am nächsten Tag schaute man nach – nur keine
Eile, wird scho nix passiert sein – und findet 7 erschossene Wölfe, ein paar
Knochen und vier Stiefel, in denen noch die Beine steckten. Jo. Klingt ein
bischen nach „Krokodil erschiesst Papagei“ aber gut. Ist ja auch die
Kronenzeitung.
Feigenkaffee soll köstlich
schmecken. So wie die Frau auf dem Bild, die geradezu auffordert NUR noch
Feigenkaffee zu trinken. Die schaut echt glücklich aus.
In der Wiener Stumpergasse gab es
im März 1905 einen Brand. Ein Haus brannte ziemlich ab, ein Mensch starb,
nämlich Josef Pospischil. Am Bild sieht man ihm VOR dem Brand. Gsund hat er da
aber auch nimmer ausgsehn wie ich finde….
Also ich weiß nicht, wer der Herr
Dattler war – is ma auch wurscht – aba an schenan Schnauzer hat er scho ghabt,
gell?
Bevor in Favoriten das Ding mit
den Messern begann hatte das dortige Publikum eine andere Belustigung: Sie
warfen bei Demonstrationen und Versammlungen Steine auf die Polizei. Auch a
Idee.
Das analoge Internet geht weiter
Das Bild einer adeligen Verlobung, die Namen sind wurscht,
weil eh sinnlos, hat mich ein bisserl verstört. Dort schauen die beiden
Personen ein wenig „sehr blöd aus der Wäsch“ wie man so schön sagt. Hoffentlich
ist das nur eine schlecht gelungene Zeichnung.
Ein Bericht über den ältesten (Süd)Tiroler ist auch in der
Kronenzeitung von damals zu finden. Er erreichte das damals (und heute)
biblische Alter von 104 Jahren, 7 Monaten und 8 Tagen. Er verstarb an der
Grippe.
Ebenfalls sehr wertvoll war der Tipp zur Schwammerlzucht. Ein
ziemlich langer Artikel beschäftigte sich 1905 mit diesem Thema. Kurz
zusammengefasst: Du nimmst Pferdescheisse, lässt sie solange trocknen, bis sie
nicht mehr riecht, bautst dir ein Kisterl, gibst die Pferdescheisse rein und
fügst dann die Sporen der Schwammerln dazu. Dann noch ein bisserl Sonne, viel
Nass und die pferdegedüngten Schwammerln sprießen. Oder auch nicht. Die
Nachbarn dürfen halt keinen guten Geruchssinn haben.
In den „guten alten Tagen“ hat man eine lustige Art gehabt,
mit Messerstechern umzugehen. Am Beispiel eines Gastwirtes, der von einem
rausgeworfenen Gast einen Stich oberhalb des rechten Auges erhalten hat, können
wir sehen was passierte: ein paar Gäste eilten dem Täter hinterher, holten ihn
ein und verpassten ihm sechs Messerstiche. Das Interessante daran war: wieso
zum Teufel hatten die alle ebenfalls Messer mit dabei? Die „Gute alte Zeit“
dürfte doch nicht ganz so gut gewesen sein, wie man dem dritten Artikel
entnehmen kann, wo die dauernden Messerstechereien in Wien beklagt wurden.











