Das Bild einer adeligen Verlobung, die Namen sind wurscht,
weil eh sinnlos, hat mich ein bisserl verstört. Dort schauen die beiden
Personen ein wenig „sehr blöd aus der Wäsch“ wie man so schön sagt. Hoffentlich
ist das nur eine schlecht gelungene Zeichnung.
Ein Bericht über den ältesten (Süd)Tiroler ist auch in der
Kronenzeitung von damals zu finden. Er erreichte das damals (und heute)
biblische Alter von 104 Jahren, 7 Monaten und 8 Tagen. Er verstarb an der
Grippe.
Ebenfalls sehr wertvoll war der Tipp zur Schwammerlzucht. Ein
ziemlich langer Artikel beschäftigte sich 1905 mit diesem Thema. Kurz
zusammengefasst: Du nimmst Pferdescheisse, lässt sie solange trocknen, bis sie
nicht mehr riecht, bautst dir ein Kisterl, gibst die Pferdescheisse rein und
fügst dann die Sporen der Schwammerln dazu. Dann noch ein bisserl Sonne, viel
Nass und die pferdegedüngten Schwammerln sprießen. Oder auch nicht. Die
Nachbarn dürfen halt keinen guten Geruchssinn haben.
In den „guten alten Tagen“ hat man eine lustige Art gehabt,
mit Messerstechern umzugehen. Am Beispiel eines Gastwirtes, der von einem
rausgeworfenen Gast einen Stich oberhalb des rechten Auges erhalten hat, können
wir sehen was passierte: ein paar Gäste eilten dem Täter hinterher, holten ihn
ein und verpassten ihm sechs Messerstiche. Das Interessante daran war: wieso
zum Teufel hatten die alle ebenfalls Messer mit dabei? Die „Gute alte Zeit“
dürfte doch nicht ganz so gut gewesen sein, wie man dem dritten Artikel
entnehmen kann, wo die dauernden Messerstechereien in Wien beklagt wurden.






Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen