Freitag, 3. Juli 2026

Das analoge Internet geht weiter

 

Das Bild einer adeligen Verlobung, die Namen sind wurscht, weil eh sinnlos, hat mich ein bisserl verstört. Dort schauen die beiden Personen ein wenig „sehr blöd aus der Wäsch“ wie man so schön sagt. Hoffentlich ist das nur eine schlecht gelungene Zeichnung.

 


Ein Bericht über den ältesten (Süd)Tiroler ist auch in der Kronenzeitung von damals zu finden. Er erreichte das damals (und heute) biblische Alter von 104 Jahren, 7 Monaten und 8 Tagen. Er verstarb an der Grippe.

 


Ebenfalls sehr wertvoll war der Tipp zur Schwammerlzucht. Ein ziemlich langer Artikel beschäftigte sich 1905 mit diesem Thema. Kurz zusammengefasst: Du nimmst Pferdescheisse, lässt sie solange trocknen, bis sie nicht mehr riecht, bautst dir ein Kisterl, gibst die Pferdescheisse rein und fügst dann die Sporen der Schwammerln dazu. Dann noch ein bisserl Sonne, viel Nass und die pferdegedüngten Schwammerln sprießen. Oder auch nicht. Die Nachbarn dürfen halt keinen guten Geruchssinn haben.

 


In den „guten alten Tagen“ hat man eine lustige Art gehabt, mit Messerstechern umzugehen. Am Beispiel eines Gastwirtes, der von einem rausgeworfenen Gast einen Stich oberhalb des rechten Auges erhalten hat, können wir sehen was passierte: ein paar Gäste eilten dem Täter hinterher, holten ihn ein und verpassten ihm sechs Messerstiche. Das Interessante daran war: wieso zum Teufel hatten die alle ebenfalls Messer mit dabei? Die „Gute alte Zeit“ dürfte doch nicht ganz so gut gewesen sein, wie man dem dritten Artikel entnehmen kann, wo die dauernden Messerstechereien in Wien beklagt wurden.





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