Sonntag, 3. August 2025

Union Mauer in Vösendorf gegen Favoritner AC

 


Wenn die Mauer.

 

........bei de Gscherden spüt!

Oder auch anders ausgedrückt: Union Mauer gegen Favoritner AC in Vösendorf. Ja richtig. Vösendorf. Der eigene Platz ist nicht bespielbar, irgendwas mit Stroh oder einem anderen Bioprodukt – ich hab nicht ganz zugehört als der Sprecher dies gesagt hat – verhindert, dass wir im 23. Bezirk spielen konnten. Also eine Auswärtsfahrt in den Süden. Vösendorf halt.

Meinereiner stieg deshalb in Deutschwestungarn in den Kolonialzug Richtung Reichs- und Residenzstadt ein und erreichte den Wiener Hauptbahnhof ziemlich zeitig. Dort angekommen bewunderte ich noch ein Street-Basketballturnier auf dem Vorplatz (war gar ned so uninteressant), verpflegte mich noch und fuhr dann nach Meid-e-ling (der Heimat von Sebastian K.) um in die Badner Bahn einzusteigen. Allgemeiner Treffpunkt der Leute war auch dort und so gondelten wir in Richtung Vösendorf.


Danach noch ein Corteo durch ein nicht unhübsches Dörfchen – ich hab noch immer nicht ganz verstanden, warum die einen Arzt und einen gesonderten Frauenarzt haben (vielleicht sind die Damen dort – ach lassen wir das) dafür sahen wir einige echt alte, guterhaltene Häuser und erreichten den Platz am Ende des Feldes.

Der Platz war echt nett, eine große Tribüne mit allen Schikanen und einer Kantine mit einer ziemlich exklusiven Bierauswahl (Schladminger, Villacher, Starobrno) und relativ vielen Zusehern. Also platziert, Bier inhaliert und auf das Spiel gewartet.


Dieses begann wie eine Sommerpartie, beide Mannschaften fühlten sich auf dem zwar optisch gut aussehenden, trotzdem holprigen Rasen nicht allzu wohl und so waren echte Chancen ziemliche Mangelware. Folglich war der Pausenstand auch der Anfangsstand. Also 0-0.

Nach der Pause nahm das Spiel wieder Fahrt auf, einige gute Chancen auf beiden Seiten wurde das Tor verwehrt und als schon alle mit einem leistungsgerechten 0-0 rechneten, schlugen die „Hausherren“ zu und erzielten in Minute 90 den „Lucky Punch“. Schaß.

Ein kleiner Absatz noch zu den Fans: Mauer hatte ja eigentlich immer ein gmiadliches Publikum aber der Auswurf, der diesmal dort war, spottete jeder Beschreibung. Pöbeleien und Beschimpfungen, als wären die gerade aus dem Kanal gekrochen waren an der Tagesordnung. Braucht ka Sau. Also zumindest ned wir. Ich denke wir werden uns für diese Gastfreundschaft beim Rückspiel milieubedingt freundlich revanchieren.


Eine kleine lustige Episode gibt es auch noch zu vermerken: Auf der Gegentribüne waren ein gutes Dutzend Fans hinter den Transparenten von ASK Vösendorf (sic!) begannen Anfang zweiter Halbzeit einen „Fav-AC – Fav-AC“ Wechselgesang, der sehr gefiel. Also uns, die Bobos aus Mauer waren angepisst. Siehe oben.  Im Nachgang stellte sich heraus, dass es eine Gruppe aus Regensburg war, die nach dem LASK-Match zu „uns“ kamen. Regensburg und den LASK verbindet offenbar - so wurde uns gesagt - eine Fanfreundschaft. Persönlich dachte ich immer, dass sie mit BW Linz befreundet sind aber nunjo. Sie werdens besser wissen. Also hamma sie – wenns wieder mal in der Gegend sind – eingeladen bei uns vorbeizuschauen. Tja. Wart mers halt ab.


Die Retourfahrt war bis Wien ereignislos, erst am Hauptbahnhof der übliche Bahöö, der sich um die Uhrzeit einstellte. Irgendwelche Ruachler wollten dauernd Tschik – NEEEIIIN – oder a paar Cent, dazu die Mistküblstierler, die mit Grillzangen nach Blechdosen suchten (dieses Pfandsystem war wirklich eine „super“ Idee) verkürzten die Wartezeit auf den Kolonialzug. Der kam dann auch und brachte mich mitten ins Unwetter. In Nezider ausgestiegen mussten wir – dank ungarischem Fahrer kein Problem – auf dem Radweg Richtung Szeleskut fahren, weil die Straße vom Bahnhof weg ein bisserl überschwemmt war. Wir schafften es aber, ohne weggespült zu werden.



NUR DER FAVAC !