Die Giraffe bedankt sich artig….
……oder ein genialer Fussballabend an der Kenner Road.
Es ist wieder Freitagabend und der Favoritner AC spielt daheim. Gegen jenen Verein, dessen Präsident einmal eine parteiinterne Wahl gegen eine Giraffe gewonnen hat. Das hat sie bis heute ziemlich gekränkt und als gute Favoritner, die ja so nett, höflich und menschenfreundlich sind, wollen wir der Giraffe heute Genugtuung verschaffen. Also schnell noch ein wenig in Stimmung bringen, da gibt es – Achtung: Schleichwerbung!!! – so ein nettes kleines Cafe namens City X, wo das Bier gut und die „Kräuterlimonade“ excellent ist. Gut. Der erste Teil ist hervorragend gelungen.
Vollkommen rechtzeitig erreichte man den Platz, begann noch ein Bier zu
trinken, beflaggte den Zaun und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Es
waren diesmal gar nicht so wenige Leute vor Ort, man sah sogar einen
Niederösterreicher mit einem blauweißen Schal, möglicherweise aus Traiskirchen,
der auf die Gegentribüne ging. Das ist ja eh so ein Treppenwitz, dass in einem
„roten“ Ort der örtliche Fussballverein „blau“ ist. Humor muss man haben.
Vor allem dann, wenn man nach vier Minuten bereits in Rückstand gerät und
nicht so genau weiß, warum. Auch die Giraffe war verblüfft. Noch verblüffter
waren wir, als es nach 19 Minuten 0-2 steht. Was zum Kuckuck ist da los? Das
darf doch nicht wahr sein. Wir benötigten bis kurz vor der Pause, um ein Tor
aufzuholen und den Schock zu verdauen. Also Pausenstand 1-2.
In Halbzeit zwei drückten wir dann auf den Ausgleich, er gelang zunächst
aber nicht. Also mussten wir mehr und lauter supporten und peitschten die
Burschen voran. Ein Traiskirchenspieler verlor in der 81. Minute aufgrund des
andauernden Supports die Nerven (oder man hat ihm nicht gesagt, dass die Seiten
gewechselt wurden) und schoss den Ball mustergültig ins eigene Tor – 2-2.
Perfekt. Klares Eigentor. Jetzt noch das 3-2 und die Sache ist gegessen. Und
die Traiskirchner machten uns auch diesen Gefallen: Nach einem Foul im
Strafraum durch Felber (Der Felber machts selber) bekamen wir einen Elfmeter
zugesprochen. Unser Faris Kavaz schickte den Tormann in die linke Tormannecke
und schoss selbst folgerichtig in die andere Ecke. Jubel, Trubel, Heiterkeit.
Zwei Minuten später, wir zählten die 99. Minute, war Schluss.
Ja und der Rest bleibt dort wo er hingehört. Am Platz.



















































