Sonntag, 12. April 2026

Ligareform?

 Im KURIER gibt es einen Artikel zu den „Reformen im WFV“, welcher nachfolgend präsentiert wird.

 

 


 

Und schon der Eingangstext ist falsch. Der WFV ist durch die Trennung von Wien und NÖ 1923 entstanden, der erste Gründer des NoeFV (gegr. 1911) ist gleichzeitig auch Gründer des WFV (Dr. Ignaz Abeles), während die Wurzeln der britischen Gastarbeiter, die den Fussball nach Wien gebracht haben (in Graz war es ein österreichischer Professor, der in Prag unterrichtete) in der „Österreichischen Fussball Union“ gelegen haben, die die ersten drei Meisterschaften ausgerichtet hatten (Tagblatt-Pokal). Damals gewann der WAC alle drei Meisterschaften. Der ÖFB/WFV hat diese Meisterschaften nicht anerkannt, während er die von der ÖFU ausgerichteten Länderspiele anerkannte.

 

Anmerkung: Der ÖFB entstand 1904 als Nachfolger/Konkurrent der „Österreichischen Fussball Union“, die die ersten Länder- und Städtespiele ausrichtete. Hat mit dem WFV nichts zu tun. Der Vorläufer der „Österreichischen Fussball Union“ war übrigens das am 21. April 1896 gegründete „Comitee zur Abhaltung von Fussballwettspielen“, welches die erste österreichische, damals böhmische Meisterschaft ausrichtete. Der erste Meister dieses Bewerbes wurde der DFC Prag.

 

Über den Rest des Artikels kann man zwar diskutieren, was mir in dieser Diskussion aber bisher etwas fehlt ist die Selbstreflexion. Man will das Ligensystem verkleinern (wenn die Antworten auf FB auf diesen Text stimmen) und zwar folgendermaßen:

 

Stadtliga (16 Vereine)

2. Landesliga (16 Vereine)

3. Landesliga (Top 7 aus beiden Oberligen)

Oberliga (8 – 14 aus beiden Oberligen)

Unterliga (Top 7 aus beiden ersten Klassen)

1. Klasse (Verbleibende Vereine aus beiden Klassen)

 

Das bedeutet, dass man aus 4 Ligen (Oberliga und 1. Klasse) drei machen will anstatt zu überlegen, ob man nicht den Verband für „Neueinsteiger“ attraktiver zu machen oder sich mit der DSG zusammensetzt, um da eine Lösung zu finden. Stattdessen will man die 1b Mannschaften (was gut ist) rauslösen – mit Ausnahme der Profivereine wie FAC 1b oder Vienna 1b (was wiederum gschissn ist) – und sie zu einem Bewerb ohne Sinn und Zweck zu machen.

 

Schon heute sind viele 1b Mannschaften „einfach da“, weil es den Vereinen vom Verband vorgeschrieben wird. Und die müssen sich „nach der Decke“ strecken. Finanziell und personell. Von der Platzkapazität ganz zu schweigen. Anstatt neue Spielstätten zu bauen lässt man Plätze wie KE vergammeln, weil die Stadt Wien der Ansicht ist, der (neue) Pächter muss sich um alles kümmern. Nein.

 

Stattdessen will man die 1b Mannschaften rauslösen und sie dazu verpflichten, in einer Liga ohne Sinn und Zweck weiterzuspielen. Ausser man ist Profiverein, dann darf die 1b selbstverständlich im Verband weiterspielen. Ein Unsinn erster Güte. Entweder ALLE oder keiner. Welches Signal sendet man an die Amateurvereine, indem man sie verpflichtet, eine 1b aufzustellen, diese aber ligatechnisch keinen Sinn und Zweck hat? Welche Spieler werden dort „herangezogen“? Ich wage zu behaupten, dass dieses Projekt innerhalb kürzester Zeit scheitert.

 

Für mich ist es aufgrund des Artikels nicht ersichtlich, worin die „Reform“ besteht. 

Samstag, 11. April 2026

SV Horn gegen Favoritner AC (geistig dabei), Red Star Penzing - 1. Simmeringer Sportclub

 Ein Nichtspielbericht…..

 

….oder auch wie der FAVAC gegen den SV Horn gewann und warum ich mir die Partie Red Star Penzing gegen den 1. Simmeringer SC ansah.

 


Gut, fangen wir von ganz vorne an. Im Vorlauf des Spieles gegen Horn wurde uns seitens des Vereines ein Bus in Aussicht gestellt. Dies war mal so vereinbart worden und wurde als gegeben angenommen. Nun war es aber so, dass die eigentliche Organisation, also wer fährt mit, wann wird abgefahren und wieviel kostet es nicht so richtig in die Gänge kommen wollte. Gut. Wir hatten dann eine Abfahrtszeit und eine Personenanzahl, die sich zwischen 10 und 13 Menschen bewegte. Dann kam der Freitag, wo es in Wien schneite und der Bus wurde seitens des Vereines wegen widriger Umstände abgesagt. Kurz und gut, was machen wir? Eine Öffifahrt kommt zwar in Frage, leider hätten wir das Spiel dann aber schon mindestens 15 Minuten früher verlassen müssen, weil in diesem Saukaff im Waldviertel um 22 Uhr die Gehsteige hochgeklappt werden und sich kein Bus- oder Bahnbediensteter mehr aus dem Haus traut.

 

Als ich mir dann schon Alternativen ausgesucht hatte – es wurde (und das wird dann unten beschrieben) – die Partie zwischen Red Star Penzing und dem 1. Simmeringer Sportclub – kam dann noch das Angebot, mittels Automobil ins Waldviertel zu kutschieren. Für mich aber schon zu spät (nicht die Schuld des Fahrers um es gleich zu sagen) um noch umzudisponieren.

 

Also fand das Spiel in Horn ohne mich statt. Der Favoritner AC von 1910 gewann gegen den SV Horn mit 2-1 und half damit indirekt auch den Jungs vom SWB, die ebenfalls gewannen soweit ich das mitbekommen habe. Hintergrund ist, dass der SWB um den Verbleib in der Zweiten Liga kämpft (die Lizenz dafür hat er erhalten, nicht aber für die Erste Liga) und Horn als einer von zwei Vereinen in der RLO die Lizenz für die Zweite Liga beantragt und bekommen hat. Das Problem ist nur: Horn darf nicht Meister oder Vizemeister in der RLO werden, sonst könnte es für den SWB noch enger werden. Mit dem Sieg des FAVAC ist dies jetzt mal auf Eis gelegt und Horn Tabellensiebenter.

 

Das also war der Vorspann zu meinem heutigen Spielbesuch am Autoplatz. Ein rotschwarzes Duell quasi, die Rotsterne aus dem Jahr 1903 gegen die Simmeringer aus dem Jahr 1901. Ein wahrlich altes Farbenderby. Das Wetter war erwartet naßkalt, dafür waren die Leute dort angenehm nett und meistens bekannt. Eigenartig waren nur drei „Groundhopper“ von Göttingen 05, die sich irgendwie verirrt hatten. Radlertrinker warens auch noch. Brrrr.

 

Okay, das Spiel. Es war eine der typischen Kampfpartien, diesmal auch auf einem gar nicht so schlechten Rasenplatz – hab dort schon lange kein Spiel mehr gesehen – mit eigentlich wenigen Höhepunkten. Einer davon waren die drei Schiris in komischen kariert-gestreiften Trainingsleiberln in hellgrün-dunkelblau, die zwei von ihnen verkehrtrum angezogen haben und die zweite war das Vorhandensein einer kleinen Fangruppe von jungen Supportern seitens von Red Star.

 


Die älteren Fans unter uns erinnern sich noch an die Anfangs- 2000er Jahre, wo eine Fangruppe namens „Guardia Rossa“ bei Red Star war, inklusive deren legendären Rauswurf nachdem sie den Präsidenten eines Vereines in Kagran etwas nachdrücklicher aufgefordert hatten, den Red-Star-Platz zu verlassen. Und jetzt gibt es wieder eine Gruppe. Transparent, Doppelhalter, Fahnen, Trommel. Das mit den Stimmen wird noch, jeder hat mal klein angefangen. Gehört haben wir sie zwar nicht unbedingt (auch nicht drauf geachtet weil wir geplaudert haben), das könnte aber auch an der bescheidenen Akustik des Rasenplatzes liegen. Weiß ich nicht, weil ich mich dort noch nicht stimmlich ausprobiert habe. Und so plätscherte das Spiel dahin, beide Teams bemüht aber nicht erfolgreich im Abschluss sodass der Anfangstand nicht nur der Pausen- sondern auch der Endstand war. Schlußendlich begaben wir uns in die Kantine, wo wir bei ein paar Mohrenbräu den Tag ausklingen ließen. Also doch ein bisserl Vorarlbergsupport von mir. Prost!

 

NUR DER FAVAC!




Freitag, 10. April 2026

Beileidswünsche

 Heute Nacht ist die Obfrau von TWL Elektra, Vanessa Huber-Schober überraschend verstorben. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und dem Verein. Sie war eine zentrale Figur bei TWL Elektra und wird nicht nur den Angehörigen sondern auch dem Verein fehlen. Möge ihr die Erde leicht sein!

Foto: TWLE (wenns nicht passt bitte sagen)


Dienstag, 7. April 2026

Favoritner AC gegen SR Donaufeld

 Ostereiersuche in der Kennergasse….

 

…..oder auch: Favoritner AC gegen SR Donau“fällt“.

 


Es war ein halbwegs schöner Ostermontag, der FAVAC spielt und so pilgerten doch einige Leute in die Kennergasse um die Rotschwarzen spielen zu sehen. Von der Donau“fällt“ waren einige motivierte Menschen mit grauslichen Tröten gekommen, die uns anfangs den letzten Nerv gezogen haben. Ich weiß schon, dass man diese Tröten am Feld gut verwenden kann um sich zu verständigen aber bei uns gibt es schon andere Kommunikationsmöglichkeiten. Ist ja Sankt Favoriten. *Zwinkersmiley*

 


Kurz und gut, nachdem das geklärt ist können wir uns aufs Spiel konzentrieren. Gutgelaunt schmetterten wir unsere Hymnen in den schönen Nachmittagshimmel, sehr zur Verzückung unserer Burschen, die richtig spielfreudig waren. Vor allem „Aleksa“, der uns pflichtschuldigst in der 19. Minute in Führung brachte. Gut gemacht „Aleksa“. Bist halt viel besser als Siri.

 


Dann war Halbzeit und wir freuten uns schon auf die Fortsetzung dieses Spiels. Was in Parndorf noch nicht so ganz gut geklappt hatte, gelang heute hervorragend. Daher war die zweite Halbzeit auch ein Genuß. Zwischenzeitlich wechselte ich meinen Standort, damit der FAVAC-Wechselgesang stattfinden konnte (beim ersten Mal machten auch Fans auf der Sitzplatztribüne mit was ich fein finde) und ich weiß natürlich nicht, obs geholfen hat aber durch unsere hervorragende Stimmung ohne Tröten waren die Donau“fällt“er so beeindruckt, dass Tunahan Mercan den Ball im eigenen Tor platzierte. 2-0, Jubel, Danke! Finde ich einen sportlich-fairen Zug von Euch.

 


Am Ergebnis änderte sich bis Spielschluß nichts mehr, obwohl beide Mannschaften noch die eine oder andere Chance hatten, zu vermerken war noch, dass der Schiedsrichter nicht so schlecht war wie am Freitag und so bejubelten wir einen eindrucksvollen Heimsieg in der Kennergasse.

 


Der Rest bleibt wie immer bei den Leuten, die dabei waren.

 

Achja eines noch an die unbekannten „Elite Hopper“: Erstens sind eure verhunzten Pickerl schon weg und zweitens stellts Euch nächstes Mal vor. Wir sind keine geschützte Werkstätte für verhaltensoriginelle Menschen, die keinen eigenen Verein haben und deshalb woanders herumasseln müssen. Danke. 

NUR DER FAVAC!

Samstag, 4. April 2026

Historisches: Osmanisches Reich - Königreich Rumänien

 

Fundstück

 

Ein interessantes Fundstück aus dem weltweiten Netz habe ich hier:

 

Ein Fussballspiel zwischen dem Osmanischen Reich und dem Königreich Rumänien am 17. April 1914. In deutschsprachigen Medien, die allgemein verfügbar sind gibt es keinen Hinweis auf ein solches Spiel, daher war ich zunächst skeptisch. In den rumänischen Archiven wird ein solches Spiel aber vermerkt.

 


Das Spiel fand demnach in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul statt und endete mit einem 1-0 Sieg der Rumänen. In beiden Ländern wurde ja ab spätestens 1905 Fussball gespielt und so war es nicht allzu überraschend, dass es da auch ein Länderspiel gab. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges näherten sich die beiden Länder, die sich in den Balkankriegen gegenübergestanden sind wieder an, weshalb es logisch ist, dass damit eine Form der gegenseitigen Entspannung gefunden wurde.

 



In Rumänien gilt dieses Spiel als das erste Länderspiel des Königreiches Rumänien. Die rumänische Mannschaft reiste mit dem Dampfer „Romania“ von Constantia nach Konstantinopel. Das Spiel fand am „Union Club“ statt, einem historischen Fussballplatz, welcher ab 1908 auf der ehemaligen Priesterwiese (Papazin Cayiri) in Kadiköy situiert war. Dort fand auch das erste Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce Istanbul am 17. Jänner 1909 statt. Heute ist dieser Platz ein wichtiger Teil im Klubgeschehen von Fenerbahce. Er trägt heute den Namen Sücrü Saracoglu Stadi. Auch die ersten türkischen bzw. istanbuler Meisterschaften wurden dort ausgetragen. Glaubt man den zeitgenössischen Zeitungen sahen damals 4.000 Menschen dem Spiel zu.

 





Dazu ist zu sagen, dass in beiden Ländern etwa zeitgleich eine Meisterschaft ausgetragen wurde, im Osmanischen Reich ab 1904, in Rumänien ab 1909. Der erste rumänische Meister war Olympia FC. Diese Meisterschaften wurden bis 1921 im Pokalmodus ausgetragen. Auch dort waren die ersten Mannschaften von Ausländern gegründet worden, wie der 1904 gegründete FC Olympia, der von deutschen Arbeitern ins Leben gerufen wurde. United Ploesti wurde von Briten und Holländern im Jahre 1909 gegründet. Ab 1921 gab es eine landesweite Meisterschaft, die um die von Österreich-Ungarn gewonnene Gebiete erweitert wurde. 1932 wurde die Meisterschaft dann professionalisiert. Durch die Gebietsgewinne (und vorübergehende Verluste wärend des Zweiten Weltkrieges) kam es auch, dass der Oradea FC, gegründet als Nagyvaradi AC 1910 sowohl 1948 rumänischer als auch 1944 ungarischer Meister wurde.

 


In Konstantinopel fand die erste Meisterschaft 1904 statt, der erste Meister war HMS Imogene FC. Die Mannschaft setzte sich aus Seeleuten des Schiffes HMS Imogene zusammen und verblieb bis 1909 in der Istanbul Liga. Gegründet wurde diese Liga von den Herrn James Lafontaine und Henry Pears. In den ersten beiden Jahren spielten nur „ausländische“ Mannschaften mit, ehe der eigentliche Vorläufer von Galatasaray 1905/1906 daran teilnahm. Der Name bedeutet übrigens „Herren von Galata“. Damit war die Universität gemeint. Ali Sami Yen war einer der Gründer und der erste Präsident von Galatasaray. Die offizielle Registrierung erfolgte 1912, da es davor keine Registrierungspflicht bzw. Möglichkeit gab. Daher sind viele Daten aus dieser Zeit jene, die sich die Vereine selber gaben. Diese erste istanbuler Liga wurde während der Balkankriege 1912/13 unterbrochen. Dabei lösten sich fast alle „ausländischen“ Vereine wie Imogen FC, Cady Keuy FC oder der FC Moda auf. Bis 1951 gab es diese Liga, obwohl es seit 1924 eine türkische Meisterschaft gab. 1959 wurde dann die Süper Lig gegründet.

 


 Ältestes Foto von Galatasaray: 


Imperiul Otoman - Regatul României 0-1 (17 aprilie 1914)

 

Fotografii istorice: Primul meci al României, la Istanbul, acum 112 ani » Victorie cu Imperiul Otoman, la 36 de ani după Războiul de Independență - Imaginea 17

 

Povestea ineditului meci de fotbal din 1914 dintre Imperiul Otoman şi Regatul României | adevarul.ro

 

Facebook

 

İstanbul Futbol Ligi – Wikipedia

 

Liga 1 (Rumänien) – Wikipedia


SC/ESV Parndorf gegen Favoritner AC

 Eine Reise, die ist lustig…..

 


…..eine Reise die ist schön, wenn wir alle in das Land der Burgen gehn!

 

Auswärtsfahrt nach Parndorf. Treffpunkt Südbahnhof (die heutige Jugend sagt Hauptbahnhof zu diesem Einkaufstempel mit Gleisanschluß). Am Sammelplatz – Capo Ultra hat die Fahrt organisiert (war dann aber nicht anwesend) – waren ein paar Jugendliche, die sich einen Spaß machten, einen Hund zu ärgern, was die anwesenden Trangler nicht amüsierte. Eigenartiger Beginn. Sollte aber noch lustiger kommen.

 


Ja nachdem wir dann die Fahrkarten erworben haben, uns mit Getränken und Rauchwaren versorgten, bestiegen wir den GySEV Waggon und begannen lustig zu plaudern. Dies mißfiel offenbar einer Dame, die – ich weiß nicht was – im Waggon machen wollte. Folgerichtig kamen in Parndorf 8 Exekutivbeamte in den Zug und hielten ihn auf. Wegen was, wissen wir heute noch nicht, weil es uns niemand sagen konnte. Gut, vielleicht hatten sie Langeweile und wollten sich die Schönheit des Interieurs des Zuges – es ist ja ein ungarischer und damit anders ausgestattet – ansehen oder was weiß ich. Gut. Nach kurzem Halt stiegen wir dann eine Station weiter aus und machten uns auf, beim Penny weitere Getränke zu ordern. Karli-Bier kalt. Lecker. Zitrone.

 


Nach viertelstündigem Fussmarsch durch einen bautechnisch etwas tristen Ort erreichten wir das Stadion. Der ursprüngliche Haupteingang war nicht offen und so umrundeten wir das Heidebodenstadion und bewunderten das Spieltagsplakat, ehe wir die Hütte betraten. Im Schatten des Silos – Servicepost für blauweisse Städter: Das sind Zuckersilos (steht sogar oben) – erlebten wir einen schönen Sonnenuntergang.

 





Gut, das Spiel begann (die Leute dort sind eigentlich nett) und Parndorf versuchte sofort, Tore zu schiessen. Gelang ihnen allerdings nicht, dafür uns um so besser. Zwei Schüsse, zwei Tore. Der FAVAC führt mit 2-0 beim Tabellendritten und wir hatten Feierlaune. Hätten wir uns so nie gedacht aber was weiß man als gelernter Favoritner schon. Unsere Burschen, der Kapitän war Soppo, hielten gut dagegen, man merkte ihnen aber an, dass sie der große Rasenplatz ein wenig anstrengte. Torschütze unserer Tore war übrigens Faris Kavaz. Und es waren schöne Tore. Bis zur Halbzeit konnte Parndorf dann einen Treffer erzielen, Halbzeit 1-2 aus Sicht der Hausherren.

 


In Halbzeit zwei gelang es uns lange, dem Druck der Hausherren standzuhalten, was beiden Mannschaften übrigens durch das äußerst schlechte Schiedsrichtertrio erschwert wurde (Gut wenn du Eder, Sungur und Oitzl heisst hast im Leben viel Pech gehabt), doch nach einer Stunde glich Parndorf aus. Der FAVAC wechselte, um eventuell noch einen Treffer erzielen zu können, das klappte leider nicht. In der 80. Minute schoss Parndorf dann den nicht unverdienten Führungs- und damit Siegtreffer, die anschließende Schlußoffensive der Rotschwarzen wurde nicht belohnt. Eine tolle Partie unserer Burschen wurde leider nicht belohnt. (Ich weiß Wortwiederholung aber mir ist nichts Besseres eingefallen, da ich schon alt bin. Irgend ein Junger hat vielleicht ein hipperes Wort dafür, das ich noch nicht gelernt habe). Aber wir können mit erhobenem Haupt zurück in den schönsten Bezirk der Welt fahren. Der Tabellendritte hat sich mehr als nur anstrengen müssen.

 


Ein Absatz noch zu den Heimischen: Mit den ULTRAS Parndorf gibt es dort seit einigen Jahren eine aktive, junge Gruppe, die keine schlechte Stimmung machte. Vor allem der Trommler könnte in jeder großen Kurve mitmachen – und das mit (Verzeihung wenn ich falsch liege) so knapp 12 Jahren +/-. Respekt. Die Lautstärke wird mit zunehmendem Alter auch größer, die Liedauswahl war aber nicht ganz so übel. Weiter so Burschn. Das Feuerwerk samt Bengalen nach Spielende war natürlich auch etwas Ungewöhnliches, wird doch in der RLO jeder trockene Schaß bereits sanktioniert. Und das, obwohl so etwas auch zu einem Fussballspiel gehört. Aber vielleicht haben die Verantwortlichen im Verband seinerzeit von ihrer Mama ein Feuerverbot bekommen. „Messer, Schere, Feuer, Licht – sind für kleine Kinder nicht!“ Gut. War jedenfalls eine sehr nette Angelegenheit. Zur Farbgebung: Der SC/ESV Parndorf ist eine Fusion zweier Vereine, die Klubfarben waren violett-weiß und grün-weiß und man einigte sich auf die Kombi Violett-weiss-grün, weil sie die Wappenfarben von Parndorf sind. Eigentlich sehr fein.

 




Ja dann kam die Heimfahrt. Wir pilgerten wieder zurück, wobei einige Leute, die Durst hatten die vorhandene Tankstelle beinhart verfehlten und so durstig am Bahnsteig standen. Der Zug hatte die zu dieser Jahreszeit übliche Verspätung von 23 Minuten (was uns entgegenkam, da der nächste erst eine Stunde später – wenn überhaupt – ging) und so erreichten wir ihn ziemlich bequem. Drinnen durften wir plaudern, die örtliche Exekutive schaute diesmal nicht vorbei und so schaukelten wir in Richtung Reichs- und Residenzstadt. Ich stieg dann am schönsten Bahnhof Niederösterreichs – Kledering – aus und die anderen ULTRAS fuhren zum Süd- Verzeihung, Hauptbahnhof. Über etwaige Treffen mit besoffenen Ungarn und Plündertouren breiten wir den Mantel des Schweigens, diejenigen, die dabei waren wissen worum es geht.

 


Was mir zu sagen bleibt: Eine geniale Fahrt mit Kultcharakter und eine Person, die mir noch den Fahrpreis schuldig ist.

 

NUR DER FAVAC!


Sonntag, 29. März 2026

Favoritner AC gegen Rehberger SC Krems

 Staubsaugerultras und viel Pech…..

 


…..könnte man dieses Spiel auch nennen. Das Spiel lautete Favoritner AC gegen den Kremser SV/Rehberg und sollten an diesem kalten Freitagabend gespielt werden. Zuvor wärmten sich einige der Treusesten noch in einem kleinen Cafe bei Bier und Kräuterlimonade auf. Der Andrang hielt sich heute vollkommen in Grenzen, was auch dem schlechten Wetter geschuldet war, das viele zuhause bleiben ließ.

 


Aus Rehberg machten sich auch einige Menschen in die Reichs- und Residenzstadt auf, nennen wir sie „Staubsauger-Ultras“, die zu Spielbeginn versuchten, mit einem summenden Gesang die Spieler des FAVAC zu verwirren. Die waren so verwirrt, dass Brooklyn nach drei Minuten ein Tor schoss. Jubel.

 


Die Stimmung war bei uns nicht schlecht, die Staubsaugerultras bald ruhig und so ging das Spiel voran. In der 28. Minute erhielten wir den Ausgleich von den Rehbergern, was die Stimmung aber nur kurzfristig trübte. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause und nach Wiederbeginn versuchten wir, den Sack zuzumachen und liefen in der 66. Minute in einen Gegenangriff mit Foul und kassierten das 1-2. Bitter.

 


Bis zum Spielende konnten wir das Ergebnis leider nicht wirklich verbessern womit unsere Serie im Jahr 2026 gerissen ist. Blöd aber leider nicht unerwartet. Am Karfreitag geht es dann gegen Parndorf, gespielt wird um 19 Uhr. Legen wir denen ein paar Eier ins Nesterl.

 

NUR DER FAVAC!

Samstag, 14. März 2026

Favoritner AC gegen FC Traiskirchen

 Die Giraffe bedankt sich artig….

 

……oder ein genialer Fussballabend an der Kenner Road.

 


Es ist wieder Freitagabend und der Favoritner AC spielt daheim. Gegen jenen Verein, dessen Präsident einmal eine parteiinterne Wahl gegen eine Giraffe gewonnen hat. Das hat sie bis heute ziemlich gekränkt und als gute Favoritner, die ja so nett, höflich und menschenfreundlich sind, wollen wir der Giraffe heute Genugtuung verschaffen. Also schnell noch ein wenig in Stimmung bringen, da gibt es – Achtung: Schleichwerbung!!! – so ein nettes kleines Cafe namens City X, wo das Bier gut und die „Kräuterlimonade“ excellent ist. Gut. Der erste Teil ist hervorragend gelungen.

 


Vollkommen rechtzeitig erreichte man den Platz, begann noch ein Bier zu trinken, beflaggte den Zaun und harrte der Dinge, die da kommen sollten. Es waren diesmal gar nicht so wenige Leute vor Ort, man sah sogar einen Niederösterreicher mit einem blauweißen Schal, möglicherweise aus Traiskirchen, der auf die Gegentribüne ging. Das ist ja eh so ein Treppenwitz, dass in einem „roten“ Ort der örtliche Fussballverein „blau“ ist. Humor muss man haben.

 


Vor allem dann, wenn man nach vier Minuten bereits in Rückstand gerät und nicht so genau weiß, warum. Auch die Giraffe war verblüfft. Noch verblüffter waren wir, als es nach 19 Minuten 0-2 steht. Was zum Kuckuck ist da los? Das darf doch nicht wahr sein. Wir benötigten bis kurz vor der Pause, um ein Tor aufzuholen und den Schock zu verdauen. Also Pausenstand 1-2.

 


In Halbzeit zwei drückten wir dann auf den Ausgleich, er gelang zunächst aber nicht. Also mussten wir mehr und lauter supporten und peitschten die Burschen voran. Ein Traiskirchenspieler verlor in der 81. Minute aufgrund des andauernden Supports die Nerven (oder man hat ihm nicht gesagt, dass die Seiten gewechselt wurden) und schoss den Ball mustergültig ins eigene Tor – 2-2. Perfekt. Klares Eigentor. Jetzt noch das 3-2 und die Sache ist gegessen. Und die Traiskirchner machten uns auch diesen Gefallen: Nach einem Foul im Strafraum durch Felber (Der Felber machts selber) bekamen wir einen Elfmeter zugesprochen. Unser Faris Kavaz schickte den Tormann in die linke Tormannecke und schoss selbst folgerichtig in die andere Ecke. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Zwei Minuten später, wir zählten die 99. Minute, war Schluss.

 




Ja und der Rest bleibt dort wo er hingehört. Am Platz.

 

NUR DER FAVAC!



Mittwoch, 11. März 2026

Unglaubliche Fussballgeschichten

 REPUBLIKA ZABJELO

 


1991 gründeten Schüler im gleichnamigen Stadtteil von Podgorica (ex-Titograd) eine Mikrorepublik, um gegen den Hass und Krieg im sterbenden jugoslawischen Staat eine humoristische, kreative und manchmal auch satirische Note entgegenzusetzen. Es gibt eine NGO desselben Namens, die das Ziel hat, diese fiktive Mikronation zu fördern. Mit Radiosendungen auf „Radio Skadar“, Graffitties oder Sponsoring wird diese Republik beworben.  Mittlerweile gibt es auch einen Film „Zlatne caklje“ und das AVIFest. Der Fussballklub FK Zabjelo, der in der dritten montenegrinischen Liga spielt hat auf manchen Trikots ebenfalls das Zeichen dieser Republik.

 





Der Verein wurde 1962 als FK Tara Titograd gegründet und war in seiner bisherigen Laufbahn eher bescheiden in den unteren Ligen tätig. Bei seiner Gründung war er die Betriebsmannschaft der größten jugoslawischen Transportgesellschaft namens Tara. So berichtet es das Internet, ob das stimmt weiß ich nicht. Jedenfalls waren sie nicht das kraftvolle Team, das sie darstellen sollten. Deshalb wurden sie im Jahr 1970 in FK Zabjelo umbenannt. Sie erreichten zwar zweimal die Erste montenegrinische Liga, hielten sich dort aber nie lang. Aktuell spielen sie in der dritten Liga. Eigentlich ist mir dieser Verein nur deswegen aufgefallen, weil ich mich beim Durchsehen von bunten Bildern im weltweiten Netz gewundert habe, warum ein Verein, der ein rotweisses Wappen hat mit einer Fanszene ausgestattet ist, die grünschwarze Transparente und Schals hat. Und dann kam das obenstehende dabei raus.

 





ZABJELO DO MASLINA!