Im KURIER gibt es einen Artikel zu den „Reformen im WFV“, welcher nachfolgend präsentiert wird.
Und schon der Eingangstext ist falsch. Der WFV ist durch die Trennung von
Wien und NÖ 1923 entstanden, der erste Gründer des NoeFV (gegr. 1911) ist
gleichzeitig auch Gründer des WFV (Dr. Ignaz Abeles), während die Wurzeln der
britischen Gastarbeiter, die den Fussball nach Wien gebracht haben (in Graz war
es ein österreichischer Professor, der in Prag unterrichtete) in der „Österreichischen Fussball Union“ gelegen haben,
die die ersten drei Meisterschaften ausgerichtet hatten (Tagblatt-Pokal).
Damals gewann der WAC alle drei Meisterschaften. Der ÖFB/WFV hat diese
Meisterschaften nicht anerkannt, während er die von der ÖFU ausgerichteten
Länderspiele anerkannte.
Anmerkung: Der ÖFB entstand 1904 als Nachfolger/Konkurrent der
„Österreichischen Fussball Union“, die die ersten Länder- und Städtespiele
ausrichtete. Hat mit dem WFV nichts zu tun. Der Vorläufer der „Österreichischen
Fussball Union“ war übrigens das am 21. April 1896 gegründete „Comitee zur Abhaltung von Fussballwettspielen“,
welches die erste österreichische, damals böhmische Meisterschaft ausrichtete.
Der erste Meister dieses Bewerbes wurde der DFC Prag.
Über den Rest des Artikels kann man zwar diskutieren, was mir in dieser
Diskussion aber bisher etwas fehlt ist die Selbstreflexion. Man will das
Ligensystem verkleinern (wenn die Antworten auf FB auf diesen Text stimmen) und
zwar folgendermaßen:
Stadtliga (16 Vereine)
2. Landesliga (16 Vereine)
3. Landesliga (Top 7 aus beiden
Oberligen)
Oberliga (8 – 14 aus beiden Oberligen)
Unterliga (Top 7 aus beiden ersten
Klassen)
1. Klasse (Verbleibende Vereine aus beiden
Klassen)
Das bedeutet, dass man aus 4 Ligen (Oberliga und 1. Klasse) drei machen
will anstatt zu überlegen, ob man nicht den Verband für „Neueinsteiger“
attraktiver zu machen oder sich mit der DSG zusammensetzt, um da eine Lösung zu
finden. Stattdessen will man die 1b Mannschaften (was gut ist) rauslösen – mit
Ausnahme der Profivereine wie FAC 1b oder Vienna 1b (was wiederum gschissn ist)
– und sie zu einem Bewerb ohne Sinn und Zweck zu machen.
Schon heute sind viele 1b Mannschaften „einfach da“, weil es den Vereinen
vom Verband vorgeschrieben wird. Und die müssen sich „nach der Decke“ strecken.
Finanziell und personell. Von der Platzkapazität ganz zu schweigen. Anstatt
neue Spielstätten zu bauen lässt man Plätze wie KE vergammeln, weil die Stadt
Wien der Ansicht ist, der (neue) Pächter muss sich um alles kümmern. Nein.
Stattdessen will man die 1b Mannschaften rauslösen und sie dazu
verpflichten, in einer Liga ohne Sinn und Zweck weiterzuspielen. Ausser man ist
Profiverein, dann darf die 1b selbstverständlich im Verband weiterspielen. Ein
Unsinn erster Güte. Entweder ALLE oder keiner. Welches Signal sendet man an die
Amateurvereine, indem man sie verpflichtet, eine 1b aufzustellen, diese aber
ligatechnisch keinen Sinn und Zweck hat? Welche Spieler werden dort
„herangezogen“? Ich wage zu behaupten, dass dieses Projekt innerhalb kürzester
Zeit scheitert.




















































