Freitag, 6. März 2026

Wiener Sportclub in Hirschstetten gegen Favoritner AC

 Der Favoritner AC spielt in Hirschstetten gegen die Hernalser.

 


Klingt komisch, ist aber so.

 

Aber mal der Reihe nach. Es ist Freitag, wir haben endlich wieder ein reguläres Spiel und das noch dazu auswärts gegen den Wiener Sportclub. Wer jetzt aber gedacht hat, wir würden gemütlich nach Hernals radeln, unsere (fiktiven) Radln in der neuen Fahrradgarage an der Alszeile abstellen und dann Fussball gucken können hat sich getäuscht.

 

Warum?

 

Weil sie in Hernals das Gras offenbar geraucht und nicht gepflanzt haben und das Spielfeld deshalb nicht fertig war. Auch gut, spielen wir halt in Hirschstetten gegen die Radlfahrer. Also den Reisepass eingesteckt, in die Untergrundbahn gehüpft – Ja wir haben schon seit 1978 eine Untergrundbahn – und Richtung Tschechien gefahren.

 


Dort gab es einen gemeinsamen Treffpunkt, der irgendwann mal von allen Teufeln angesteuert wurden und es ging mit der Bimmelbim Nummer 27 in Richtung Blumengärten. Gegenüber haben die Radlfahrer ihre derzeitige Heimat und ja. Wir waren halt auch da.

 

Nach dem (kostenlosen) Eintritt ging es gleich ans Beflaggen, die Schwarzweissen hatten auch diese Idee und bei Spielbeginn waren etwa 500 Leute versammelt. Inklusive der 50 Leute, die sich in einer braven, geordneten Schlange um Bier anstellten und das Kantinenpersonal wie immer, wenn mehr als drei Donaustädter dort sind, überforderten. Auch mit dem Zählen hatten sie es nicht so, denn statt der georderten 15 Bier „schenkten“ sie uns ein paar mehr. Wir haben uns aber nicht wirklich beschwert.

 


Das Spiel begann mit dem Einsingen lustiger Lieder, natürlich durfte der Dauerbrenner „Renee“ nicht fehlen und es entwickelte sich ein lustiges Spiel, bei dem die „Dornbacher“ den besseren Start erwischten, indem sie mit einem Tausendguldenschuss das 1-0 erzielten. Da ich gerade versuchte, an Bier zu bekommen hörte ich es nur an der Lautsprecherdurchsage, da die rund 400 Radlfahrer zwar brav gesungen haben, die Lautstärke allerdings ausbaufähig ist. Vielleicht waren sie von der langen Anfahrt aber noch ausser Puste. (*Schenkelklopfer*)

 


Bis zur Pause änderte sich daran nichts, ausser dass unsere Gesangseinlagen immer ausgefeilter und lauter wurden und wir – es mag komisch klingen – mit unseren 20 Leutchen lauter waren als die 400 unter der hübschen Wiener-Fussballverband-Tribüne. Das klang dort eher nach einem kaputten Staubsauger. War es vielleicht auch, man weiß das nicht.

 


Das änderte sich auch nach der Pause nichts, wo der FAVAC langsam aber sicher die spielerische Überlegenheit gewann und das Tor leider nicht traf. Als sich die ersten Sportplatzbesucher schon aufmachten, zu ihren Rädern zu gehen, traf Leon Najdovski dann doch noch zum vielumjubelten und vollkommen gerechten Ausgleich. Der Schiedsrichter war von unserem Spiel so dermaßen beeindruckt, dass er insgesamt 10 Minuten draufpackte, die wir leider nicht nutzen konnten.

 


Also Abpfiff beim Stand von 1-1. Wir feierten, während die „Heimischen“ nicht so begeistert von dannen schlichen aber – Tja.

 

Was noch zu bemerken ist: wir sind im Jahr 2026 noch ungeschlagen.

 

NUR DER FAVAC!

Sonntag, 1. März 2026

Favoritner AC gegen SCU Kilb TESTSPIEL

 Testspielabend

 


Diese Woche war Spielpause für den FAVAC in der Regionalliga und so suchten und fanden wir den SC Kilb als Trainingspartner. Eine nette Truppe, die gegen unsere Burschn allerdings nur wenig ausrichten konnte. Das 6-2 war die logische Folge. Kommenden Freitag dürfen wir dann auswärts in Hirschstetten gegen den WSC antreten. 




Mittwoch, 25. Februar 2026

Testspiel gegen Kilb Vorbesprechung

 Testspiel gegen SCU Kilb

 

Da wir diese Woche regulär eine Spielpause in der RLO haben, dachte sich der Verein, dass es doch nett wäre, ein Freundschaftsspiel auszutragen. Man hat ja sonst nix anderes zu tun und es soll am Freitag ned kalt werden. Also gut, einen Gegner gesucht und gefunden: SC Kilb.

 


Der Verein wurde lt. Vereinsseite am 17.4.1953 als Sektion der Union Kilb gegründet, es gibt sogar Namen der Gründer aber ich glaube nicht, dass sie irgendwen ausserhalb von Kilb interessiert. Es dauerte bis Frühjahr 1954 ehe ein Antrag an den Verband gestellt wurde und mit der Herbstsaison 1954/55 wurde der Spielbetrieb aufgenommen. Das alte Stadion bestand bis 1983 und sah 248 Meisterschaftsspiele. Im Jahr 1968 ist auch der Nachwuchsfussball eingeführt worden. Das neue Stadion wurde am 24.6.1984 mit einem Spiel gegen die Nationalmannschaft der DDR eingeweiht. Ende der 90er Jahre begann der Ausbau der Tribüne. Sogar ein Flutlicht wurde installiert.

 


Der SCU Kilb spielt aktuell in der 1. Landesliga NÖ, ist aktuell 13ter und hat(te) mit der „Kurve 3233“ seit 2007 eine kleine Fanszene. Die Klubfarben sind überraschenderweise Blau-Gelb. Hat irgendwas mit Landesfarben zu tun. Oder sie wurden deshalb gewählt, damit man die Leute von den Maisfeldern rundherum unterscheiden kann. Man weiß es einfach nicht.

 


Na gut, gegen diese Mannschaft spielen wir am Freitag. Also alle hinkommen, die Burschn haben es sich nach dem Dienstagsspiel mehr als verdient.

 

NUR DER FAVAC!

Favoritner AC gegen Union Mauer

 Heimsieg!

 

Und was für einer. Zu Beginn der Frühjahrssaison legten wir richtig gut los.

 


Aber der Reihe nach: das am Freitag abgesagte Meisterschaftsspiel gegen Union Mauer wurde an diesem Dienstag nachgetragen. Gleiche Uhrzeit, gleicher Platz. Anderer Tag. Dienstag halt. Der begann mit dem Arbeitsschluss und meinereiner spazierte aus dem Eingangstor und durfte dort gleich einen kleinen Unfall bewundern. Es war, wie nicht anders zu erwarten folgende Situation: Frau im Cabrio will einparken, Fahrer dahinter bremst höflich, ein zweiter krachte in den höflich Platz gebenden Wagen hinein. Bäm! Da dies auf der Schönbrunner Straße quasi auf der Busspur stattfand konnte man sich die Begeisterung der Fahrgäste des dahinterstehenden Autobusses vorstellen. Aber gut, es ist ja Feierabend und man hat deswegen auch keinen Streß, rechtzeitig in die Bude zu kommen.

 

Ich nehme zum Glück immer die Untergrundbahn, bei der Auffahrunfälle von Autos relativ selten sind und kam auch bald in Sankt Favoriten an. Nach drei Bierchen war ich in der geistigen Verfassung zum Spiel zu gehen.

 


Obwohl es nicht kalt war und auch kein Schnee lag hielt sich der Zuschaueranspruch auf unserer Tribüne eher in Grenzen, keine Ahnung ob bei uns lauter Nachtwächter arbeiten oder die Leute einfach durch den Wochentag verwirrt waren – es hätten doch ein paar mehr von uns sein können. Immerhin, auf dem Platz stand die ausreichende Anzahl Spieler, drei Schiedsrichter und zwei Tore herum – das Spiel konnte beginnen.

 


Es war ein gutes Spiel, welches unsere Burschn da zeigten und so hatten wir die Gäste eigentlich immer gut im Griff und unser Brooklyn erzielte nach 11 Minuten (es können auch 10 oder 12 gewesen sein falls ein Statistiker das liest) das 1-0. Passt schon mal ganz gut, so könnts weitergehen. Bis zur Pause wurde das Ergebnis allerdings nicht erhöht und nach der Pause ging das muntere Spiel der Burschn weiter. Wiederum 11 Minuten nach Seitenwechsel erzielte der FAVAC, genauer gesagt ein gewisser Mansur Kerime (hoffentlich richtig geschrieben) das 2-0. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Irgendwann bekam auch der Mauertrainer Sattler die Gelbe Karte gezeigt, er wandelt offenbar auf den Spuren vom Rojgar. Na ja.

 


Es folgte eine Drangperiode der Gäste, die mit dem 1-2 aus Gästesicht belohnt wurde. Fast mit der 90. Minute dann noch ein Elfer für die Gäste, Tormann Verwüster (der Name ist kein Witz sondern echt) hält den gut geschossenen Strafstoß. Nach 96 Minuten war der geniale Fussballabend für uns zu Ende, die ersten drei Punkte sind eingefahren.

 

NUR DER FAVAC!



Sonntag, 22. Februar 2026

Favoritner AC - Union Mauer abgesagt

 Der Schnee hat uns einegschissn…..

 

….und wie.

 


Ich kann mich nicht erinnern, wann es das letzte Mal so geschneit hat, dass ein Spiel des FAVAC abgesagt werden musste. So wie dieses Mal. Donnerstagabend begann es in Wien zu schneien, schwerer nasser Schnee, der die Stadt bis Freitagmittag in einen weißen Mantel hüllte. Unmöglich, die ganze nasse Pracht rechtzeitig zu räumen. Wien stand still. In der Früh ging zumindest in meiner Gegend nichts. Ausser der Untergrundbahn. Aber alle Busse, die bei uns fuhren, standen. Es war einfach kein Durchkommen. Der Winterdienst der Stadt Wien war quasi nicht vorhanden, die privaten Firmen überlastet. Also konnte auch der FAVAC Platz nicht geräumt werden. Was eigentlich hübsch anzusehen ist, war Frau Holles Fluch.

 


Dabei wäre alles angerichtet gewesen. Freunde aus Sofia waren da, auch die Bregenzer in der Stadt – also alles bereit für eines jener genialen Spiele, die lange in Erinnerung bleiben würden. Aber nix da. Es ging nix. Weder der FAVAC noch die Bregenzer konnten spielen, aus Verzweiflung fuhren dann einige Fussballinteressierte auf die Hohe Warte um sich das Spiel der Vienna gegen St. Pölten anzusehen (dort war lustigerweise geräumt) – nur ist das natürlich kein Ersatz für ein Spiel der Rotschwarzen in Favoriten.

 


Also alles auf Null. Die erste Frühjahrsrunde gegen die Violetten aus dem 23. Bezirk, auch Union Mauer genannt, fiel aus. Blöde Gschicht, weil wir in der kommenden Woche spielfrei sind. Daher beginnt unsere Saison erst in der ersten Märzwoche.

 

Bis dahin:

 

NUR DER FAVAC!



Montag, 2. Februar 2026

Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 


Hamrun Spartans FC

 

Malta hat – was nicht jeder weiß eine lange Fussballtradition. Geschuldet ist es dem Umstand, lange Zeit der wichtigste britische Flottenstützpunkt im Mittelmeer zu sein. Und wo der Engländer steht (oder schwimmt) ist Fussball nicht weit weg. So wurde der Hamrun Spartans Football Club im Jahre 1907 gegründet, also etwa in der Zeit, in der auch der mitteleuropäische Fussball erwachte. So auch in Hamrun, einer 9.200 Seelengemeinde an der Südküste Maltas. Die Einwohner werten Tas-Sikkina genannt, was soviel wie „Die ein Messer Tragenden“ bedeutet. Also fast so wie wir Favoritner. Das kommt daher, dass viele Einwohner in den Werften oder am Hafen arbeiteten und dort immer ein Messer parat hatten.

 

Die Rotschwarzen wurden bald zu einer lokalen Größe, wobei lokal hier wirklich im engsten Sinne zu sehen ist und konnten 1914 den Meistertitel holen – zehn weitere sollten noch folgen, der letzte in der vergangenen Saison (2025). Wie es aber so bei lokalen Größen ist, war die Konkurrenz groß und viele Vereine schauten begehrlich zu den Spartanern, ob dort nicht der eine oder andere Spieler abgeworben werden konnte. Immerhin, es war 1918 und der Erste Weltkrieg in seinem letzten Jahr gewann die Hamrun Spartan zum zweiten Mal den Titel, diesmal gegen den FC Saint George. Dieser 1890 gegründete Verein gilt als der älteste auf Malta. Obwohl er nur einen Meistertitel gewann (1916/17) ist er doch eine feste Größe. Und gegen diesen Pionier gewannen die Spartaner ihren zweiten Titel.

 

Damit begann aber auch eine schwierige Phase für die Spartaner, einige Spieler verließen den Verein oder gründeten neue Vereine, wie zum Beispiel Hamrun Liberty. Dieser Verein war ziemlich erfolgreich und nach Ende des Zweiten Weltkrieges, Malta war noch schwer von den Kriegsschäden betroffen wurde dieser Verein wieder zu Hamrun Spartans FC. 1947 gewannen sie nicht nur die maltesische Meisterschaft sondern auch den traditionsreichen Cassar Cup.

 

Es sollte aber weitere 36 Jahre dauern, bis Hamrun Spartans im Jahre 1983 erneut den Titel gewinnen konnte. 1987, 1988 und 1991 waren sie erneut Meister und in der bisher erfolgreichsten Periode ihres Bestehens.

 

Es folgte wieder eine 20jährige Durststrecke, ehe 2021 erneut der Titel geholt werden konnte. Es folgten weitere Titel in den Jahren 2023, 2024 und 2025.

 

Mit bisher 11 Meistertiteln, 6 Cupsiegen und 7 Supercupsiegen ist der Hamrun Spartans FC eine der erfolgreichsten Mannschaften der Mittelmeerinsel. Darüber hinaus erreichte er als erster maltesischer Verein die Qualifikation zur Championsleague, wo sie in der zweiten Runde gegen Dynamo Kiew mit einem Gesamtscore von 0-6 deutlich ausgeschieden sind.

 

Sie spielen meist im vereinseigenen Viktor Tedesco Stadion mit 1.965 Plätzen, benannt nach einem Präsidenten von Hamrun Spartans.

 










Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 


Folgore Castelvetrano

 

Diesmal geht es auf die Insel und zwar nach Sizilien, wo der ASD Folgore Calcio Castelvetrano gegründet wurde. Der Zweite Weltkrieg war gerade zu Ende und die Jugendlichen suchten sich einen Zeitvertreib. Bis 1949 wurden vor allem Jugendwettspiele abgehalten, ehe den Rotschwarzen der Durchbruch zum wichtigesten Verein der Stadt gelang. Insgesamt 28 Saisonen lang spielten sie in der Serie D recht erfolgreich.

 

Franco Lombardo war es, der 1945 den Verein gründete und mit ihm bis 1947 an Jugendwettspielen teilnahm. Danach stieg Folgore (wie er kurz genannt wird – nicht zu verwechseln mit dem SS Folgore aus San Marino) in die erste sizilianische Liga ein, gewann sie und stieg in die Promozione auf. Danach folgten wechselhafte Jahre, in denen Folgore Castelvetrano zwischen Promozione und erster sizilianischer Liga pendelte ehe 1962-63 der Aufstieg in die Serie D gelang. Dort hielten sie sich 11 Spielzeiten ehe es wieder runter in die Niederungen des sizilianischen Fussballs ging. Bis 1982-83 schafften sie es aber wieder hinauf in die Interregio und dann gab es wieder ein Hin- und Herpendeln des Vereines.

 

Anfang der 2000er Jahre dann der Verkauf und die Wiedergründung des Vereines, der aktuell – so meine Information in der Excellenza spielt. Eine stürmische Geschichte abseits großer Titel. 









Samstag, 31. Januar 2026

Slovan HAC - Favoritner AC Testspiel

 


Der erste Auswärtstest findet in Wien statt und zwar in der Steinbruchstraße bei der Slovan HAC. Also das Binkerl gepackt, in die Schucherl geschlüpft und per Untergrundbahn zum Spiel gefahren. Nachdem sich so gut wie keiner der üblichen Verdächtigen positiv geäußert hat dachte ich schon daran, mein Soloprogramm auszuprobieren, aber:

 

Es kam anders.

 


Ein gutes Dutzend FAVACler waren dann am Platz und komplettierten ein wunderbares Fussballspiel, welches torreich mit 6-3 für den FAVAC ausging. Danke an den Obmann für das spendierte Bier. Äusserst anständig. 

 




NUR DER FAVAC!

Mittwoch, 28. Januar 2026

Was darf Satire?

 

Satireprojekt ÖFB

 

Da gibt es einen ehemaligen Vizekanzler aus der Pröll-Dynastie. Der war in der Politik nicht sehr erfolgreich und bekam dafür den Posten des ÖFB Chefs. Nein, er ist nicht der Präsident sondern der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖFB. Und der haut dann folgenden Schenkelklopfer raus: