CSM Resita
Es war der 6. Mai 1926 als in einer kleinen Stadt im
Banat ein Verein gegründet wurde: CSM Resita. Spieler und Funktionäre zweier
Stadtvereine, nämlich Clubul Sportiv und Societatea Sportivă Muncitorească
entschlossen sich, sich zusammenzutun und einen größeren Verein zu gründen,
eben CSM Resita. Die „Rotschwarzen aus dem Banat“ waren auf der Fussballbühne
erschienen. Und wie auch noch: bereits fünf Jahre nach ihrer Gründung gewann
der Verein die rumänische Meisterschaft. Zunächst schlugen sie im Staffelfinale
(West) den Societatea Gimnastika Sibiu und im Endspiel dann den großen
Favoriten Venus Bukarest. Zwischen 1919 und 1940 gewannen die Bukarester
insgesamt 7 Meisterschaften. Nur eben nicht 1931.
Es sollte aber seine einzige bleiben. Der
Verein aus einem Industriestädtchen konnte in den Folgejahren und nach dem
Zweiten Weltkrieg nicht mehr ganz an die Erfolge der Zwischenkriegszeit (auch
Rumänien nahm 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil und bekam dafür einen
großen Teil des Königreiches Ungarn zugesprochen) anknüpfen. Das war einerseits
dem Verbot von professionellen Fussballvereinen geschuldet andererseits daran,
dass das neue kommunistische Regime daran ging, die vielen Vereine
zwangszufusionieren oder aufzulösen. So musste sich die CSM nach dem Krieg mit
einem kleinen Verein namens Lokomotiva fusionieren und spielte eine Zeit lang
unter dem Titel Otelul (Stahl) Resita. Anfang 1950 wurde der Name in Metalul
Resita geändert.
Unter diesem Namen gewann der Underdog aus
dem Banat überraschenderweise den rumänischen Cup im Jahre 1954 gegen den
großen Favoriten Dinamo Bukarest. Erstaunlich daran war, dass es das erste Mal
in der rumänischen Fussballgeschichte war, dass ein Verein aus der Diviza B,
also der zweiten Liga diese Trophäe errang. Nicht unbedingt zur Freude der
kommunistischen Bonzen, von denen jeder seine Finger in dem einen oder anderen
großen Verein stecken hatte.
Das wirkte sich in der Folgezeit auch
negativ auf und Resita pendelte zwischen zweiter und dritter Liga herum. Eine Fahrstuhlmannschaft
wie man so schön sagte. Nach dem Fall des Kommunismus, der in Rumänien blutig
verlief und in der Hinrichtung des Diktators in Targoviste gipfelte geriet der
Verein in finanzielle Schieflage. Deswegen wurde er unter dem Namen CSM Resita
2005 zum Farmteam von Universitatea Craiova.
Die freigewordene Lizenz wurde um 80.000
Euro an den kleinen Verein Tricotaje Ineu (lustigerweise gibt es jetzt wieder
einen Verein dieses Namens) verkauft, der sich dann in FCM Resita umbenannte.
Gefördert von der Kommune und Geschäftsleuten sowie der ortsansässigen
Universität spielt er jetzt unter dem Namen CSM Scolar Resita. Das Scolar
verlor der Verein irgendwann mal auf seiner Reise durch die unteren Ligen. Die
Spielstätte ist nach wie vor das 1920 eröffnete Stadion Mircea Chivu mit seiner
aussergewöhnlichen Gegentribüne. 12.500 Zuschauer passen aktuell dort rein.
Der
wohl bekannteste Spieler Resitas ist Dorinel Munteanu, der älteren Fussballfans
noch aus seiner Zeit beim Cercle Brügge, 1. FC Köln und VfL Wolfsburg in
Erinnerung sein wird.