Freitag, 15. Mai 2026

Favoritner AC gegen SC Neusiedl

 


Favoriten rasiert die „Schüfschneida“

 

Der Favoritner AC hat Heimspiel gegen die Jungs aus dem Burgenland, genauer aus Neusiedl am See. Also alle hin und den Burschn dabei zusehen, wie sie die Schüfschneida rasieren. Manche hatten es nah, andere wieder ein bischen weiter, aber wir konnten alle rechtzeitig die Kennergasse betreten und die Geburtstagsfete von Sarah mitfeiern. Mit Ehrenankick – eh klar. Alles Gute zum Geburtstag.



Die angedachte Klopapierchoreo musste mangels Planungssicherheit leider ausfallen, trotzdem gab es von Minute 1 an volle Stimmung. Und die Burschn machten es gar nicht so schlecht, lediglich das Zielwasser fehlte noch ein bischen. Immerhin – unsere Gesänge erschallten durch ganz Favoriten, Danke noch an den Bregenzer, der hier zeitweise den Vorsänger machte. Es waren halt gestern so viele liebe alte Gesichter am Platz, da muss man zwangsläufig ein bisserl miteinander tratschen. Oder Spielstände am Handy abchecken, was nicht ganz unwichtig ist. Egal. Die Stimmung passte bis zur Pause leider nicht zum 0-0, da hätt schon ein bisserl mehr gehen können. Am Platz natürlich.


Gut, die Pause wurde auch irgendwie umgebogen und wir freuten uns auf Halbzeit Zwo. Der FAVAC kam wieder gut aus der Kabine und begann sein Spiel aufzubauen. Leider hielt die Neusiedler Abwehr und so machte sich schon so manches banges Gefühl breit. Wir müssen schließlich gewinnen. Diesen Auftrag der Fans nahm Faris Kavaz sehr ernst und netzte einen Freistoß in der 61. Minute souverän ein. Tor. Eine zentnerschwere Last fiel ab, wir führen. Jetzt gehts richtig los. Vor allem Faris Kavaz war kaum zu halten und erzielte zehn Minuten später dann das vielumjubelte 2-0. WE ARE FAVAC!



Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute noch unser Brooklyn Barataud und bescherte uns einen netten Fussballabend. „Gwunna hamma, Siega samma, eeeooeeeh!“ Der Rest war dann Jubel, die Akklamation unseres Trainers Herbert Gager und die Einnahme vieler kühler Getränke. Manche am Platz, manche in der k.u.k Kolonialbahn zurück nach Deutschwestungarn. Es war mir ein Volksfest.

NUR DER FAVAC!

 


P.S.: Ein lustiges Gschichtl von unseren Konkurrenten aus Hernals möchte ich Euch auch noch erzählen: Die haben ja ein superduper neues Stadion bekommen, also sie dürfen dort spielen, gehören tut es der Stadt Wien. Soll heissen, es gelten ÖFB Regeln beim Einlass. Und da haben sich diese Schlaumeier (wer auch immer das war) einen Einlassregelkatalog einfallen lassen, um die Horden mordender, plündernder WSC-Hooligans endlich in den Griff zu bekommen. Keine Rucksäcke, die größer als A4 sind zum Beispiel. Also du darfst ein Blatt Papier mitnehmen, es darf aber nicht zu groß sein. Keine Fahnenstangen, keine Trommeln. Die Trommeln darfst deshalb nicht mitnehmen, weil rundherum ein Wohngebiet is und die Bobos dort ned gestört werden dürfen, wenn sie ihre veganen Wasauchimmer auf den Grill legen und dazu laktosefreies „Bier“ trinken. Das der Fussballplatz, den es an dieser Stelle immerhin schon seit 1904 gibt älter is als alle Häuser is wurscht. Auch dass auf einer Seite ein Friedhof ist – pomale. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass der Ernst Happel etwas gegen Stimmung hat. Aber gut. Es gibt in Wien nix, was ned gibt.