Favoriten rasiert die „Schüfschneida“
Der Favoritner AC hat Heimspiel gegen die Jungs aus dem Burgenland, genauer
aus Neusiedl am See. Also alle hin und den Burschn dabei zusehen, wie sie die
Schüfschneida rasieren. Manche hatten es nah, andere wieder ein bischen weiter,
aber wir konnten alle rechtzeitig die Kennergasse betreten und die
Geburtstagsfete von Sarah mitfeiern. Mit Ehrenankick – eh klar. Alles Gute zum
Geburtstag.
Die angedachte Klopapierchoreo musste mangels Planungssicherheit leider
ausfallen, trotzdem gab es von Minute 1 an volle Stimmung. Und die Burschn
machten es gar nicht so schlecht, lediglich das Zielwasser fehlte noch ein
bischen. Immerhin – unsere Gesänge erschallten durch ganz Favoriten, Danke noch
an den Bregenzer, der hier zeitweise den Vorsänger machte. Es waren halt
gestern so viele liebe alte Gesichter am Platz, da muss man zwangsläufig ein
bisserl miteinander tratschen. Oder Spielstände am Handy abchecken, was nicht
ganz unwichtig ist. Egal. Die Stimmung passte bis zur Pause leider nicht zum
0-0, da hätt schon ein bisserl mehr gehen können. Am Platz natürlich.
Gut, die Pause wurde auch irgendwie umgebogen und wir freuten uns auf
Halbzeit Zwo. Der FAVAC kam wieder gut aus der Kabine und begann sein Spiel
aufzubauen. Leider hielt die Neusiedler Abwehr und so machte sich schon so
manches banges Gefühl breit. Wir müssen schließlich gewinnen. Diesen Auftrag
der Fans nahm Faris Kavaz sehr ernst und netzte einen Freistoß in der 61.
Minute souverän ein. Tor. Eine zentnerschwere Last fiel ab, wir führen. Jetzt gehts
richtig los. Vor allem Faris Kavaz war kaum zu halten und erzielte zehn Minuten
später dann das vielumjubelte 2-0. WE ARE FAVAC!
Den Schlusspunkt setzte in der 90. Minute noch unser Brooklyn Barataud und
bescherte uns einen netten Fussballabend. „Gwunna hamma, Siega samma, eeeooeeeh!“
Der Rest war dann Jubel, die Akklamation unseres Trainers Herbert Gager und die
Einnahme vieler kühler Getränke. Manche am Platz, manche in der k.u.k
Kolonialbahn zurück nach Deutschwestungarn. Es war mir ein Volksfest.
NUR DER FAVAC!
P.S.: Ein lustiges Gschichtl von unseren Konkurrenten aus Hernals möchte ich Euch
auch noch erzählen: Die haben ja ein superduper neues Stadion bekommen, also
sie dürfen dort spielen, gehören tut es der Stadt Wien. Soll heissen, es gelten
ÖFB Regeln beim Einlass. Und da haben sich diese Schlaumeier (wer auch immer
das war) einen Einlassregelkatalog einfallen lassen, um die Horden mordender,
plündernder WSC-Hooligans endlich in den Griff zu bekommen. Keine Rucksäcke,
die größer als A4 sind zum Beispiel. Also du darfst ein Blatt Papier mitnehmen,
es darf aber nicht zu groß sein. Keine Fahnenstangen, keine Trommeln. Die
Trommeln darfst deshalb nicht mitnehmen, weil rundherum ein Wohngebiet is und
die Bobos dort ned gestört werden dürfen, wenn sie ihre veganen Wasauchimmer
auf den Grill legen und dazu laktosefreies „Bier“ trinken. Das der
Fussballplatz, den es an dieser Stelle immerhin schon seit 1904 gibt älter is
als alle Häuser is wurscht. Auch dass auf einer Seite ein Friedhof ist –
pomale. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass der Ernst Happel etwas gegen
Stimmung hat. Aber gut. Es gibt in Wien nix, was ned gibt.






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