Wenn die Mauer.
........bei de Gscherden spüt!
Oder auch anders ausgedrückt: Union Mauer gegen Favoritner AC in Vösendorf.
Ja richtig. Vösendorf. Der eigene Platz ist nicht bespielbar, irgendwas mit
Stroh oder einem anderen Bioprodukt – ich hab nicht ganz zugehört als der
Sprecher dies gesagt hat – verhindert, dass wir im 23. Bezirk spielen konnten. Also
eine Auswärtsfahrt in den Süden. Vösendorf halt.
Meinereiner stieg deshalb in Deutschwestungarn in den Kolonialzug Richtung
Reichs- und Residenzstadt ein und erreichte den Wiener Hauptbahnhof ziemlich
zeitig. Dort angekommen bewunderte ich noch ein Street-Basketballturnier auf
dem Vorplatz (war gar ned so uninteressant), verpflegte mich noch und fuhr dann
nach Meid-e-ling (der Heimat von Sebastian K.) um in die Badner Bahn
einzusteigen. Allgemeiner Treffpunkt der Leute war auch dort und so gondelten
wir in Richtung Vösendorf.
Danach noch ein Corteo durch ein nicht unhübsches Dörfchen – ich hab noch
immer nicht ganz verstanden, warum die einen Arzt und einen gesonderten
Frauenarzt haben (vielleicht sind die Damen dort – ach lassen wir das) dafür sahen
wir einige echt alte, guterhaltene Häuser und erreichten den Platz am Ende des
Feldes.
Der Platz war echt nett, eine große Tribüne mit allen Schikanen und einer
Kantine mit einer ziemlich exklusiven Bierauswahl (Schladminger, Villacher,
Starobrno) und relativ vielen Zusehern. Also platziert, Bier inhaliert und auf
das Spiel gewartet.
Dieses begann wie eine Sommerpartie, beide Mannschaften fühlten sich auf
dem zwar optisch gut aussehenden, trotzdem holprigen Rasen nicht allzu wohl und
so waren echte Chancen ziemliche Mangelware. Folglich war der Pausenstand auch
der Anfangsstand. Also 0-0.
Nach der Pause nahm das Spiel wieder Fahrt auf, einige gute Chancen auf
beiden Seiten wurde das Tor verwehrt und als schon alle mit einem leistungsgerechten
0-0 rechneten, schlugen die „Hausherren“ zu und erzielten in Minute 90 den „Lucky
Punch“. Schaß.
Ein kleiner Absatz noch zu den Fans: Mauer hatte ja eigentlich immer ein gmiadliches
Publikum aber der Auswurf, der diesmal dort war, spottete jeder Beschreibung. Pöbeleien
und Beschimpfungen, als wären die gerade aus dem Kanal gekrochen waren an der
Tagesordnung. Braucht ka Sau. Also zumindest ned wir. Ich denke wir werden uns
für diese Gastfreundschaft beim Rückspiel milieubedingt freundlich
revanchieren.
Eine kleine lustige Episode gibt es auch noch zu vermerken: Auf der
Gegentribüne waren ein gutes Dutzend Fans hinter den Transparenten von ASK
Vösendorf (sic!) begannen Anfang zweiter Halbzeit einen „Fav-AC – Fav-AC“
Wechselgesang, der sehr gefiel. Also uns, die Bobos aus Mauer waren angepisst.
Siehe oben. Im Nachgang stellte sich
heraus, dass es eine Gruppe aus Regensburg war, die nach dem LASK-Match zu „uns“
kamen. Regensburg und den LASK verbindet offenbar - so wurde uns gesagt - eine Fanfreundschaft. Persönlich dachte ich immer, dass sie mit BW Linz befreundet sind aber nunjo. Sie werdens besser wissen. Also hamma sie –
wenns wieder mal in der Gegend sind – eingeladen bei uns vorbeizuschauen. Tja. Wart
mers halt ab.
Die Retourfahrt war bis Wien ereignislos, erst am Hauptbahnhof der übliche
Bahöö, der sich um die Uhrzeit einstellte. Irgendwelche Ruachler wollten dauernd
Tschik – NEEEIIIN – oder a paar Cent, dazu die Mistküblstierler, die mit
Grillzangen nach Blechdosen suchten (dieses Pfandsystem war wirklich eine „super“
Idee) verkürzten die Wartezeit auf den Kolonialzug. Der kam dann auch und
brachte mich mitten ins Unwetter. In Nezider ausgestiegen mussten wir – dank ungarischem
Fahrer kein Problem – auf dem Radweg Richtung Szeleskut fahren, weil die Straße
vom Bahnhof weg ein bisserl überschwemmt war. Wir schafften es aber, ohne
weggespült zu werden.
NUR DER FAVAC !
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