Sonntag, 23. August 2026

Bisserl Fremdgehn in der 2. Landesliga

 

Rapid Oberlaa und sein erstes Heimspiel in der Saison…..

 

…..führte sie gegen den SC Maccabi Wien. Die Revü gewann mit 3-1 wobei die Blauweissen einige Sitzer ausließen, also volle Konzentration auf die Kampfmannschaft. Die von Toni Duhac gecoachten Heimischen waren zu Spielbeginn eindeutig die giftigere Mannschaft, konnten allerdings keine Tore daraus machen. Maccabi wurde immer robuster und stärker, konnte aber auch nicht netzen. Pausenstand 0-0. In angenehmer Plauderei verbrachten wir die Pause und nach Wiederanpfiff war die Maccabi voll auf den Punkt und lieferte den Rapidlern eine große Partie, der nur die Tore fehlten. Leistungsgerecht trennten sich beide Mannschaften mit einem 0-0. Danach gings halbwegs zufrieden und nach weiteren netten Plaudereien nach Hause. Prost!




Bisserl Fremdgehn in der Stadtliga

 

Mal ein bischen Simmering gucken…..

 


……und dabei bei der Helfort vorbeigeschaut.

Eine Reise ist immer lustig – auch in Wien. Die Wiener Linien machen es für Passagiere ziemlich spannend, indem sie immer wieder neue Baustellen erfinden. Diesmal wars die U3, die zwischen Westbahnhof und Hütteldorfer Straße nicht fuhr. Die Ersatzlinie E3 zuckelte dafür quer durch Rudolfscrime ehe er in „Bradnsee“ endete. Nicht ganz das Ziel, welches ich ansteuerte, dafür konnte ich dort einige nette Fotos machen. Kaserne und alte Häuser. Dann gings mit der Vorortelinie – natürlich dem Zeitgeist entsprechend 8 Minuten zu spät – weiter nach Ottacrime. Von dort musste man nur ein wenig stiefeln, ehe der Platz erreicht war.

An der Kassa angekommen stand vor mir einer jener „beliebten“ reichsdeutschen Groundhopper, der mit der Kassiererin eine lebhafte Diskussion über den Eintrittspreis und dem Verstehen der deutschen Sprache führte, ehe er nach langen fünf Minuten endlich abzog. Mein Erwerb einer Karte erfolgte schnell und problemlos. Also hinunter, vor mir immer noch der Teutone, der einen Ordner zwecks Spieltagsprogramm anquatschte – He wir sind in der Wiener Liga, da kann keiner lesen – und den Platz betreten. Das Tauschgeschäft Geld gegen Getränk war problemlos, einige bekannte Gesichter wurden auch noch erspäht und dann begann auch schon das Spiel.

Die Dinamo Helfort erwischte einen Traumstart und so stand es nach 17 Minuten bereits 2-0 gegen leider harmlose Simmeringer die bis zur Pause noch drei weitere Tore einfingen. Nach der Pause, es stand mittlerweile 6-0 für die Helfort gings ans Futterholen. Grillage, eh klar. Der Platzsprecher verwechselte inzwischen die Dinamo Ottakring mit der aktuellen Dinamo Helfort, was einiges Grinsen hervorrief. Genauso lustig war der Fan mit dem Hajduk Split T-Shirt. Egal.  Die Dinamo schoss noch ein siebentes Tor, Simmering hielt sich vornehm zurück und so war das auch das Endergebnis. Erstaunlicherweise gab es kaum Stimmung, obwohl der Platz recht gut gefüllt war. Irgendwie ein schräges Erlebnis. 

Danach gings an den Heimweg. Lustigerweise fuhr die U3 zwischen Hütteldorfer Straße und Ottakring, weshalb ich sie nahm, um zur Autobuslinie 48A zu kommen, die mich in die Stadt brachte. Von dort ab zur Untergrundbahnlinie 1 und ab nach Favoriten. Na ja. Hat sich nicht gelohnt ins Ghetto zu fahren. Obwohl – so viele verschiedene U-Bahn-, Bahn-, Bus- und Straßenbahnlinien für einen Spielbesuch habe ich schon lange nicht mehr verwendet.

Favoritner AC gegen SR Donaufeld

 


Grengt hats, Nass wars, verlurn hamma – aber immerhin gabs Bier. Eine Vorstellung zum Vergessen, drei verlorene Punkte, geniale Leute am Platz und viel Alkohol zum Trösten. Das war das Spiel gegen die SR Donaufeld. Erhellendes zu berichten gabs nicht, ausser dass am Dienstag der erste Stammtisch dieser Saison stattfinden wird.

Bei trockenem Wetter gings via City X an die Kennerroad, um dort das zweite Heimspiel anzugucken. Wie es der Wettergott halt so wollte, schiffte es gerade während des Spiels. Gut, wenn ma schon nass wird, sollte man von Innen dagegenhalten und sich isolieren. Alkohol eignet sich dafür hervorragend und ist ein seit Jahrtausenden erprobtes Mittel. Also alles reingeschüttet was auffindbar war, das Spiel abhaken und nach Hause wackeln. Oder in der Kantn versumpern, jeder so wie er wollte.

NUR DER FAVAC!



Das Unterhaus in den Zeitungen

Alle heiligen Zeiten entdecken ein paar Studenten den Wiener Unterhausfussball. Zuletzt war dieses größere Interesse bei der EM 2008 entfacht worden, wo auf einmal Kamerateams zu irgendwelchen Spielen gekommen sind und den Leuten den Fussball erklären wollten. Leider - und das ist die große Krux bei der Sache - haben sie vom Wiener Fussball, seinen Vereinen und seiner Tradition bestenfalls oberflächliche Kenntnisse. Sportclub und Vienna sind cool, Austria rechts und Rapid Proleten. Mehr kriegen sie nicht auf die Reihe. Meistens. 

Na ja und deswegen verschwinden diese Leutchen auch recht schnell von der Bühne, die nicht die ihre ist weil ein weites, fremdes Feld. Nun haben die Medien erneut den FAVAC bzw. das Wiener Unterhaus für sich entdeckt. Zuerst ein Bericht des Kurier, jetzt der Standard.


Da wird eine Seite, die ja bereits in der Benennung nur Satire sein kann (nur weil man im Unterhaus spielt ist das per se noch kein Grottenkick) beworben, die von zwei Vorarlbergern gemacht wird, die dann nach voll geheimen Regeln irgendwelche Punkte vergeben. Ja, kann man machen nur interessierts keinem am Platz. Weil wir nicht dorthin gehen, damit uns andere bewerten (gut es gilt Meinungsfreiheit und ist daher zu akzeptieren) sondern um unseren Herzensverein zu unterstützen. Aber na ja, es ist Sommer, die Studenten haben Ferien und so weiter. Viel Erfolg damit. Falls ihr damit scheitert könnt ihr euch ja alternativ am Sonntag in irgendein Geschäft stellen, damit eure Unikumpels dann shoppen gehen können. 


Wer übrigens wirklich etwas über den Wiener Fussball wissen oder sich einlesen will sollte sich auf Facebook die Seite "Wiener Fussball Gschichtn" zu Gemüte führen. Oder die Bücher kaufen. 

"Wiener Schmäh statt PSG": Wo Wien seinen Fußball abseits der großen Stadien feiert - Fußball - derStandard.at › Sport