Sonntag, 23. August 2026

Das Unterhaus in den Zeitungen

Alle heiligen Zeiten entdecken ein paar Studenten den Wiener Unterhausfussball. Zuletzt war dieses größere Interesse bei der EM 2008 entfacht worden, wo auf einmal Kamerateams zu irgendwelchen Spielen gekommen sind und den Leuten den Fussball erklären wollten. Leider - und das ist die große Krux bei der Sache - haben sie vom Wiener Fussball, seinen Vereinen und seiner Tradition bestenfalls oberflächliche Kenntnisse. Sportclub und Vienna sind cool, Austria rechts und Rapid Proleten. Mehr kriegen sie nicht auf die Reihe. Meistens. 

Na ja und deswegen verschwinden diese Leutchen auch recht schnell von der Bühne, die nicht die ihre ist weil ein weites, fremdes Feld. Nun haben die Medien erneut den FAVAC bzw. das Wiener Unterhaus für sich entdeckt. Zuerst ein Bericht des Kurier, jetzt der Standard.


Da wird eine Seite, die ja bereits in der Benennung nur Satire sein kann (nur weil man im Unterhaus spielt ist das per se noch kein Grottenkick) beworben, die von zwei Vorarlbergern gemacht wird, die dann nach voll geheimen Regeln irgendwelche Punkte vergeben. Ja, kann man machen nur interessierts keinem am Platz. Weil wir nicht dorthin gehen, damit uns andere bewerten (gut es gilt Meinungsfreiheit und ist daher zu akzeptieren) sondern um unseren Herzensverein zu unterstützen. Aber na ja, es ist Sommer, die Studenten haben Ferien und so weiter. Viel Erfolg damit. Falls ihr damit scheitert könnt ihr euch ja alternativ am Sonntag in irgendein Geschäft stellen, damit eure Unikumpels dann shoppen gehen können. 


Wer übrigens wirklich etwas über den Wiener Fussball wissen oder sich einlesen will sollte sich auf Facebook die Seite "Wiener Fussball Gschichtn" zu Gemüte führen. Oder die Bücher kaufen. 

"Wiener Schmäh statt PSG": Wo Wien seinen Fußball abseits der großen Stadien feiert - Fußball - derStandard.at › Sport

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