IC Favoriten
Unser damaliger „Lieblingsgegner“
waren die IC Favoriten. IC stand für „Invest Concept” und damit war klar, warum
wir sie nicht mochten. War lange vor Red Bull. Die Vereinsfarben Grün und
Schwarz waren für Wien originell aber schnell logisch, wenn man sich die
Gründung des Vereines, der sich gefühlt 33 Mal umbenannt hat vor Augen führt.
Einige Tiroler Studenten, die es 1975 von den Bergen runterprackt hat und die
nach Wien gekugelt sind haben hier den „FC Ragnarök“ gegründet. Als Wackerfans wählten
sie die Farben Grün und Schwarz. Der Ursprungsname blieb nicht lang, dann
hiessen sie irgendwas mit ASKÖ Strebersdorf (nicht zu verwechseln mit FC
Donaustadt), dann noch irgenwie anders ehe sie 1997 in IC Favoriten umbenannt
wurden. Obmann war ein Herr Thun, der das offenbar ziemlich schwarze Schaf der
Familie Thun und Taxis war (nicht nur wegen seines schwarzen Pepis) und der
nicht nur etwas von Fussball verstand, sondern auch gerne auf Pferde wettete.
Irgendwas mit dem Schnitzelhaus hatte er auch zu tun. Dieser Herr Thun also war
der „Gegner“. Unsere Gesänge „Thunfischjagd im Zehnten“ hallten ihm immer und
überall entgegen und er freute sich richtig darüber.
IC Favoriten spielte damals am
heutigen 1980 Platz und so waren die Spiele immer sehr interessant. Vor allem
pyrotechnisch. Unnötig zu sagen, dass wir immer mehr Leute am Platz hatten als
die IC, die quasi (die ICF Ultras gabs noch nicht) niemanden interessierten.
Manchmal kassierte der Verein nicht einmal Eintrittsgelder, der Aufwand war
einfach zu hoch.
Im Jahr 2010 fusionierte die IC,
die zwischenzeitlich RLO gespielt hat mit dem LAC, was zur lustigen
Wortkombination „LACIC“ führte. Mittlerweile gibt es quasi keine Spuren mehr
von den Grünschwarzen. Obmann Thun ist leider auch nicht mehr unter uns. Friede
seiner Seele. Er war irgendwie eine geile Sau mit viel Herz und Humor.


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