Stell Dir vor, du fährst in die Provinz….
….das ist jetzt nicht bös gemeint, sondern Alltag in der RLO. Und dann
stell dir vor, dass zwei Menschen vom TSV 1860 verrückt genug sind, mitzufahren.
Denn du musst nach Horn. Ganz tief im Waldviertel. Also 3580 Horn. Eine wichtige
Partie, die man eigentlich nicht verlieren darf – und das gegen eine Mannschaft,
die schon mal 2. Liga gespielt hat und Champions Leage spielen wollte. Mit Hilfe
der Firma Honda. Hat überraschenderweise nicht ganz geklappt, also RLO.
Nun trafen sich einige Rotschwarze am Kaiser-Franz-Josephs Bahnhof, heute
superduper neu umgebaut und potthässlich aber funktonal mitsamt zwei Menschen
vom TSV 1860 München, die diese irre Fahrt mitmachen wollten. Die Hinfahrt war
ereignislos, bis auf eine Besteckgarnitur am Bahnhof Horn (der nicht in Betrieb
ist, weil die Elektrik fehlt) und einen Fußmarsch, der zwischen Häusern, neben
einen Bach hin zum „CL Stadion Horn“ führte. Wir durften dort noch ums halbe
Stadion latschen weil der Auswärtssektor nicht offen war und kamen gleich in Kontakt
mit den Einheimischen, die die Kassa betrieben. Die Frage, als ich eine Karte
kaufen wollte: „Sind sie Pensionist“ wurde mit entrüsteter Miene abgewiesen.
Was bildet sich die Trutschn ein? Ich bin quasi ein Teenager. Egal.
Im Stadion selber flaggten wir gleich ganz links auf und begannen mit unseren
nicht druckreifen Gesängen, die das ganze „Stadion“ beeindruckten. Weniger als
200 begeisterte Horner lauschten unseren Liedern und so verbrachten wir eine
gute erste Halbzeit, die unentschieden, nämlich 0-0 endete.
Zweite Halbzeit: Beide Mannschaften kamen motiviert aus den Kabinen, die
Horner waren allerdings nicht ganz so motiviert und so spielte sich das
Geschehen meist in ihrer Hälfte ab. Die Bemühungen unserer Burschen gipfelte im
1-0 kurz vor Schluss. Unter Gesängen und Jubel und dem Abgang vieler (höhö
Wortwitz) Horner gewannen wir aufgrund der guten Leistung am Feld und auf den
Tribünen vollkommen die Partie.
Als wir singend in Richtung Bahnhof gingen (wir haben irgendwie nicht
mitbekommen, dass da ein Spital war) hielt ein Bus hinter uns an und ein uns
mehr als bekannter Trainer forderte uns auf, mit ihnen mitzufahren. Guter Plan
um schnell nach Wien zu kommen. Haben wir dankend angenommen und konnten so
noch am Würschtler in der Favoritenstraße mit einigen Berufsalkoholikern
Jägermeister leeren. Prost und Gute Nacht.
NUR DER FAVAC!






