Donnerstag, 15. Oktober 2026

Historisches Teil 9

 

Rapid Amateure

 

Der FavAC spielte in der Saison 2002/2003 in derselben Liga wie die Amateure von Rapid. Ein brisantes Duell, da ja Favoriten nicht der erklärte Lieblingsbezirk der Grünweissen war. Die Tornados von Rapid hatten sich angekündigt an diesem 8. September 2002 zu erscheinen und warteten mit einer Choreo unter der Tribüne auf. Nix Besonderes, einfach grüne und weisse Folienbahnen, deckte aber gut ab. Von der Mannstärke her waren beide Fangruppen etwa gleich groß. Wir entschlossen uns damals, keinen Rauch zu machen sondern eine Fahne zu basteln, abgerundet mit dem Transparent FAVORITENS STOLZ. Durch den Wind gelang unsere Choreo so lala, die Stimmung war jedoch großartig, da unsere Fahnen stolz wehten. Auch die Tribüne half den Grünweissen eher nicht beim Stimmung machen.


Die Grünweissen gingen mit 1-0 in Führung, soweit ich mich erinnern kann, der FavAC glich aus und dann war ein tolles Hin- und Her zwischen beiden Mannschaften. Die Tornados packten ein Transparent mit der Aufschrift „Willkommen in unserer Liga“ aus, was man so oder so lesen konnte, ihre Mannschaft bekam aber kurz darauf das zweite Tor von uns eingeschenkt und verloren damit das Spiel. Irgendwie voll gemeiert. Sie rauschten dann auch ziemlich angfressen ab. Inklusive Tscherno.


Ein anderes Mal – sie spielten am Helfortplatz (keine Ahnung warum) kamen sie mit dem Transparent: „Wir ham Tscherno und ihr nicht!“ in Anlehnung an einem Rapidfan, der Kultstatus hat. Bei den Grünen „Tscherno“ genannt (er selber will  immer Pumuckl genannt werden) ist er bei uns unter Christian bekannt. Egal. Die Hütteldorfer werden schon wissen, warum sie ihn so nennen.


Damals hatten auch unsere „Fan im Dienst“ Leiberln Premiere. Sie sollten uns noch lange begleiten und erregten immer wieder erstauntes Kopfschütteln. Bis sie mitbekamen, was wir damit meinten. Bildungsauftrag erfüllt.

 

NUR DER FAVAC!

Historisches Teil 8

 

Da Wurschtklub

 

Ein bisserl wehmütig blicke auf den alten Sportklubplatz (manchmal auch mit „c“ geschrieben) zurück, der so ganz anders war als das neue „Stadion der Stadt Wien“. Vor allem die Friedhofstribüne war Kult, abgsandlt vom Feinsten aber mit dem „Flag“ drinnen und den alten Häusln – einfach nur Kult. Zu Beginn der 2000er Jahre war auch die Kainzgasse noch als Tribüne begehbar (später nimmer) und so konnte man entweder auf der FHT oder in der Kainzgasse seinen Freitagabend vor sich hin trickern ohne groß von Lärm gestört zu werden. Auf einem der beiden Bilder hängt übrigens die Fahne der Känguruhs aus Prag. Auch lustig.


Im September 2002 guckten wir uns deshalb ein Spiel des Wiener Sportclubs gegen den Kapfenberger SV an, keine Ahnung, ob Cup oder sonstwas – ich glaub halt es war ein Meisterschaftsspiel oder sowas, denn das Ergebnis lautete 1-1 und ich bin zu faul im weltweiten Netz nachzusehen, was es war. Interessiert mich auch nicht wirklich.


Der Beitrag geht eigentlich um den alten WSC-Platz und den gmütlichen Leuten dort. Hat sich ja alles geändert. Heute ist die „FHT“ eine Bobotribüne mit ein paar jungen Ultras, die noch nicht so ganz wissen, was sie dürfen und was nicht.

 

NUR DER FAVAC!