Samstag, 10. Oktober 2026

Horn gegen den Favoritner AC

 


Stell Dir vor, du fährst in die Provinz….

….das ist jetzt nicht bös gemeint, sondern Alltag in der RLO. Und dann stell dir vor, dass zwei Menschen vom TSV 1860 verrückt genug sind, mitzufahren. Denn du musst nach Horn. Ganz tief im Waldviertel. Also 3580 Horn. Eine wichtige Partie, die man eigentlich nicht verlieren darf – und das gegen eine Mannschaft, die schon mal 2. Liga gespielt hat und Champions Leage spielen wollte. Mit Hilfe der Firma Honda. Hat überraschenderweise nicht ganz geklappt, also RLO.



Nun trafen sich einige Rotschwarze am Kaiser-Franz-Josephs Bahnhof, heute superduper neu umgebaut und potthässlich aber funktonal mitsamt zwei Menschen vom TSV 1860 München, die diese irre Fahrt mitmachen wollten. Die Hinfahrt war ereignislos, bis auf eine Besteckgarnitur am Bahnhof Horn (der nicht in Betrieb ist, weil die Elektrik fehlt) und einen Fußmarsch, der zwischen Häusern, neben einen Bach hin zum „CL Stadion Horn“ führte. Wir durften dort noch ums halbe Stadion latschen weil der Auswärtssektor nicht offen war und kamen gleich in Kontakt mit den Einheimischen, die die Kassa betrieben. Die Frage, als ich eine Karte kaufen wollte: „Sind sie Pensionist“ wurde mit entrüsteter Miene abgewiesen. Was bildet sich die Trutschn ein? Ich bin quasi ein Teenager. Egal.





Im Stadion selber flaggten wir gleich ganz links auf und begannen mit unseren nicht druckreifen Gesängen, die das ganze „Stadion“ beeindruckten. Weniger als 200 begeisterte Horner lauschten unseren Liedern und so verbrachten wir eine gute erste Halbzeit, die unentschieden, nämlich 0-0 endete.



Zweite Halbzeit: Beide Mannschaften kamen motiviert aus den Kabinen, die Horner waren allerdings nicht ganz so motiviert und so spielte sich das Geschehen meist in ihrer Hälfte ab. Die Bemühungen unserer Burschen gipfelte im 1-0 kurz vor Schluss. Unter Gesängen und Jubel und dem Abgang vieler (höhö Wortwitz) Horner gewannen wir aufgrund der guten Leistung am Feld und auf den Tribünen vollkommen die Partie.

Als wir singend in Richtung Bahnhof gingen (wir haben irgendwie nicht mitbekommen, dass da ein Spital war) hielt ein Bus hinter uns an und ein uns mehr als bekannter Trainer forderte uns auf, mit ihnen mitzufahren. Guter Plan um schnell nach Wien zu kommen. Haben wir dankend angenommen und konnten so noch am Würschtler in der Favoritenstraße mit einigen Berufsalkoholikern Jägermeister leeren. Prost und Gute Nacht.

 


NUR DER FAVAC!

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