.....denn der Verein TWL-Elektra wurde wegen eines Konkurses auf den letzten Platz der Tabelle gereiht und steigt ab. FAVAC ist wieder RLO.
Samstag, 21. Juni 2025
Sonntag, 8. Juni 2025
Favoritner AC gegen Union Mauer
Die Reise ist zu Ende.....
....und wie dramatisch war das.
Zwei Jahre Regionalliga Ost, zwei Jahre auf fremden Plätzen mit obskuren
Leuten, alter Tradition, neuen Freunden und alten Rivalen in Ostösterreich sind
zu Ende.
Und das Ende war so, wie es dem FAVAC gebührt: Dramatisch. In der letzten
Runde waren wir bis zur 95. Minute in der Liga, dann glich Gloggnitz in Krems
aus – wie sie das geschafft haben wissen sie wohl selber nicht – und stießen
uns vom rettenden Ufer weg. Vorausgegangen war eine komplett irre
Frühjahrssaison mit so vielen Nebengeräuschen, dass es einfach nicht anders
kommen konnte. Das Sahnehäubchen war der Abschied von unserem Rojgar Kadir, dem
Herz, Hirn und Seele des Vereines. Ohne ihn hätten wir es nicht in die RLO
geschafft und ohne ihn sind wir auch nicht mehr drinnen. Ich will hier nicht
viel über die ganzen Ungereimtheiten und Schwierigkeiten innerhalb des Vereines
schreiben, weil vieles noch im Dunklen liegt, ABER: Es braucht einen gesunden
Verein, um in der dritthöchsten Liga Österreichs bestehen zu können.
Nun sind wir wieder zurück in der Stadtliga und keiner weiß genau, wie es
mit dem Verein weitergeht. Gerüchte, Spekulationen und Befürchtungen schwirren
durch den Raum und man wird sehen müssen, ob sie wahr werden.
Jetzt sind wir alle, die wir den Verein lieben gefragt, um die 115jährige
Reise in Sachen Fussball weiterführen zu können.
Danke an Rojgar, Danke an die Mannschaft und Danke an alle, die den FAVAC
lieben und mit ihm mitfiebern für diese zwei Jahre. Wir kommen wieder.
Sonntag, 25. Mai 2025
FAVAC gegen Team Wiener Linien
Kurzer Bericht (ein längerer würde wohl Aufregung verursachen) des Spiels gegen die TWL:
Schlechtes Spiel,
0-3 verloren,
die Fans
gesangesfreudig, unterstützt von Bregenz,
Familienausflug
des örtlichen Polizeikommissariats
Kadir verlässt
uns.
„Wurschtklub“ gegen FAVAC…..
…..oder das Spiel gegen die Hernalser in Ottakring.
Bekanntlich wird der älteste bespielte Fussballplatz Österreichs derzeit umgebaut und – so hofft man Anfang 2026 spielbereit sein. Bis dahin spielt der Sportclub in Ottakring, genauer gesagt im Trainingszentrum Erdbrustgasse. Und das schaut dann auch so aus: eine riesige Erdtribüne, dazu einige schwarzweisse Plastiksessel nicht ganz so mittig und Heurigenbänke, die den Sitzplatzbereich simulieren. Dazu eine in der Größe A4 gehaltene Anzeigentafel, fertig ist die Laube. Schlußendlich sollten sich dort 1,061 Menschen eingefunden haben, zu Spielbeginn zählte ich heisse 362. Aber gut, es kamen dann noch einige und als es dunkel wurde, war die Erdtribüne im Dunklen. Kurz und Gut: Vielleicht stimmen die Zahlen, die genannt werden nicht so ganz, man weiß es nicht.
Der FAVAC war gut gelaunt und holte sich sehr zur Freude der mitgereisten
Favoritner ein 1-1 und dann gings noch in die Annemarie. Die war gegen 1 Uhr
ziemlich leergesoffen.
NUR DER FAVAC!
Sonntag, 11. Mai 2025
Favoritner AC gegen Leobendorf
Eine wichtige Partie mit Auswärtsfans und die Frage, warum wir nicht
gewinnen können…..
Es war alles angerichtet: Freitagabend, schönes Wetter, Fussball, FAVAC. Also
die beste Voraussetzung für einen gemütlichen Heimsieg gegen eigentlich sympathische
Leobendorfer. Die kamen mit einem ganzen Fanbus – auch mal was Neues, sonst kommt
lediglich der Wiener Sportclub mit Anhang her. Die jungen Veilchen hatten vielleicht
10, 15 „fanatische“ Fans mit.
Also teilten wir uns stimmlich die Tribüne und hatten Spaß. Jedenfalls mehr
als die Spieler am Platz, die entweder nicht wollten oder nicht konnten. Wir haben
das nicht so richtig herausgefunden, das Endergebnis war folgerichtig das Anfangsergebnis
und damit für keinem der beiden Anhänge wirklich befriedigend. Nach dem Spiel gab
es offenbar noch eine längere Aussprache im Verein, wir haben derweil die Vorräte
in der Kantine verringert.
Samstag, 26. April 2025
Favoritner AC gegen Austria Amateure
Das „Favoritner Derby“ stand heute an und die Vorfreude stieg. Man hat ja
nicht jeden Tag die Austria Amateure bei sich zu Gast. Man denkt sich nicht
viel dabei als man am Platz auftauchte. Gut, einzelne Austriafans haben sich in
die Kennergasse verirrt, der große Zuschaueransturm bleibt aber bei diesem
nassen Wetter aus. Eigentlich schade, denn es gab eine aufregende Partie.
Zuerst durch den Schiri, der zwei Abseitstore der Austria zuließ, den
zwischenzeitlichen Ausgleich durch ein offizielle Eigentor von Lorian Metaj,
dann eine schnelle Drei-Tore-Führung für die kleinen Veilchen. Mit 1-4 ging es
in die Kabine, der Schiedsrichter wurde mit einigen unhöflichen Worten
begleitet, die er sich redlich verdient hat. Ich habe keine Ahnung, wo dieser
Pfeifenmann her ist, er dürfte das Ganze aber als eine Art Hobby ohne weitere
Vorkenntnis betreiben. Oder er ist blind, was natürlich auch sein kann, leider
hat er seinen Blindenhund nicht mitgemacht hat.
Nach der Pause ging der FAVAC dann aber „All In“ und konnte innerhalb von
kurzer Zeit von 1-4 auf 3-4 verkürzen und drängte auf den Ausgleich. Die
kleinen Veilchen, „brav unterstützt vom sogenannten König von Favoriten“
(Insider) nutzten dann aber ihre Kontermöglichkeiten und erzielten noch zwei
Tore womit wir bei einem Endstand von 3-6 stehen blieben. Ein tolles Spiel mit
viel Aufregung.
Samstag, 19. April 2025
Erinnerungen: VSE Egger Sankt Pölten - Favoritner AC 3-6
Ich hab ein bischen in meinem Fundus gestöbert und dieses Mottotransparent
gefunden – damals stilecht gesprayt, der unbekannte Künstler (also ich, deshalb
unbekannt) hat es zur Fahrt nach Sankt Pölten mitgenommen. VSE Egger Sankt
Pölten gegen den Favoritner AC hieß die Partie, welche in der 2. Division
gespielt wurde. Das Heimspiel ging 2-2 aus und so fuhren ein paar Unentwegte
nach Sankt Pölten. Ich bin nicht am Bild drauf, weil einer die Kamera halten
musste. Selfiesticks gabs damals genauso wenig wie Smartphones. Ja das war
damals wirklich so. Da musste man den Film entwickeln. Egal.
Wir fuhren hin, gewannen 6-3 auswärts und fuhren ziemlich besoffen wieder
heim.
NUR DER FAVAC!
Wiener Viktoria gegen Favoritner AC
.....auch Tag der komischen Sachen genannt. Denn es wird schräg, daher wird
das mehr ein Reisebericht als ein Bericht über ein Fussballspiel.
Auswärtsfahrten haben immer eine eigene Dynamik. Weiß man schon lange, kennt
aber den Grund dafür nicht. Viele schlaue Gstudierte haben darüber sinnlose
Bücher geschrieben, weil es nicht zu beschreiben ist. So auch heute.
Jetzt wird der geneigte Fussballfan verwundert fragen: „Ernsthaft? Die
Vik? Da steigst in den 15A ein und fahrst a paar Stationen!“ – Eigentlich richtig,
wenn man sich zum Zeitpunkt des Fahrtantritts in Wien befinden. Tut man aber
nicht.
Man befindet sich in Deutsch-Westungarn. Jenen Teil, den die Republik
Deutschösterreich nach dem Ersten Weltkrieg „erobert“ hat.
Also dort beginnt das Abenteuer. Schienenersatzverkehr genannt. Man steigt
in den Bus ein und will ein Ticket kaufen. Äääääh – nein. Gibt’s dort nicht.
Kann man sich aber am 1,5 Kilometer entfernten Bahnhof kaufen. Gut. Also
schwarzgefahren. Eine kleine Diskussion und schon war man drinnen. In Neusiedl
dann die Karte pflichtschuldigst erstanden und gewundert, wo überall der Zug
stehen bleibt. Darunter auch das idyllische Dörfchen Kledering. Perfekt. Von
dort fährt ein Bus bis zur Haustüre. Also dort ausgestiegen und den
wunderschönen, im Brutalism-Stil gebauten Bahnhof bewundert. Findet man auch
nicht überall. Die schaßgelben Kacheln im Durchgang sind ein besonderer
Hingucker. Ja, echt.
Dann kam der Bus und brachte mich nach Favoriten. Gut, Binkerl gepackt und
weiter auf die Post, man muss ja seine Pflicht tun und wählen. Nein, nicht auf
der Post, sondern von dort die Wahlkarten geholt. Dabei ist aufgefallen, dass
die per Einschreiben – merke, man muss einen Ausweis vorzeigen – geschickten Wahlkarten
in einem der Fächer der Abholstation liegen, sprich man keinen Ausweis braucht.
Zweimal drei Kreuze gemacht und ich hatte zwei Wahlkarten. Fast wie beim
Kautschiautomatn. (Eine ist für mich, die andere für den Herrn Papa). Komische
Sache, der man noch auf den Grund gehen wird.
Also gut, dann weiter mit dem 15A nach Mei – de – ling.
Beim McDonalds noch ungsund gegessen und ein bisserl Standup Comedy
genossen, zwei aufgeblasene Securitymitarbeiter warfen einen Kunden, der grad
mit der Kreditkarte zahlen wollte aus dem Lokal. Muss man auch mal schaffen,
aus dem Mäci rausgschmissn zu werden. Respekt. Guter Mann. Grund unbekannt. Der
eine Securitymitarbeiter bekam dafür einen Strohhalm geschenkt.
Weiter zum Treffpunkt und ab zum Platz. Natürlich fehlten wieder mal zwei
Leute, aber das ist eh normal.
Kleine Platzrunde gemacht, viele bekannte Gesichter begrüsst und Bier
geholt. Dort gibt’s zwei Pfandbechervarianten, einmal der durchsichtige
(normale) um 1,- Pfand und dann der Bunte um 2 Euro. Der is stabiler und hat
das Logo drauf, daher bunt. Den andern müsst ma selber anmalen. Habs mir kurz
überlegt aber nein – die Vik is ja ein sympathischer Verein.
Zu Spielbeginn versammelte sich ein ziemlich großer Auswärtsmob (für die
dritte Liga wohlgemerkt) und begann gute Stimmung zu machen. Das Bier hat dabei
ein bisserl geholfen, wie ich meine. Die Akteure am Platz haben sich bemüht, viel
Kampf, drei wie immer unbegabte Schiedsrichter und nasskaltes Wetter. Also
alles perfekt.
Dann kam die 34. Minute und der FAVAC ging mit 1-0 in Führung, Toprak
Galitekin erzielte das Tor. Wie ist sein Geheimnis. Also mit einer Führung in
die Pause. Alles klar. Nach Wiederanpfiff versuchte die Vik alles um zum
Ausgleich zu kommen, unser Goalie und das Quergebälk (wie die anwesenden Teutonen
sagen würden) hatten aber bis kurz vor Schluss etwas dagegen. In der 86. Minute
dann der Ausgleich, blöd für uns eigentlich verdient für die Vik. Es wurde dann
ein wenig hektisch, der Vik-Spieler mit der Nummer 16 nennen wir ihn Paul
Sahanek wollte dann ein bisserl provozieren und machte obszöne Gesten in
Richtung Publikum (das ruhig blieb), kassierte dafür die Gelbe Karte und vernudelte
den Einwurf. Mehr passierte nicht mehr also trennten wir uns mit 1-1.
Dann begann die Rückfahrt nach Deutsch-Westungarn. Mittels Schnellbahn (in
Wien gibts ka S-Bahn, merkts euch das endlich, Piefke) zum Hauptbahnhof und
dort auf den Zug gewartet. Der fiel vollkommen überraschend aus, man fragte
nach und bekam die Antwort: „Eine Stunde später geht eh noch einer“.
Gut. Die Leute bei der Information waren übrigens Bussi.
Ja was macht man am Bahnhof? Man haut sich eine Debreziner in die Figur und
spült die Sache mit ein paar Bier runter. Und genießt das Favoritner Straßentheater.
Das begann mit sechs Exekutivbeamten, die eine Bank suchten (weil dort wer
herumschreit) – is gegnüber, und danach in den Bahnhof gingen weil dort eine
Frau am Boden saß, Wasser verschüttete und Kringel damit malte. Eine Inselbegabung
wie ich meine. Weiter gings mit tanzenden Taxlern die glauben sie könnten
elegant tanzen – Merke: Wennst a Figur wia a Tonne hast ist das so elegant wie
ein Nilpferd beim Straßenpflastern. Also gar ned. Schlussendlich kam dann der
Zug und das am Bahnsteig rauchende Reinigungspersonal konnte beim Erfüllen
seines Arbeitspensums beobachtet werden.
Gegen Mitternacht war man dann endlich daheim und konnte sich ausruhen.
NUR DER FAVAC!
Samstag, 12. April 2025
Favoritner AC gegen SV Oberwart
Wenn der Bezirksvorsteher kommt und warum Humanic nicht daran schuld ist.
Freitag Fussball heisst Kennergasse Drei. Also der Favoritner Athletik Club
von 1910. Heute spielten wir gegen die SV Oberwart, jenen Verein, den die
Medien und der Buschfunk Ambitionen zum Aufstieg in die zweite Bundesliga
unterstellten. Ist falsch, aber darüber später mehr.
Zunächst genossen wir das gute Essen und die laue Luft, verbunden mit dem
Besuch des Bezirksvorstehers, Markus Franz. Ja echt. Der Humanic hat aber mit
dem Namen nichts zu tun, was vielleicht schad is, weil die immer gute Schuhe
verkauft haben. Jedenfalls war der Herr Bezirksvorsteher da und schaute sich
das Spiel an. Lustige Fotos inklusive und einer kleinen Plauderei mit uns. Wer
jetzt noch nicht weiß, was für Favoriten und damit Wien – wir sind ja der beste
Bezirk weit und breit wie man sich so erzählt – gut ist, dem ist nicht zu
helfen. Gut, der Herr Mahrer traut sich ja nicht über den Reumannplatz und der
andere Daueralimentierte muss am Freitag vermutlich in irgendeinem Keller Lieder
singen gehen. Egal.
Wir wollen aber jetzt vom Fussball sprechen. Die SV Oberwart ist auch einer
der alten burgenländischen Vereine, eine gute Adresse in der Vergangenheit und
auch jetzt nicht zwider. 1912 gegründet ist er älter als das Burgenland bei
Österreich ist, war schon einige Spielzeiten in der zweithöchsten Liga und ist
überhaupt recht erfolgreich im Bundesland. Nachdem der SC Eisenstadt aufgelöst
(mittlerweile neu gegründet) wurde ist er der älteste Verein im Burgenland.
Gut, gegen diesen Verein spielten wir halt heute.
Unterstützung dazu bekamen wir aus dem blauen, also richtigen München – ich
meine 1860 und nicht die AfD – sowie von den Freunden aus Bregenz, die vorher
ihr Pflichtspiel gegen die Vienna absolvierten.
Also Fussball am Freitag.
Der FAVAC konnte den Anfangsschwung der Oberwarter gut abfangen und begann
dann sein Spiel aufzuziehen. Einige gute Chancen ergaben sich, die leider nicht
genutzt werden konnten. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass ein Stürmer fehlt. Also
stand es zu Pause folgerichtig 0-0 und man machte die Honneurs für unsere
Gäste, sprich wir holten uns Bier und plauderten mit dem Herrn
Bezirksvorsteher. Der ist zum Glück kein vollkommener Antialkoholiker obwohl er
eigentlich einen Radler wollte. A Verbrechn wie a in Favoriten sagt. Gut. Er
wurde überzeugt, das richtige Getränk zu konsumieren. Brav.
Die zweite Halbzeit war ähnlich der ersten, viele Chancen aber kein Tor.
Phasenweise spielten wir die Oberwarter an die Wand und zogen ein Powerplay
auf. Leider war das Endergebnis ident mit dem Anfangsergebnis also 0-0.
Eigentlich schade, zwei vergebene Punkte.
Der Rest war plaudern, trinken und ja – ein typischer Abend auf dem
FAVAC-Platz.
NUR DER FAVAC!
Samstag, 5. April 2025
FC Traiskirchen gegen Favoritner AC
Eine Landpartie…..
….in die Eisenbahnvergangenheit. Oder auch Auswärtsfahrt nach Traiskirchen
genannt. Wie man halt will. Deshalb wird dieser Text eher eine Hommage an eine
der ältesten betriebenen Bahnstrecken werden, vermischt mit einem
Fussballbericht der besonderen Art.
Die Aspangbahn wurde am 30. November 1869 konzessioniert und am 2. Jänner
1870 in ihrer heutigen Strecke geplant. Ursprünglich eine Parallelbahn zum
Wiener Neustädter Kanal wurde sie schnell die eigentliche Lastenstrecke in das
niederösterreichische Industriegebiet bis nach Wiener Neustadt hinein. Von dort
gab es die Hauptstrecke, die nach Triest also in den Littoral führte. Damit konnte
man den wichtigsten Handelshafen der Monarchie mit den Industriebetrieben in
Österreich verbinden. Schlußendlich führte die Strecke von Wien Landstraße, dem
Hauptzollamt bis nach Wiener Neustadt. 1881 war der Aspangbahnhof sowie die
gesamte Strecke von 85,5 Kilometern fertig.
Also mit dieser Eisenbahn wollten wir fahren. Treffpunkt war der Wiener
Süd(Haupt)bahnhof von wo aus der alte, dieselbetriebene Zug immer noch abfährt.
Das berühmte „Dreckige Dutzend“ aus der Kennergasse war gutgelaunt und mit
ausreichend Bier versorgt. Daher war die Fahrt eine angenehme, die uns in eine
andere Zeit des Zugfahrens brachte. Die gesamte Strecke wird noch mechanisch
betrieben, alle Stellwerke mussten mit der Hand betrieben werden und auch die
Bahnhöfe waren zum Teil denkmalgeschützt. Das Pfiffigste waren die
Schrankenanlagen, die noch mit einer Glocke versehen waren. Wo in Österreich
kann man heute noch das BimmelBimmel bei Bahnübergängen hören?
Jedenfalls waren wir nach 33 Minuten im Knatterzug in Traiskirchen, wo noch
ein längerer technischer Halt eingelegt wurde um die Biervorräte zu reduzieren.
Man nutzte die Zeit um mit dem Fahrdienstleiter zu plaudern und erfuhr, dass
die Bahn auf ihrer gesamten Länge ab 2026/27 digitalisiert, die alten
Bahnhofsgebäude abgerissen und die Strecke von Wien aus geleitet werden soll.
Elektrifiziert soll sie auch noch werden und ein Verschubgleis verschwinden.
Wie die Lastenzüge dann reversiert werden weiß keiner. Nur das
Stellwerkhäuschen soll quasi als Museum bleiben.
Damit haben wir heute quasi fast schon die letzte Möglichkeit gehabt, im
Rahmen eines Fussballspiels mit diesem Relikt zu fahren. Am Platz angekommen,
der Fußmarsch über die Gleise hat sich gezogen *Grins* und wir mussten –
wie am Land üblich – Dutzende Menschen grüßen, die noch nicht wussten, dass man
das in Favoriten ned macht. Also ned ohne ein Feitl eingsteckt zu haben. Der
Gegenüber könnt ja was wollen. Egal. A bisserl
verwirrt hat uns aber, dass uns die in Traiskirchen trainierenden Admiramädels
allesamt Hallo gesagt haben. Gut. Immerhin, es gab Bier und so und deshalb war
die Verwirrung bald Geschichte.
Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen. Ein Tormann der sein
Nachmittagsschlaferl am Platz hielt, ein Elferschütze der es zweimal schaffte,
den Elfer (samt Wiederholung) zu versemmeln und eine ansonsten kämpferische
Mannschaft. Inklusive feiner Gesangsleistung des „Dreckigen Dutzends“ aus der
Kenner Road.
































