Donnerstag, 11. Juli 2024

Lustiges aus der Zeitung

 

Ich weiß nicht was an Hinrichtungen „aufregend“ sein soll – also ausser für den Delinquenten. Der 24jährige Franz Selzer jedenfalls bestritt bis zuletzt den Mord an dem Lehrer Krüger in Worms, als er in Mainz durch das Fallbeil hingerichtet wurde. Brand - Scharfrichter und Abdecker Sachsens (scharfrichter-sachsen.de)

Du musst schon a ziemliches Pech haben, wennst Anna Hauer heisst und von einem Taubstummen mit der Hacke erschlagen wirst.


Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 

Die Politker in Frankreich habens auch nicht leicht: nur weil du ein Gspusi mit einer Frau hast, kommt deren Mann kurz mal vorbei und erschiesst dich. Die Dorfbewohner finden das klasse und wählen deinen Mörder zum neuen Bürgermeister. True Story.


Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 

Also wenn du ernsthaft Abraham Eierweiß heisst bleibt dir eigentlich gar nichts anderes übrig, als mit deiner Dose Perlbohnen auf den deutschen Kronprinzen zu werfen. Ich mein, wie gehasst müssen die Eltern dieses Kind haben?


Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 

Einbrecher hatten es früher nicht leicht. Stellt Euch vor, ihr dippelt grad in eine Wohnung ein, also ihr klettert übers Fenster rein und beginnts, nach Wertsachen zu suchen. Auf einmal steht hinter Euch eine junge Frau, die euch zuerst mit einer Stricknadel sticht und dann eine mit dem Nachttopf über den Schädel zieht. Ihr, noch benommen wollt euch auf gut russisch übers Fenster verdünnisieren, die junge Dame hinterher und zack – 20 Meter tiefer liegts ihr dann tot am Pflaster. Tjo. Shit happens. Das Bild ist übrigens voll lustig.




Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 

Stellt Euch vor, ihr seid Zugführer, also Lokomotivführer und dampft mit eurer Lok so vor Euch her und auf einmal landet auf den Schienen ein Heißluftballon. Zack – überfahren. Glaubt ihr nicht? Ist im Juni 1910 tatsächlich passiert.


Quelle: ANNO

Mittwoch, 10. Juli 2024

Lustiges aus der Zeitung

 

Aufzugswart ist ein gfährlicher Job. Sieht man an dem Unfall, der im Juli 1914 an der damaligen Elisabethpromenade 45, heute Roßauer Lände 45 passiert ist. Da ölst du ganz unbefangen die Zahnräder des depperten Aufzugs, kommt der nicht mit Karacho runter und erdrückt dich. Die Feuerwehr hat dann die Bescherung weggräumt. Das Haus gibts übrigens heute noch, gleich neben der Station Friedensbrücke. Ob der hundige Lift immer noch derselbe ist, weiß man nicht. 




Quelle: ANNO, Google Earth

Zur Nawratil (Post vorher)

Ich hab den unten beschriebenen Artikel im Onlinearchiv der Nationalbibliothek gefunden (Illustrierte Kronenzeitung 1914) und dementsprechend amüsiert, dass so etwas einen riesigen Artikel hervorruft. Den Artikel findet ihr unter diesem Text. 

Nach der Eingabe von "Gaby Deslys" spuckte mir die Suchmaschine aber eine etwas andere, noch interessantere Geschichte aus, die im Austria Forum publiziert wurde. Hier der Link:

GABY DESLYS | Historisches von Graupp | Essays im Austria-Forum

Demnach war Gaby Deslys keineswegs die im Kronenzeitungsartikel benamste Hedy Nawratil sondern eine Französin aus Marseille namens Marie-Elisabeth Gabriele-Cair. Geboren 1881, verstorben 1910. Ja. 

Kronenzeitung halt!

Damals schon ein Schaß!



Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 

Hedy Nawratil ist eigentlich ein lustiger Name. Dahinter verbarg sich der Name einer in Europa nicht unbekannten Künstlerin und Artistin. Unter ihrem Künstlernamen „Gaby Deslys“ (zumindest wird er in dem Artikel so geschrieben) bezauberte sie nicht nur das Publikum, sondern wurde auch die Geliebte (Achtung: Halmaspielen) des letzten Königs von Portugal, Manuel II. Er war weitläufig mit Queen Victoria verwandt.  Bei einem Juwelier hat sie sich Schmuck um mehrere tausend Kronen gekauft und vergessen, den letzten Kauf in der Höhe von 900 Kronen zu bezahlen. Daher suchte man sie mittels Artikel in der Illustrierten Kronenzeitung. Und damit jeder weiß, wie das Fräulein Nawratil aussieht, auch gleich mal gezeichnet.


Quelle: ANNO

Lustiges aus der Zeitung

 Leutln, wenns in Berlin übernachtets, nicht träumen. Da könnt was passieren. 



Lustiges aus der Zeitung

 

Einen Selbstmordprozeß – es geht um die Verwechslung des Namens des Toten und damit verbunden die falsche Information an die Witwe als originellen Schadenersatzanspruch zu betiteln ist auch interessant. In Nagyszombat (Trnava) hat sich ein Mann mit Veronal vergiftet. So weit so schlecht. Der Hotelier hat den Namen des Mannes bald parat, leider war es der falsche, wie bei einer Identitätsfeststellung herauskam. Nun war die Frau natürlich noch besorgter, weil sie nicht wusste, wo ihr Mann war. Tatsächlich war er inkognito in Nagyszombat und arbeitete dort. Der Tote schließlich wurde vom Bruder identifiziert. Unklar bleibt, wie der Hotelier auf den falschen Namen gekommen ist.


Quelle: ANNO