Das Irrrste, das ich in den Zeitungen kurz vor Kriegsende gelesen habe war
die Zusammenkunft des „Olympischen Komitees für Österreich“ die sich mit der
Lustbarkeitssteuer sowie dem Bau eines Nationalstadions beschäftigten. Aber
gut, wenn der Vorsitzende Colloredo-Mannsdorf heisst weiß man welche Lackmarke
da im Spiel war.
Auch so eine irre Geschichte kommt (angeblich) aus London, wo zwei invalide Boxer – einem fehlte das linke, dem anderen das rechte Bein – gegeneinander boxten. Der mit dem intakten linken Bein hat gewonnen.
Und es wär ja ned Österreich gewesen, wenn man sich nicht noch im Krieg
darüber gestritten hätte, in welche Klasse die Vereine nach Wiederaufnahme des
Spielbetriebs eingereiht werden sollten.
Ein bedrückendes Bild veröffentlichten die Zeitungen im Herbst 1918,
nämlich die letzte Nationalmannschaft Österreichs vor dem Kriege. Vier Spieler
waren gefallen, von weiteren weiß man nur, dass sie in Gefangenschaft geraten
waren. Das Foto wurde anlässlich des Länderspiels gegen Ungarn veröffentlicht.
Ich kann nur vermuten warum, aber es scheint so, als ob damit bewiesen werden
sollte, dass mehr österreichische Fussballer an der Front stehen (und gefallen
sind) als ungarische Spieler. Die Monarchie zerbrach langsam in Einzelstaaten.
Zum Vergleich mit dem oberen Bild die Mannschaft von 1918, die am 6. Oktober mit 0-3 verlor (Tekusch ist nicht gleich Tekusch vom oberen Bild):
Auch bei den Mannschaftsaufstellungen erkennt man den von den Zeitungen angesprochenen Unterschied: Ungarn hatte fast alle seine Stars mit dabei, da die nicht an die Front abgegangen sind wie man damals so schön sagte. Soll aber keine Entschuldigung sein.











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