Sonntag, 28. Juni 2026

Fussball und Krieg

 

Schaut Euch das Gesicht von Franz Malek, Mitbegründer des WAF an. Gruselig. DAS macht der Krieg mit Menschen.

 


Die KuK Armee hatte im Ersten Weltkrieg lange auf den Einsatz von Giftgas verzichtet, da der alte Kaiser dies nicht wollte (wenigstens eine gscheite Idee). Auf die – gefälschte – Nachricht, dass die Italiener bei den Isonzoschlachten Giftgas einsetzen würden, genehmigte er dann doch den Einsatz von Gas. Am 29. Juni 1916 kam es zum ersten Mal in den Einsatz und verursachte unter den Italienern 8.000 Tote. Die Italiener, die bis dahin mangels Verfügbarkeit überhaupt kein Giftgas einsetzen, rächten sich. Beide Kriegsparteien veranstalteten danach das sogenannte „Buntschiessen“ (die Granaten hatten farblich unterschiedliche Halterungsringe), welches mit unterschiedlichen Arten von Gasmunition durchgeführt wurde. Warum ich das schreibe? Weil 1918 eine Zeitungsnotiz über einen Leichtathleten erschien, der eine Gasvergiftung erlitt.

 


In Bukarest fand 1917 – die Stadt war von KuK und deutschen Truppen erobert und besetzt worden – ein Fussballspiel Österreich-Ungarn gegen Deutschland statt. Es endete 4-1. Das wohl interessanteste dabei ist nicht der Spielort, sondern dass es wohl das einzige Spiel von „Österreich-Ungarn“ gegen ein anderes Land war. Normalerweise spielten die beiden Kronländer autonom gegen auswärtige Gegner.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen