Der WAF, Wiener Associations Fussball Klub, kurz WAF genannt (heute nach
vielen Fusionen WAF Brigittenau) war eine Abspaltung des WAC (Wiener Athletik Club),
welcher in der Urzeit des Fussballs einer der dominierenden Vereine war. Laut „Allgemeinen
Sportblatt“ traten am 24. Juni 1910 insgesamt sechzehn Spieler des WAC aus dem
Verein aus und gründeten den WAF. Zeitweise wurden sie auch „Wiener Athletiker“
genannt, dies wurde aus Verwechslungsgründen aber schon zwei Monate später
wieder zurückgenommen. Dieser Abspaltung vorangegangen ist ein Streit während
einer Deutschlandtournee, bei der einige Spieler mehr Mitspracherecht im Verein
verlangten. Als dies nicht gewährt wurde (warum auch?) verließen Spieler wie
Fischera, Andres, Kohn, die beiden Tekusch-Brüder und viele Spieler der zweiten
Mannschaft den Verein. Die neue Mannschaft suchte und fand einen Fussballplatz
in Hütteldorf. Er lag gegenüber dem Bahnhof und wurde am 24. März 1912 (einen
Monat vor Eröffnung der Pfarrwiese) in Betrieb genommen. Erster Gegner war
Rapid, das Spiel endete 1-1. Die zweite Partie des WAF auf ihrem neuen Platz
war gegen Bayern München, die Wiener gewannen (wenn ich das richtig gelesen
habe) mit 2-0.
Der WAF war Gründungsmitglied der ersten (österreichischen) Meisterschaft
und spielte dort bis 1924 erstklassig. Höhepunkte waren die Vizemeisterschaften
1913 und 1915 (verkürzte Kriegsmeisterschaft) und der Meistertitel 1914 sowie
der Cupsieg 1922. Nach dem Abstieg gelang es dem WAF nie wieder, ganz hinaufzukommen.
Daran änderten auch die Fusionen mit dem FC International (1926) und mit
Libertas Wien (1927) nichts. Nach dem Krieg gab es weitere Fusionen, der WAF
spielt seit 1981 in der „WAF Gruabn“ in der Brigittenau (der alte Platz von
Ostmark). Nach dem Krieg war der WAF dritt- bzw. viertklassig. Letzter Höhepunkt
war der Gewinn des TOTO Cups 1989, welcher zum ersten Mal ausgetragen wurde. Aktuell
spielen sie in der Wiener Stadtliga und schlossen die Saison 2025/2026 auf Tabellenplatz
11.
Die vmtl. erste Mannschaft des WAF



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