Als einzige Ethnie neben den deutschsprachigen Untertanen der K.u.K. Monarchie waren die Ungarn innenpolitisch den Österreichern ebenbürtig. Sie hatten ihre Sprache als Amtssprache (neben Deutsch), ein eigenes Parlament und einen mächtigen Ministerpräsidenten. Vor dem 1. Weltkrieg war dies Graf Tisza, ein protestantischer Adliger, der phasenweise neben dem Kaiser der zweitmächtigste Mann der Monarchie war. Sein Zögern, den Serben den Krieg zu erklären (den er in dieser Form ablehnte) führte letztendlich zum Weltkrieg, den er eigentlich nicht wollte.
Mit dem Fussball in Ungarn wurde unwesentlich später als in Österreich begonnen, die ersten Wettspiele begannen dort im Jahre 1897 auf dem damals neuen Millenaris Sportfeld (heute liegt es gleich neben dem Nep, pardon Ferenc-Puskas-Stadion und ist immer noch im Betrieb), eine ungarische Meisterschaft nach englischem Vorbild gab es bereits seit 1901. Wie auch in Österreich nahmen dort nur Budapester Mannschaften teil. In der Provinz wie man so schön sagte, bildeten sich eigene Meisterschaften. Diese Mannschaften waren immer gern gesehene Gäste in Wien und umgekehrt die österreichischen Mannschaften. Gegen Vereine aus Raab (Györ), Steinamanger (Szombathely), Poszony (heute Bratislava) oder Ödenburg (Sopron) wurden unzählige Freundschaftswettspiele bestritten. Hier einige dieser Mannschaften:







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