Eine Reise, die ist lustig…..
…..eine Reise die ist schön, wenn wir alle in das Land der Burgen gehn!
Auswärtsfahrt nach Parndorf. Treffpunkt Südbahnhof (die heutige Jugend sagt Hauptbahnhof zu diesem Einkaufstempel mit Gleisanschluß). Am Sammelplatz – Capo Ultra hat die Fahrt organisiert (war dann aber nicht anwesend) – waren ein paar Jugendliche, die sich einen Spaß machten, einen Hund zu ärgern, was die anwesenden Trangler nicht amüsierte. Eigenartiger Beginn. Sollte aber noch lustiger kommen.
Ja nachdem wir dann die Fahrkarten erworben haben, uns mit Getränken und
Rauchwaren versorgten, bestiegen wir den GySEV Waggon und begannen lustig zu
plaudern. Dies mißfiel offenbar einer Dame, die – ich weiß nicht was – im
Waggon machen wollte. Folgerichtig kamen in Parndorf 8 Exekutivbeamte in den
Zug und hielten ihn auf. Wegen was, wissen wir heute noch nicht, weil es uns
niemand sagen konnte. Gut, vielleicht hatten sie Langeweile und wollten sich
die Schönheit des Interieurs des Zuges – es ist ja ein ungarischer und damit
anders ausgestattet – ansehen oder was weiß ich. Gut. Nach kurzem Halt stiegen
wir dann eine Station weiter aus und machten uns auf, beim Penny weitere
Getränke zu ordern. Karli-Bier kalt. Lecker. Zitrone.
Nach viertelstündigem Fussmarsch durch einen bautechnisch etwas tristen Ort
erreichten wir das Stadion. Der ursprüngliche Haupteingang war nicht offen und
so umrundeten wir das Heidebodenstadion und bewunderten das Spieltagsplakat,
ehe wir die Hütte betraten. Im Schatten des Silos – Servicepost für blauweisse
Städter: Das sind Zuckersilos (steht sogar oben) – erlebten wir einen schönen
Sonnenuntergang.
Gut, das Spiel begann (die Leute dort sind eigentlich nett) und Parndorf
versuchte sofort, Tore zu schiessen. Gelang ihnen allerdings nicht, dafür uns
um so besser. Zwei Schüsse, zwei Tore. Der FAVAC führt mit 2-0 beim
Tabellendritten und wir hatten Feierlaune. Hätten wir uns so nie gedacht aber
was weiß man als gelernter Favoritner schon. Unsere Burschen, der Kapitän war
Soppo, hielten gut dagegen, man merkte ihnen aber an, dass sie der große
Rasenplatz ein wenig anstrengte. Torschütze unserer Tore war übrigens Faris
Kavaz. Und es waren schöne Tore. Bis zur Halbzeit konnte Parndorf dann einen
Treffer erzielen, Halbzeit 1-2 aus Sicht der Hausherren.
In Halbzeit zwei gelang es uns lange, dem Druck der Hausherren
standzuhalten, was beiden Mannschaften übrigens durch das äußerst schlechte
Schiedsrichtertrio erschwert wurde (Gut wenn du Eder, Sungur und Oitzl heisst
hast im Leben viel Pech gehabt), doch nach einer Stunde glich Parndorf aus. Der
FAVAC wechselte, um eventuell noch einen Treffer erzielen zu können, das
klappte leider nicht. In der 80. Minute schoss Parndorf dann den nicht
unverdienten Führungs- und damit Siegtreffer, die anschließende Schlußoffensive
der Rotschwarzen wurde nicht belohnt. Eine tolle Partie unserer Burschen wurde
leider nicht belohnt. (Ich weiß Wortwiederholung aber mir ist nichts Besseres eingefallen, da ich schon alt bin. Irgend ein Junger hat vielleicht ein hipperes Wort dafür, das ich noch nicht gelernt habe). Aber wir können mit erhobenem Haupt zurück in den
schönsten Bezirk der Welt fahren. Der Tabellendritte hat sich mehr als nur
anstrengen müssen.
Ein Absatz noch zu den Heimischen: Mit den ULTRAS Parndorf gibt es dort
seit einigen Jahren eine aktive, junge Gruppe, die keine schlechte Stimmung
machte. Vor allem der Trommler könnte in jeder großen Kurve mitmachen – und das
mit (Verzeihung wenn ich falsch liege) so knapp 12 Jahren +/-. Respekt. Die
Lautstärke wird mit zunehmendem Alter auch größer, die Liedauswahl war aber
nicht ganz so übel. Weiter so Burschn. Das Feuerwerk samt Bengalen nach
Spielende war natürlich auch etwas Ungewöhnliches, wird doch in der RLO jeder
trockene Schaß bereits sanktioniert. Und das, obwohl so etwas auch zu einem
Fussballspiel gehört. Aber vielleicht haben die Verantwortlichen im Verband
seinerzeit von ihrer Mama ein Feuerverbot bekommen. „Messer, Schere, Feuer, Licht – sind für kleine Kinder nicht!“ Gut. War jedenfalls eine sehr nette
Angelegenheit. Zur Farbgebung: Der SC/ESV Parndorf ist eine Fusion zweier
Vereine, die Klubfarben waren violett-weiß und grün-weiß und man einigte sich
auf die Kombi Violett-weiss-grün, weil sie die Wappenfarben von Parndorf sind.
Eigentlich sehr fein.
Ja dann kam die Heimfahrt. Wir pilgerten wieder zurück, wobei einige Leute,
die Durst hatten die vorhandene Tankstelle beinhart verfehlten und so durstig
am Bahnsteig standen. Der Zug hatte die zu dieser Jahreszeit übliche Verspätung
von 23 Minuten (was uns entgegenkam, da der nächste erst eine Stunde später –
wenn überhaupt – ging) und so erreichten wir ihn ziemlich bequem. Drinnen
durften wir plaudern, die örtliche Exekutive schaute diesmal nicht vorbei und
so schaukelten wir in Richtung Reichs- und Residenzstadt. Ich stieg dann am
schönsten Bahnhof Niederösterreichs – Kledering – aus und die anderen ULTRAS
fuhren zum Süd- Verzeihung, Hauptbahnhof. Über etwaige Treffen mit besoffenen Ungarn
und Plündertouren breiten wir den Mantel des Schweigens, diejenigen, die dabei
waren wissen worum es geht.
Was mir zu sagen bleibt: Eine geniale Fahrt mit Kultcharakter und eine
Person, die mir noch den Fahrpreis schuldig ist.













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