Samstag, 4. April 2026

Historisches: Osmanisches Reich - Königreich Rumänien

 

Fundstück

 

Ein interessantes Fundstück aus dem weltweiten Netz habe ich hier:

 

Ein Fussballspiel zwischen dem Osmanischen Reich und dem Königreich Rumänien am 17. April 1914. In deutschsprachigen Medien, die allgemein verfügbar sind gibt es keinen Hinweis auf ein solches Spiel, daher war ich zunächst skeptisch. In den rumänischen Archiven wird ein solches Spiel aber vermerkt.

 


Das Spiel fand demnach in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul statt und endete mit einem 1-0 Sieg der Rumänen. In beiden Ländern wurde ja ab spätestens 1905 Fussball gespielt und so war es nicht allzu überraschend, dass es da auch ein Länderspiel gab. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges näherten sich die beiden Länder, die sich in den Balkankriegen gegenübergestanden sind wieder an, weshalb es logisch ist, dass damit eine Form der gegenseitigen Entspannung gefunden wurde.

 



In Rumänien gilt dieses Spiel als das erste Länderspiel des Königreiches Rumänien. Die rumänische Mannschaft reiste mit dem Dampfer „Romania“ von Constantia nach Konstantinopel. Das Spiel fand am „Union Club“ statt, einem historischen Fussballplatz, welcher ab 1908 auf der ehemaligen Priesterwiese (Papazin Cayiri) in Kadiköy situiert war. Dort fand auch das erste Derby zwischen Galatasaray und Fenerbahce Istanbul am 17. Jänner 1909 statt. Heute ist dieser Platz ein wichtiger Teil im Klubgeschehen von Fenerbahce. Er trägt heute den Namen Sücrü Saracoglu Stadi. Auch die ersten türkischen bzw. istanbuler Meisterschaften wurden dort ausgetragen. Glaubt man den zeitgenössischen Zeitungen sahen damals 4.000 Menschen dem Spiel zu.

 





Dazu ist zu sagen, dass in beiden Ländern etwa zeitgleich eine Meisterschaft ausgetragen wurde, im Osmanischen Reich ab 1904, in Rumänien ab 1909. Der erste rumänische Meister war Olympia FC. Diese Meisterschaften wurden bis 1921 im Pokalmodus ausgetragen. Auch dort waren die ersten Mannschaften von Ausländern gegründet worden, wie der 1904 gegründete FC Olympia, der von deutschen Arbeitern ins Leben gerufen wurde. United Ploesti wurde von Briten und Holländern im Jahre 1909 gegründet. Ab 1921 gab es eine landesweite Meisterschaft, die um die von Österreich-Ungarn gewonnene Gebiete erweitert wurde. 1932 wurde die Meisterschaft dann professionalisiert. Durch die Gebietsgewinne (und vorübergehende Verluste wärend des Zweiten Weltkrieges) kam es auch, dass der Oradea FC, gegründet als Nagyvaradi AC 1910 sowohl 1948 rumänischer als auch 1944 ungarischer Meister wurde.

 


In Konstantinopel fand die erste Meisterschaft 1904 statt, der erste Meister war HMS Imogene FC. Die Mannschaft setzte sich aus Seeleuten des Schiffes HMS Imogene zusammen und verblieb bis 1909 in der Istanbul Liga. Gegründet wurde diese Liga von den Herrn James Lafontaine und Henry Pears. In den ersten beiden Jahren spielten nur „ausländische“ Mannschaften mit, ehe der eigentliche Vorläufer von Galatasaray 1905/1906 daran teilnahm. Der Name bedeutet übrigens „Herren von Galata“. Damit war die Universität gemeint. Ali Sami Yen war einer der Gründer und der erste Präsident von Galatasaray. Die offizielle Registrierung erfolgte 1912, da es davor keine Registrierungspflicht bzw. Möglichkeit gab. Daher sind viele Daten aus dieser Zeit jene, die sich die Vereine selber gaben. Diese erste istanbuler Liga wurde während der Balkankriege 1912/13 unterbrochen. Dabei lösten sich fast alle „ausländischen“ Vereine wie Imogen FC, Cady Keuy FC oder der FC Moda auf. Bis 1951 gab es diese Liga, obwohl es seit 1924 eine türkische Meisterschaft gab. 1959 wurde dann die Süper Lig gegründet.

 


 Ältestes Foto von Galatasaray: 


Imperiul Otoman - Regatul României 0-1 (17 aprilie 1914)

 

Fotografii istorice: Primul meci al României, la Istanbul, acum 112 ani » Victorie cu Imperiul Otoman, la 36 de ani după Războiul de Independență - Imaginea 17

 

Povestea ineditului meci de fotbal din 1914 dintre Imperiul Otoman şi Regatul României | adevarul.ro

 

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İstanbul Futbol Ligi – Wikipedia

 

Liga 1 (Rumänien) – Wikipedia


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