Samstag, 31. Januar 2026

Slovan HAC - Favoritner AC Testspiel

 


Der erste Auswärtstest findet in Wien statt und zwar in der Steinbruchstraße bei der Slovan HAC. Also das Binkerl gepackt, in die Schucherl geschlüpft und per Untergrundbahn zum Spiel gefahren. Nachdem sich so gut wie keiner der üblichen Verdächtigen positiv geäußert hat dachte ich schon daran, mein Soloprogramm auszuprobieren, aber:

 

Es kam anders.

 


Ein gutes Dutzend FAVACler waren dann am Platz und komplettierten ein wunderbares Fussballspiel, welches torreich mit 6-3 für den FAVAC ausging. Danke an den Obmann für das spendierte Bier. Äusserst anständig. 

 




NUR DER FAVAC!

Mittwoch, 28. Januar 2026

Was darf Satire?

 

Satireprojekt ÖFB

 

Da gibt es einen ehemaligen Vizekanzler aus der Pröll-Dynastie. Der war in der Politik nicht sehr erfolgreich und bekam dafür den Posten des ÖFB Chefs. Nein, er ist nicht der Präsident sondern der Aufsichtsratsvorsitzende des ÖFB. Und der haut dann folgenden Schenkelklopfer raus: 

Montag, 26. Januar 2026

Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 



USD Palmese

 

Im Jahre 1914 beschlossen einige fussballbegeisterte Männer, in Palma Campania einen Verein zu gründen. Der Ort hat mit seinen rund 14.500 Einwohnern eine lange Geschichte, von der auch die aus dem 9. Jahrhundert stammende Kirche von San Martino Zeugnis ablegt. Der Verein hat eine lange wechselvolle Geschichte. Im Wappen steht demzufolge auch zurecht das Wahrzeichen der Stadt, das Schloß Palma Campania als dessen Symbol. Die Gründung des Vereines war auch so ein Kraftakt: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde bereits in der Gegend von Palma Campania Fussball gespielt. Es handelt sich dabei um wilde Vereine, die aus der Umgebung stammen und Nachbarschaftsspiele veranstalteten. Um 1910 raffte man sich auf, einen Verein zu gründen, der auch an der nationalen Meisterschaft mitspielen sollte. Da sich die Verantwortlichen allerdings nicht einigen konnten blieb es vorerst bei diesem Versuch. 1914 gab es den nächsten Anlauf und diesmal klappte es. Der ASC Palmese erblickte das Licht der Welt.

 

Trotzdem wurden vor allem Freundschaftsspiele ausgetragen, da die großen Vereine, die in der ersten Liga spielten allesamt im Norden waren und dazu die Beeinträchtigungen durch den Kriegseintritt Italiens 1915 noch größer wurden. So dauerte es bis 1924, ehe Palmese in die regionale Meisterschaft eintreten konnte. Im Jahre 1929 gab es dann sogar Spiele gegen Milan, die damals in Napoli antraten. Als US Palmese wurden sie in die dritte Klasse Campania eingereiht, wo sie bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges spielten.

 

Zwischen 1940 und 1956 war der Verein relativ inaktiv, erst dann konnten sie wieder am Ligabetrieb teilnehmen und konnten im Jahre 1970 in die Serie D aufrücken. 1978 stiegen sie in die Serie C2 auf. Das war auch das Ende des Erfolgslaufes, da der Verein in der Liga nicht mithalten konnte. Sie wurden in die Interregio durchgereicht und kämpften sich mühsam wieder nach oben. 2001 erreichten sie schließlich erneut die Serie C2 wo sie sich drei Jahre lang halten konnten. Es erfolgte der erneute Absturz und der Kampf um die Rückkehr. Aktuell spielt der USD Palmese in der Serie D – Girone G.  












Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 


CSM Resita

 

Es war der 6. Mai 1926 als in einer kleinen Stadt im Banat ein Verein gegründet wurde: CSM Resita. Spieler und Funktionäre zweier Stadtvereine, nämlich Clubul Sportiv und Societatea Sportivă Muncitorească entschlossen sich, sich zusammenzutun und einen größeren Verein zu gründen, eben CSM Resita. Die „Rotschwarzen aus dem Banat“ waren auf der Fussballbühne erschienen. Und wie auch noch: bereits fünf Jahre nach ihrer Gründung gewann der Verein die rumänische Meisterschaft. Zunächst schlugen sie im Staffelfinale (West) den Societatea Gimnastika Sibiu und im Endspiel dann den großen Favoriten Venus Bukarest. Zwischen 1919 und 1940 gewannen die Bukarester insgesamt 7 Meisterschaften. Nur eben nicht 1931.

 

Es sollte aber seine einzige bleiben. Der Verein aus einem Industriestädtchen konnte in den Folgejahren und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr ganz an die Erfolge der Zwischenkriegszeit (auch Rumänien nahm 1916 bis 1918 am Ersten Weltkrieg teil und bekam dafür einen großen Teil des Königreiches Ungarn zugesprochen) anknüpfen. Das war einerseits dem Verbot von professionellen Fussballvereinen geschuldet andererseits daran, dass das neue kommunistische Regime daran ging, die vielen Vereine zwangszufusionieren oder aufzulösen. So musste sich die CSM nach dem Krieg mit einem kleinen Verein namens Lokomotiva fusionieren und spielte eine Zeit lang unter dem Titel Otelul (Stahl) Resita. Anfang 1950 wurde der Name in Metalul Resita geändert. 

 

Unter diesem Namen gewann der Underdog aus dem Banat überraschenderweise den rumänischen Cup im Jahre 1954 gegen den großen Favoriten Dinamo Bukarest. Erstaunlich daran war, dass es das erste Mal in der rumänischen Fussballgeschichte war, dass ein Verein aus der Diviza B, also der zweiten Liga diese Trophäe errang. Nicht unbedingt zur Freude der kommunistischen Bonzen, von denen jeder seine Finger in dem einen oder anderen großen Verein stecken hatte.

 

Das wirkte sich in der Folgezeit auch negativ auf und Resita pendelte zwischen zweiter und dritter Liga herum. Eine Fahrstuhlmannschaft wie man so schön sagte. Nach dem Fall des Kommunismus, der in Rumänien blutig verlief und in der Hinrichtung des Diktators in Targoviste gipfelte geriet der Verein in finanzielle Schieflage. Deswegen wurde er unter dem Namen CSM Resita 2005 zum Farmteam von Universitatea Craiova.

 


Die freigewordene Lizenz wurde um 80.000 Euro an den kleinen Verein Tricotaje Ineu (lustigerweise gibt es jetzt wieder einen Verein dieses Namens) verkauft, der sich dann in FCM Resita umbenannte. Gefördert von der Kommune und Geschäftsleuten sowie der ortsansässigen Universität spielt er jetzt unter dem Namen CSM Scolar Resita. Das Scolar verlor der Verein irgendwann mal auf seiner Reise durch die unteren Ligen. Die Spielstätte ist nach wie vor das 1920 eröffnete Stadion Mircea Chivu mit seiner aussergewöhnlichen Gegentribüne. 12.500 Zuschauer passen aktuell dort rein.

 


Der wohl bekannteste Spieler Resitas ist Dorinel Munteanu, der älteren Fussballfans noch aus seiner Zeit beim Cercle Brügge, 1. FC Köln und VfL Wolfsburg in Erinnerung sein wird. 












Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 


SCC Mohammedia

 

Dieser Beitrag führt uns nach Marokko, jenem Land, in dem der letzte Afrika-Cup ausgetragen wurde bei dem der Gastgeber gegen Senegal im Finale unterlag. Dieses Finale wird wohl noch lange in der Erinnerung der Leute sein, sei es durch den Abgang der Gäste samt Randalen der Fans nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff – der Elfer wurde dann aber sowas von versemmelt – oder die lustige Jagd der marokkanischen Ersatzspieler nach dem Handtuch des senegalesischen Keepers. Marokko.

 

Mohammedia liegt an der Atlantikküste in der Provinz Casablanca (Ich schau dir in die Augen Kleines) und hat rund 200.000 Einwohner. Einige dieser Bewohner gründeten 1948 einen Fussballverein, den sie Chabab Mohammedia nannten. Die Klubfarben wurden Rot und Schwarz. Der (heutige) SCC hatte seine beste Zeit in den 70ern und 80er Jahren, gewann 1980 die marokkanische Meisterschaft und zuvor 1972 und 1975 den marokkanischen Cup. Dazu kommen noch zwei Supercupsiege nämlich 1975 und 1980. 1973 gewannen sie den nordafrikanischen Cup der Cupsieger wie man hierzulande so schön sagt.

 

Diese großen Zeiten sind jedoch vorbei, jetzt spielen sie aktuell in der zweiten marokkanischen Liga.

 

Vor Gründung des Vereines gab es im damals französisch besetzten Marokko in Mohammediya einen Vorgängerverein, nämlich den Fedala Sport Verein. Er löste sich 1956 allerdings auf, nachdem die Franzosen Marokko verlassen hatten. Oder mussten, das kommt immer auf die Betrachtungsweise an.

 


Gespielt wird in dem 1954 eröffneten El Bachir Stadion mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Zuschauern. Benannt ist es nach dem wohl bekanntesten und besten Mohammediyaspieler, Abdessalam Bachir. Das Stadion teilen sie mit dem 1946 gegründeten Union de Mohammediya, die aber aktuell in der Amateurklasse herumdümpeln und deswegen auch oft auf andere Stadien wie dem Alia Stadion ausweichen.  













Sonntag, 25. Januar 2026

Aus der Serie: Rotschwarze Vereine international

 

Pecsi MFC

 


Der Pecsi MSC (wie der heutige Name ist) wurde 1950 als Pecsi Dosza, benannt nach dem ungarischen Bauernführer mit den Klubfarben violett und weiß gegründet. Bis 1973 hatten sie diesen Namen, ehe am 16. Februar 1973 durch eine Fusion von fünf Pecser Vereine der „Pecsi Munkas FC“ oder kurz PMFC mit den Klubfarben rot und schwarz entstand. Einer dieser Vorgängervereine war Pecsi Banyas, der 1922 gegründet wurde. Dieser Bergwerkverein konnte in seiner ganzen Zeit allerdings nur wenige Erfolge feiern. Ein weiterer war „Pecsi Epitök“ der Verein der Handwerker, daneben noch „Pecsi Helyiipari SK“, der Verein der kleinen Industriebetriebe und schließlich noch „Peci Ercbanyasz SC“, der Verein der Uranerzarbeiter.

 

Gespielt wird im Ujmecsekalja Stadion mit einer Kapazität von 7.000 Zusehern. Übersetzen kann man das Stadion in etwa mit „Stadion am Neuen Schüsselgrund“. Eine ältere Fangruppe gab sich diesen Namen, sie lösten sich aber nach dem Verlust des Transparentes vor einigen Jahren auf. Im Volksmund wird der Verein – trotz vieler Umbenennungen – immer als Pecsi Munkas, also Arbeiterverein Pecs genannt.

 

Große Rivalität herrscht zwischen Pecsi MSC und Komloi Banyasz, einer nahe Pecs gelegenen Bergarbeiterstadt, auch mit den Grünweissen von Kaposvari Rakoczi und dem Szentlörinc SC gibt es keine Freundschaft. Pecsi MSC spielt derzeit in der zweiten ungarischen Liga. Der größte Erfolg war der Gewinn des ungarischen Cups im Jahre 1990, wo mit 2-0 gegen Honved Budapest im Tatabanyaer Bergwerkstadion der Cup geholt werden konnte. Im darauffolgenden Cup der Cupsieger wurde ihnen Manchester United zugelost, Pecsi MSC verlor auswärts mit 0-2 und daheim mit 0-1. Der ungarische Nationalspieler Pal Dardai kam aus Pecs. Er war von 2015 bis 2024 (mit Unterbrechungen) auch Trainer von Hertha BSC. Davor spielte er bis 2012 bei der Hertha.