Samstag, 7. September 2024

The Sound of Music

 


Ritter von Trapp

Die Volksoper führt heuer das Musical „Sound of Music“ auf, jene Geschichte der Trapp-Familie, die singend und musizierend durch die USA zogen. Doch wer war Ritter von Trapp? Ein Philantrop? Ein Künstler? Mitnichten.

Er war ein Monarchist, Marineoffizier und mit der Tochter eines der damals schillerndsten Waffenproduzenten in erster Ehe verheiratet: Whitehead.

Georg Ludwig Ritter von Trapp wurde 1880 in Zadar geboren und ging zur Marine. Schnell machte er Karriere und diente auf dem Panzerkreuzer „Maria Theresia“ im chinesischen Boxeraufstand.

Er heiratete anschließend Agathe Whitehead, die Tochter des Torpedoherstellers Whitehead. Quasi jeder Torpedo des Ersten- und viele Torpedos des Zweiten Weltkrieges basierte auf diesem System, viele davon kamen auch direkt aus den Fabriken Whiteheads. Eine davon stand im KuK Kriegshafen Pola.

Zu Beginn des Weltkrieges Kommandant eines Torpedobootes wechselte er 1915 zur U-Boot-Waffe und erhielt das Kommando von SMU 5. Es sollte eines der erfolgreichsten U-Boote der KuK Marine werden. Ritter von Trapp versenkte den französischen Panzerkreuzer „Leon Gambetta“ und das italienische U-Boot Nereide. Insgesamt kamen dabei 698 Seeleute ums Leben. Er wechselte dann auf das erbeutete französische U-Boot „Curie“, ehe er Anfang 1918 als Korvettenkapitän Leiter der U-Boot Station Cattaro (Kotor) wurde.

Nach dem Krieg zog er zunächst nach Salzburg, dann nach Wien und arbeitete im Reedereigeschäft, bis er 1935 bankrottging. Daraufhin gründete er einen Familienchor, mit dem er erfolgreich war. Als die Nazis 1938 einmarschierten, wurde ihm ein Posten in der neuen Deutschen Kriegsmarine angeboten, die er ablehnte. Er nutzte eine Reise nach Italien, um in die USA auszureisen, wo er den Zweiten Weltkrieg verbrachte. Ein Mythos ist geboren. Trapp starb 1947 in Boston.

Favoritner AC versus Traiskirchen

„Ohne Tercek seid ihr gar nichts wert“

Das Spiel gegen Traiskirchen kann mit Fug und Recht als beste Partie dieser noch jungen Saison bezeichnet werden. Die Burschen hatten den Gegner, vor dieser Partie immerhin Tabellendritter mit 10 Punkten bis auf die ersten fünf Minuten vollkommen im Griff, kommen zu guten Chancen und machen kurz vor der Pause das verdiente 1-0. Die anwesendn Fans jubelten und hofften auf mehr. Und es kam auch mehr: nach der Pause dasselbe Bild, der FAVAC erspielte sich seine Chancen und schoss in der 58. Minute nach einem vorbildlichen Angriff – Pass in die Spitze – das 2-0. Traiskirchen konnte oder wollte nicht mehr antworten, dem Schiri wurde es gegen Spielende dann langweilig und er brachte sich bei einer Auswechslung des FAVAC in (schlechte) Erinnerung, weil er Trainer Kadir, der den eigenen Spieler nach der Auswechslung in die Kabine schicken wollte, die Rote Karte zeigte – lieber Verband, warum bildet ihr die Leute nicht gut aus, wir müssen sie schließlich bezahlen – doch nach 94 Minuten war die Sache dann in trockenen Tüchern und die Party konnte beginnen. Grüsse gehen an die Reisegruppe Giesing und die Jungs und Mädels aus Blackpool.

NUR DER FAVAC!






Samstag, 24. August 2024

Favoritner AC versus ASV Siegendorf

 

Den ersten Punkt eingefahren

Es ist vollbracht! Der Favoritner AC hat nach tollem, aufopferungsvollem Spiel gegen das Geburtstagskind aus Siegendorf – Happy Birthday ASV – verdientermaßen den ersten Punkt geholt. Die Burgenländer waren ein starker, fairer Gegner, der unseren Burschen alles abverlangt hat. Störend bei diesem Spiel war nur der Schiedsrichter, der seine Lizenz irgendwo nur nicht beim Fussball erhalten hat, manchmal hatte man das Gefühl, er wäre vom Tennis gekommen – egal. Die Rotschwarzen hatten in der ersten Halbzeit einige gute Chancen, eine „Hundertprozentige“ wurde vor dem leeren Tor verstolpert, bis dann doch das 1-0 in der 45. Minute fiel. Siegendorf schlug postwendend zurück, aus – aus meiner Sicht – abseitsverdächtiger Position glichen sie aus. Mit 1-1 ging es in die Pause und auch nachher ging es munter weiter, der FAVAC war deutlich stärker, konnte jedoch aus seinen Chancen nichts weiter machen. Egal. Wir haben gepunktet. Danke Burschen, Danke Rojgar, es hat uns sehr gefreut.

NUR DER FAVAC!

P.S.: Siegendorf brachte doppelt so viele Fans nach Wien als RBS nach Lublin. Top!








Die Buchhändler empfehlen


Ada Christen

Christiane von Breden, Kurzname Ada Christen wurde am 6. März 1839 in Wien geboren. Als Schriftstellerin setzte sie sich mit den Lebensumständen der damaligen Zeit auseinander. Beeinflusst war sie von ihrem Vater, der in der bürgerlichen Revolution von 1848 aktiv war und deswegen zu einer langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde und daran starb. Ihre Karriere begann sie als Schauspielerin in einem Wandertheater, ehe sie 1868 ihr erstes Buch, den Gedichtband „Lieder der Verlorenen“ veröffentlichte. Dieses Buch wurde ein Verkaufserfolg, da er die Lebensweise des gehobenen Bürgertums anprangerte. Sie schrieb dutzende Romane, Briefe und Gedichte.

Erstausgaben (chronologisch)

·        Ein ehrlicher Mann (Singspiel in einem Akt). Musik von Christian Seidel. Bloch, Berlin 1860, 21 S.

·        Drei Soldaten (Genrebild mit Gesang in einem Akt). Frei nach dem Franz. von Ada Christen. Bloch, Berlin 1861, 42 S.

·        Die Häuslerin (Volksstück) 1867

·        Lieder einer Verlorenen (Gedichte) Hoffmann und Campe, Hamburg 1868, VII, 85 S. (Online-Ressource)

·        Ella (Roman) 1869 (NDB 3,1957)

·        Aus der Asche (Neue Gedichte) Hoffmann und Campe, Hamburg 1870 (NDB 3,1957) (Online-Ressource http://gateway-bayern.de/BV020370290)

·        Faustina (Drama in fünf Akten). Jakob Dirnböcks (Georg Brandt), Wien 1871, 123 S. (NDB 3,1957)

·        Schatten (Gedichte) Hoffmann und Campe, Hamburg 1872

·        Vom Wege (Skizzen) Hoffmann und Campe, Hamburg 1874 (NDB 3,1957)

·        Aus dem Leben. (Skizzen) Ernst Julius Günther Nachf., Leipzig 1876 (NDB 3,1957) (Inhalt u. a.: Käthes FederhutRahel) (Online-Ressource http://gateway-bayern.de/BV001167129)

·        Aus der Tiefe (Gedichte) Hoffmann und Campe, Hamburg 1878 (NDB 3,1957)

·        Unsere Nachbarn (Skizzen) Heinrich Minden, Dresden 1884 (NDB 3,1957) (Inhalt u. a.: Der einsame SpatzNachbar KrippelmacherAls er heimkehrte)

·        Als sie starb (Novelle) 1888

·        Jungfer Mutter. Eine Wiener Vorstadtgeschichte. (Roman) Heinrich Minden, Dresden 1892 (NDB 3,1957) (Digital http://www.zeno.org/nid/20004654838)

·        Wiener Leut (Volksstück) 1893 (Uraufgeführt am 1. Februar 1894 am Dt. Volkstheater Wien)

·        Wie Lottchen nähen lernte. (Erzählung) 1897 (NDB 3,1957)

·        Der Kanarienvogel (Erzählung) 1897 (NDB 3,1957)

·        Das Nelkenbeet (Erzählung) 1897 (NDB 3,1957)

·        Hypnotisiert (Lustspiel) 1898 (NDB 3,1957)

·        Fräulein Pascha (Lustspiel) 1899 (NDB 3,1957)

·        Evchens letzte Puppe (Erzählung) 1901 (NDB 3,1957)

·        Auf dem Eisbrecher (Erzählung) 1901 (NDB 3,1957)

·        Ernas Traum (Erzählung) 1902 (NDB 3,1957)

Vorbericht Siegendorf

Heute empfängt der Favoritner Athletik Club von 1910 den Aufsteiger aus der Burgenlandliga, den ASV Siegendorf. Dessen Wurzeln, die Abkürzung steht für „Arbeitersportverein“, liegen im Jahr 1927, als junge Arbeiter sich dem Fussballsport widmeten. Die offizielle Gründung erfolgte dann am 24. August 1930. Bis zum Zweiten Weltkrieg, genauer 1940 spielte Siegendort abwechselnd in burgenländischen und niederösterreichischen Ligen mit, ehe der Spielbetrieb ruhend gestellt werden musste.

Funfact: 1938 verpasste Siegendorf im Entscheidungsspiel gegen Moosbrunn den niederösterreichischen Meistertitel!

Gründungsfoto 1930

Nach dem Krieg und der Aufhebung des Sportverbotes seitens der Roten Armee konnte Siegendorf weitermachen, 1949/50 wurde er erstmals burgenländischer Meister. Den Sprung in den Profifussball, sprich in die Staatsliga verpasste man in zwei Relegationsspielen gegen den „Eisenbahnersportverein Austria Graz (ESV Austria Graz)“ und den „Wiener Neustädter Sport Club“ ganz knapp. Dies gelang dann aber 1953/54: Aufstieg in die Staatsliga B. Bis zur Auflösung der Staatsliga B im Jahr 1959 verblieb Siegendorf dort, nahm auch am 1959 wiedergegründeten ÖFB-Cup teil, scheiterte in der zweiten Runde am „Arbeitersportklub Köflach (ASK Köflach)“. Bis 1970 hielt man sich in der Regionalliga (damals nach Auflösung der Staatsliga B die zweithöchste Spielklasse), ehe man in die Burgenlandliga absteigen musste.


Sportplatz 1950

Es gelang zwar der direkte Wiederaufstieg, der Abstieg folgte jedoch postwendend. Wieder stieg Siegendorf postwendend auf, verblieb bis zur Gründung der österreichischen Bundesliga 1974 zweitklassig, danach bis 1977 drittklassig. Es folgte ein rasanter Absturz des Traditionsvereines bis in die 6. Klasse, aus der man aber 1988 wieder aufstieg. Es folgte ein Auf- und Ab zwischer 5. Und 6. Liga, das 2016 beendet wurde. Aufstieg in die Burgenlandliga. Bis 2022 war man viertklassig, dann folgte der Aufstieg in die Regionalliga Ost, aus der man gleich wieder abstieg, um postwendend wieder aufzusteigen. Eine alte Siegendorfer Tradition.

Heute werden wir uns mit diesem interessanten Verein messen.

Drei Punkte sind wie immer drinnen.

NUR DER FAVAC!


Quellen: Chronik 1930-1960 - ASV Siegendorf - Vereinshomepage (asv-siegendorf.at) 

Sonntag, 11. August 2024

Favoritner AC versus FC Mauerwürg

 

Ein Satz mit „X“. Damit ist das Spiel gegen den FC Mauerwürg auch schon beschrieben. Eines möchte ich noch in die Runde werfen: Wo waren denn all die tollen FAVAC-Fans? Haben die alle ihre Goodies vom Taylor-Swift-Konzert konsumiert? Oder waren sie bei Union Mauer – Grüße gehen natürlich dorthin. Wir freuen uns schon, wieder bei Euch zu sein.

NUR DER FAVAC!










Samstag, 10. August 2024

Sicherheitsbedenken

 

Sehr geehrter Herr @Karl Nehammer,

Sehr geehrte Frau @Johanna Mickl-Leitner,

Sehr geehrter Herr @Gerhard Karner

 

Der geplante Anschlag auf das Konzert von Taylor Swift ist nun schon der zweite derartige Vorfall, der in Niederösterreich seinen Ausgang hat. Wie schon der Attentäter vom November 2020 ist auch dieser Attentäter (den man zum Glück und durch die Information von US-Nachrichtendiensten rechtzeitig gestoppt hat) aus dem größten österreichischen Bundesland gekommen. Ich stelle mir daher die Frage, ob dieses Bundesland ein erhöhtes Gefährdungspotential für die Republik und deren Bewohner im Allgemeinen und Wien im Speziellen ausübt. Denn es ist schon eigenartig, dass ausgerechnet Wien immer wieder von diesen niederösterreichischen Attentätern als Ziel ausgewählt wird. Daher meine Fragen:

Gibt es Pläne zu einer Deradikalisierung extremistischer Niederösterreicher gegenüber Wien?

Wie viele radikale Niederösterreicher gibt es, die Anschläge in Wien planen?

Was gedenken Sie, Frau Landeshauptfrau bzw. ihr Stellvertreter diesbezüglich zu unternehmen?

Wie effektiv sind die (nieder)österreichischen Sicherheitsbehörden in solchen Fällen?

Warum hat unser Staatsschutz diese Bedrohung erst nach Mitteilung von US-Geheimdiensten erkannt?

 Kann man als Wiener sicher sein, von keinem radikalen Niederösterreicher bedroht zu werden?

Wie soll man als Wiener reagieren, wenn ein radikaler Niederösterreicher vor einem steht?

 

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich den Auftritt der Sicherheitsbehörden sowie der politisch Verantwortlichen ziemlich dürftig finde. Das subjektive Sicherheitsbedürfnis der Wiener wird dadurch nicht erhöht. Welche Folgen das haben wird, wird die Zukunft zeigen. Mehr als zwei Jahrzehnte ÖVP bzw. FPÖ geführtes Innenressort haben dieser Republik und den Einwohnern Wiens nicht wirklich geholfen. Im Gegenteil, es verstärkt das Gefühl, im Stich gelassen zu werden. Es macht einem unmöglich, dieser niederösterreichischen Regierung zu vertrauen. Man bewegt sich einfach mit mulmigen Gefühl durch Niederösterreich. Wenn nicht einmal der 1. Nationalratspräsident ausreichend davor geschützt wird, dass vor seiner Haustüre fäkaliert wird ist dies eine Bankrotterklärung des (nieder)österreichischen Sicherheitsapparates. Da muss dringend etwas verbessert werden. Die Frage ist wann und wie?

 

Ich erwarte ihre geschätzte Antwort

 

Ein Favoritner






Die älteste Favoritnerin - Wir Gratulieren !


 

Favoriten, Oida!