Ein besonderer Sieg für den FAVAC: der medial in die Schlagzeilen gekommene Verein im 17. Bezirk - laut Staatsanwaltschaft Graz sollen Spieler der Post in den letzten beiden Saisonen sage und schreibe vier Partien verschoben haben - war unser heutiger Gegner. Und er wurde mit 2-0 geschlagen, wobei ein Elfer verschenkt und ein weiteres reguläres Tor aberkannt wurde. Aber trotzdem: Mir ham gwunna. FAVAC !
Samstag, 17. September 2022
Freitag, 16. September 2022
Dienstag, 13. September 2022
Samstag, 3. September 2022
Derbysieg
Derbysieg bei Wienerberg: auch das zweite Favoritner Derby geht an die Burschen aus der Kennergasse. Mit 3-1 gewinnen die Rotschwarzen das Spiel und übernehmen vorläufig die Tabellenspitze.
Montag, 29. August 2022
Das nächste Spiel
Am Samstag kommt es zum zweiten Bezirksderby der noch jungen Stadtligasaison: Wir dürfen zu den Ziaglbehm am Wienerberg. Der FAVAC gibt sich die Ehre, auch diesen Verein hoffentlich deutlich in die Schranken zu weisen. Die Wienerberg ist mit zwei Unentschieden und einer Niederlage in die Saison gestartet und hält derzeit Platz 14 mit nur zwei Punkten. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei einem Derby immer alles möglich ist. Vor allem auf dem großen Rasenplatz, der mit 100 x 70 Metern zu den grössten in der Liga gehört. Trotzdem haben wir natürlich die Qualität, auch dort aufzutrumpfen.
Im Anschluss noch ein kleiner Abriss des nächsten Gegners:
1921 – der Erste Weltkrieg war zu Ende, die Soldaten waren wieder
zurückgekehrt und hatten ihre Arbeitsstellen in den Ziegelwerken wieder
eingenommen, hatten einige Männer die Idee, zwecks der Eindämmung damals grassierenden
Alkoholsucht vieler Ziegelarbeiter einen Fussvallverein ins Leben zu rufen. Im
Herbst 1921 (lt. Vereinsangaben am 29. Juli) gründeten sie in einem Gasthaus –
die Chronik berichtet über eine Versammlung im italienischen Restaurant „Belle
Gatti“ den ASV Wienerberg. Er wurde nach Gründung in die 2. Klasse Südwest
eingereiht, wo er einige Jahre, von der Presse eher unbemerkt, Fussball
spielte.
Bei Ausschreitungen am FAVAC Platz kam es zu so wüsten Szenen mit den
Wienerbergspielern (sie spielten NICHT gegen den FAVAC), sodass der Verein 1928
polizeilich verboten wurde. Er nannte sich zunächst in Viktoria X um und wechselte
dann 1929 – wie so viele andere
Arbeitersportvereine auch – in den VAFÖ, dem er bis zu dessen Auflösung durch
die Austrofaschisten 1934 angehörte.
Danach kam der noch verheerendere Zweite Weltkrieg, der den Spielbetrieb
unterbrach. 1945 schliesslich findet man wieder vermehrt Fussspuren des Vereines
in den Chroniken, eine der erfolgreichsten Zeiten brach an. Aufstieg in die (zweitklassige)
Regionalliga Ost, zweimal nur knapp den Sprung in die Nationalliga verpasst,
ehe es wieder hinunter in die Tiefen des Wiener Fussballs ging, wo er noch
heute spielt.
Fussballhistorikern ist vielleicht noch der Name Walter Zeman ein Begriff, er ist
der „berühmteste“ Spieler der Ziaglbehm. Dieser hat in seiner Vereinsgeschichte
schon einige Umbenennungen hinter sich: ASV Wienerberg, Viktoria X, SV
Wienerberger, SV Wienerberger/Inzersdorf (nach der Fusion), Young Style
Soccerclub Wienerberg und jetzt eben SV Wienerberg. Der Erste Platz war beim
ehemaligen Werk IV der Ziegelwerke (etwa auf Höhe der alten Ziegelteiche), nach
dem Ausbau des Bezirkes übersiedelten sie – vermutlich schon 1946 - auf das
heute noch existierende Grundstück in der Computerstrasse 2, manchmal auch
Triester Strasse 106 benannt.
Austria
Wien Archiv - Die Online Statistik (austria-archiv.at)
Interessanterweise findet man in den alten Publikationen, also
Sportzeitungen wenig bis gar nichts über die Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg. Ob
das mit den Vorfällen aus dem Jahre 1928 zusammenhängt – keine Ahnung.
Vielleicht interessierte der Verein auch sonst niemanden, da die Sportblätter damals
normalerweise ziemlich akribisch über den Wiener Fussball berichteten.
Samstag, 27. August 2022
FAVAC vs SV Schwechat
3 verdiente Punkte in einer guten Partie. Danke an Alle, die dabei waren. Nur der FAVAC.
Danke an die Schiris, die bei der Begehung wenigstens keine grünen Crocs anhatten. Merke: Kunstrasen nur mit Kunstrasenschuhen betreten, sagt der Verband.
Montag, 22. August 2022
Hertha Wien kurz nach dem Krieg
Die Hertha
Unser ehemaliger Bezirksnachbar Hertha Wien war auch eine eigene Partie.
Nirgends gab es so viele Spielunterbrechungen, Insultierungen oder Abbrüche wie
auf dem Platz in der Quellenstraße 73. So auch gegen die damals noch Amateure
genannte Austria im Winter 1919. Nach einer umstrittenen Entscheidung stürmten
Anhänger auf das Spielfeld, attackierten den Offiziellen sowie die Spieler und
verursachten einen Abbruch, der den Verein im Nachhinein 200 Kronen Strafe
kostete. Und das war günstig, denn der Verband konnte nicht feststellen, ob
sich Offizielle daran beteiligten. Das „Illustrierte österreichische Sportblatt“
berichtete groß darüber und stellte so quasi als Strafe in ihren nächsten Ausgaben
einige Herthaspieler als Fotos aus.
Quelle: ANNO, "Illustriertes österreichisches Sportblatt", Ausgaben 1919,1920
Sonntag, 21. August 2022
Aus der Serie "Lustige Begebenheiten"
Das sind mal zwei geile Ausschlussgründe: einmal wegen aufreizenden Benehmens gegenüber dem Schiri IN DER STRASSENBAHN und dann wegen Rohheit - der Spielabbruch den er verursacht hat, zählt nur am Rande. (Quelle: ANNO, Illu.öst.Sportbl. 1920).
Und da wundert man sich noch über manche Entscheidungen, die heute getroffen werden.
Tiroler Fussballverband
Gründung des Tiroler Fussballverbandes
Das „Illustrierte österreichische Sportblatt“ verkündete in seiner Ausgabe
vom 13.9.1919 die Gründung des Tiroler Fussballverbandes. Am 27.8.1919 fanden
sich Vertreter der Innsbrucker Vereine zusammen, um im Gasthof „Schwarzer Adler“
– jene Restauration mit Hotelbetrieb gibt es noch heute – den Verband aus der
Taufe zu heben. Fünf Innsbrucker Vereine nahmen an dieser Sitzung teil:
Sportverein Innsbruck 1905, damals noch Fussball Innsbruck. Er wurde am
10. April 1905 gegründet und gilt als ältester Fussballverein Westösterreichs.
Knapp danach dürfte mit dem FC Lustenau 1907 ein zweiter westösterreichischer
Verein entstanden sein, jedenfalls habe ich sonst keine in diesen Jahren
gegründete Fussballvereine gefunden.
Wacker Innsbruck 1915 (1913)
Unten die erstmalige Erwähnung des Vereines im Mai 1915 sowie die Erste Mannschaft Wacker Innsbrucks:
Fussballklub Rapid Innsbruck 1913, 1922 mit Wacker Innsbruck
fusioniert
Spiel und Sportabteilung des Innsbrucker
Turnvereines, Trägerverein
gegründet 1863, die Fussballer sind 1920 aus dem Verein ausgetreten und firmierten
unter Sportverein Innsbruck (?). Leider sind die historischen Angaben hier sehr
ungenau, es ist offen, ob sie sich dem oben angeführten „Fussball Innsbruck“
angeschlossen, fusioniert oder sich einfach aufgelöst haben. Ich konnte hier
zumindest mangels weiterführender Informationen keine genaue Kenntnis darüber
erlangen.
Fussballsektion des Rad- und Rennfahrervereines „Veldidenia“ 1919.
Der „Arbeiter und Turnsportverein“ liess sich entschuldigen,
Vertreter des Sportclub „Germania“ waren nicht gekommen. Den
letztgenannten Verein gab es wohl nur eineinhalb Jahre, jedenfalls sind keine
grösseren Spiele vermerkt. In der anschliessenden Sitzung wurde „Herr
Bockenmühl“ zum Vorsitzenden gwählt, „Dr. A.A. Wieser“ wurde Schriftführer.
Eine der ersten großen Fragen war die der vorhandenen Sportplätze in der
Tiroler Landeshauptstadt, die einen meisterschaftlichen Betrieb überhaupt
zuliessen sowie die Durchführung einer Meisterschaft sowie eines Pokalbewerbes.
Nachschicken möchte ich noch, dass ich eigentlich aus Versehen über den
Artikel gestolpert bin, und keine tieferen Recherchen zu diesem Thema gemacht
habe. Es ist eher eine Schnurre, vergleicht man sie mit den in den damaligen
Zeitungen publizierten Nachrichten über andere Verbandsaktivitäten wo
übertrieben gesagt sogar die Menüfolge oder der Klogang einzelner Mitglieder
Erwähnung finden. Ich werde diesen Artikel bei Auffindung weiterer Nachrichten
jedoch laufend ergänzen.
Quelle: ANNO, "Illustriertes öst. Sportblatt", 1919
Auswärtssieg
Gestern waren wir das erste Mal im laufenden Meisterschaftsbetrieb beim FC 1980 Wien zu Gast. Eine Premiere in Favoriten, haben beide Mannschaften doch noch nie gegeneinander um Punkte gespielt. Der FAVAC gewann in einer sehr intensiven, von beiden Seiten hochklassig gespielten Partie mit 4-3. Man muss zum Spielverlauf sagen, dass es dem FC 1980 Wien hoch anzurechnen ist, dass er immer wieder trotz Rückstand aufholen konnte, der Ausgleich – er wäre nicht unverdient gewesen – gelang aber nicht, auch der FAVAC hat noch einige „Sitzer“ vergeben. Für die Zuseher war es jedenfalls ein Fussballfest mit sieben Toren und vielen rassigen Szenen. Eine ansprechende Zuschauermenge honorierte dies bei trüben Wetter.
Aber wie das so ist, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und so gilt es,
unser Augenmerk auf unseren nächsten Gegner, den SV Schwechat zu lenken.
Schwechat hat ja eine lange Fussballtradition, schon in den späten 1890er
Jahren wurde am dortigen Gymnasium Fussball gespielt, ebenso dürften die
Mitarbeiter der Brauerei diesem Sport nachgegangen sein, auf zeitgenösssischen
Illustrationen findet sich ein Sportplatz auf dem Gelände der Brauerei. Die
heutige SV Schwechat hat ihre Wurzeln im Jahre 1903, als sich die Germania
gründete, die auch lange in den oberen Spielklassen des NÖ- und später Wiener
Fussballverbandes spielte. Ihre ersten Spiele absolvierten sie neben den
Gleisen der Bahnstrecke, nach dem Ersten Weltkrieg eröffneten sie 1920 am
Phönixplatz ihre neue Anlage, nachdem der alte, von Holzbrettern umzäunte Platz
von Plünderern, die das Holz klauten, verwüstet wurde. Bis in die 90er Jahre
hinein spielten sie auf diesem Platz, ehe sie in das 1977 erbaute
Rudolf-Tonn-Stadion umsiedelten. 1986 spielten sie eine Saison lang dort in der
2. Division, der endgültige Umzug erfolgte 1991, nachdem das Stadion, welches
durch das Hochwasser beschädigt worden war, wieder instand gesetzt wurde.
Nun kreuzen wir heuer erneut die Klingen mit diesem Verein. Samstag um 16
Uhr sollten alle am Platz gestellt sein !
Quelle: ANNO, "NWT" Ausgaben 1897 u 1898, Google Maps