3 verdiente Punkte in einer guten Partie. Danke an Alle, die dabei waren. Nur der FAVAC.
Danke an die Schiris, die bei der Begehung wenigstens keine grünen Crocs anhatten. Merke: Kunstrasen nur mit Kunstrasenschuhen betreten, sagt der Verband.
3 verdiente Punkte in einer guten Partie. Danke an Alle, die dabei waren. Nur der FAVAC.
Danke an die Schiris, die bei der Begehung wenigstens keine grünen Crocs anhatten. Merke: Kunstrasen nur mit Kunstrasenschuhen betreten, sagt der Verband.
Die Hertha
Unser ehemaliger Bezirksnachbar Hertha Wien war auch eine eigene Partie.
Nirgends gab es so viele Spielunterbrechungen, Insultierungen oder Abbrüche wie
auf dem Platz in der Quellenstraße 73. So auch gegen die damals noch Amateure
genannte Austria im Winter 1919. Nach einer umstrittenen Entscheidung stürmten
Anhänger auf das Spielfeld, attackierten den Offiziellen sowie die Spieler und
verursachten einen Abbruch, der den Verein im Nachhinein 200 Kronen Strafe
kostete. Und das war günstig, denn der Verband konnte nicht feststellen, ob
sich Offizielle daran beteiligten. Das „Illustrierte österreichische Sportblatt“
berichtete groß darüber und stellte so quasi als Strafe in ihren nächsten Ausgaben
einige Herthaspieler als Fotos aus.
Quelle: ANNO, "Illustriertes österreichisches Sportblatt", Ausgaben 1919,1920
Das sind mal zwei geile Ausschlussgründe: einmal wegen aufreizenden Benehmens gegenüber dem Schiri IN DER STRASSENBAHN und dann wegen Rohheit - der Spielabbruch den er verursacht hat, zählt nur am Rande. (Quelle: ANNO, Illu.öst.Sportbl. 1920).
Und da wundert man sich noch über manche Entscheidungen, die heute getroffen werden.
Gründung des Tiroler Fussballverbandes
Das „Illustrierte österreichische Sportblatt“ verkündete in seiner Ausgabe
vom 13.9.1919 die Gründung des Tiroler Fussballverbandes. Am 27.8.1919 fanden
sich Vertreter der Innsbrucker Vereine zusammen, um im Gasthof „Schwarzer Adler“
– jene Restauration mit Hotelbetrieb gibt es noch heute – den Verband aus der
Taufe zu heben. Fünf Innsbrucker Vereine nahmen an dieser Sitzung teil:
Sportverein Innsbruck 1905, damals noch Fussball Innsbruck. Er wurde am
10. April 1905 gegründet und gilt als ältester Fussballverein Westösterreichs.
Knapp danach dürfte mit dem FC Lustenau 1907 ein zweiter westösterreichischer
Verein entstanden sein, jedenfalls habe ich sonst keine in diesen Jahren
gegründete Fussballvereine gefunden.
Wacker Innsbruck 1915 (1913)
Unten die erstmalige Erwähnung des Vereines im Mai 1915 sowie die Erste Mannschaft Wacker Innsbrucks:
Fussballklub Rapid Innsbruck 1913, 1922 mit Wacker Innsbruck
fusioniert
Spiel und Sportabteilung des Innsbrucker
Turnvereines, Trägerverein
gegründet 1863, die Fussballer sind 1920 aus dem Verein ausgetreten und firmierten
unter Sportverein Innsbruck (?). Leider sind die historischen Angaben hier sehr
ungenau, es ist offen, ob sie sich dem oben angeführten „Fussball Innsbruck“
angeschlossen, fusioniert oder sich einfach aufgelöst haben. Ich konnte hier
zumindest mangels weiterführender Informationen keine genaue Kenntnis darüber
erlangen.
Fussballsektion des Rad- und Rennfahrervereines „Veldidenia“ 1919.
Der „Arbeiter und Turnsportverein“ liess sich entschuldigen,
Vertreter des Sportclub „Germania“ waren nicht gekommen. Den
letztgenannten Verein gab es wohl nur eineinhalb Jahre, jedenfalls sind keine
grösseren Spiele vermerkt. In der anschliessenden Sitzung wurde „Herr
Bockenmühl“ zum Vorsitzenden gwählt, „Dr. A.A. Wieser“ wurde Schriftführer.
Eine der ersten großen Fragen war die der vorhandenen Sportplätze in der
Tiroler Landeshauptstadt, die einen meisterschaftlichen Betrieb überhaupt
zuliessen sowie die Durchführung einer Meisterschaft sowie eines Pokalbewerbes.
Nachschicken möchte ich noch, dass ich eigentlich aus Versehen über den
Artikel gestolpert bin, und keine tieferen Recherchen zu diesem Thema gemacht
habe. Es ist eher eine Schnurre, vergleicht man sie mit den in den damaligen
Zeitungen publizierten Nachrichten über andere Verbandsaktivitäten wo
übertrieben gesagt sogar die Menüfolge oder der Klogang einzelner Mitglieder
Erwähnung finden. Ich werde diesen Artikel bei Auffindung weiterer Nachrichten
jedoch laufend ergänzen.
Gestern waren wir das erste Mal im laufenden Meisterschaftsbetrieb beim FC 1980 Wien zu Gast. Eine Premiere in Favoriten, haben beide Mannschaften doch noch nie gegeneinander um Punkte gespielt. Der FAVAC gewann in einer sehr intensiven, von beiden Seiten hochklassig gespielten Partie mit 4-3. Man muss zum Spielverlauf sagen, dass es dem FC 1980 Wien hoch anzurechnen ist, dass er immer wieder trotz Rückstand aufholen konnte, der Ausgleich – er wäre nicht unverdient gewesen – gelang aber nicht, auch der FAVAC hat noch einige „Sitzer“ vergeben. Für die Zuseher war es jedenfalls ein Fussballfest mit sieben Toren und vielen rassigen Szenen. Eine ansprechende Zuschauermenge honorierte dies bei trüben Wetter.
Aber wie das so ist, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und so gilt es,
unser Augenmerk auf unseren nächsten Gegner, den SV Schwechat zu lenken.
Schwechat hat ja eine lange Fussballtradition, schon in den späten 1890er
Jahren wurde am dortigen Gymnasium Fussball gespielt, ebenso dürften die
Mitarbeiter der Brauerei diesem Sport nachgegangen sein, auf zeitgenösssischen
Illustrationen findet sich ein Sportplatz auf dem Gelände der Brauerei. Die
heutige SV Schwechat hat ihre Wurzeln im Jahre 1903, als sich die Germania
gründete, die auch lange in den oberen Spielklassen des NÖ- und später Wiener
Fussballverbandes spielte. Ihre ersten Spiele absolvierten sie neben den
Gleisen der Bahnstrecke, nach dem Ersten Weltkrieg eröffneten sie 1920 am
Phönixplatz ihre neue Anlage, nachdem der alte, von Holzbrettern umzäunte Platz
von Plünderern, die das Holz klauten, verwüstet wurde. Bis in die 90er Jahre
hinein spielten sie auf diesem Platz, ehe sie in das 1977 erbaute
Rudolf-Tonn-Stadion umsiedelten. 1986 spielten sie eine Saison lang dort in der
2. Division, der endgültige Umzug erfolgte 1991, nachdem das Stadion, welches
durch das Hochwasser beschädigt worden war, wieder instand gesetzt wurde.
Nun kreuzen wir heuer erneut die Klingen mit diesem Verein. Samstag um 16
Uhr sollten alle am Platz gestellt sein !
Quelle: ANNO, "NWT" Ausgaben 1897 u 1898, Google Maps
In einem intensiven Spiel gewannen wir mit 4-3. Die 1980 forderten uns über die volle Spielzeit, konnten aber nur drei gegen vier Tore erzielen. Jubel und 6 Punkte nach zwei Partien.
Heute gibt es eine absolute Premiere: Der Favoritner AC und der FC 1980 Wien stehen einander zum ersten Mal in einer Meisterschaft gegenüber. Ein neues Favoritner Derby sozusagen. Am Franz-Koci-Platz vulgo 1980 Wien Arena kreuzen sie ihre Klingen.
Knapp 70 Jahre Vereinsgeschichte trennen beide Vereine, der FC 1980 Wien wurde am 31. Jänner 1980 von einer Freundesgruppe gegründet und spielte lange in den Niederungen des Wiener Unterhauses. Seit 2009 sind sie am Kociplatz beheimatet, nachdem die IC Favoriten dort ausgezogen ist. Davor waren sie am Viktoriaplatz und am Verbandsplatz X, dem Nebenplatz des Horrstadions, auf dem auch der FC Ajax und die Ankerbrot spielten, beheimatet.
Der Aufstieg in die Wiener Stadtliga letzte Saison ist der grösste Erfolg in der Vereinsgeschichte.
Einige Male spielten wir schon gegen den FC 1980 in einem freundschaftlichen Testspiel, zuletzt am 1. Februar 2020 auf dem Kunstrasenplatz der Franz-Koci-Sportanlage.
Davor hatten wir 2016 ein Spiel auf dem FAVAC Platz gegen den FC 1980 Wien. Beide Spiele konnten wir relativ sicher gewinnen, soweit ich mich erinnere.
Heute ist also das erste meisterschaftsmässige Aufeinandertreffen und ich hoffe auf viele FAVAC-Fans am Kociplatz und ein nettes Fest auf den Rängen. Grillerei gibts auch.
Fussballhistorie:
Im „Illustrierten österreichischen Sportblatt“ wurde in der Rubrik „Fussballsportliche
Gedenktage“ geschrieben, dass das erste Mal, dass es in Wien Tornetze (die 1890
erstmals in Liverpool zur Verwendung kamen) beim Spiel Cricketer – AC Viktoria
am 8.3.1898 gab. Leider spielten die Cricketer an diesem Tag überhaupt nicht, sie spielten am 7.3.1898
Im Mai 1899 berichtete das "Neue Wiener Tagblatt" von der geplanten Errichtung eines zweiten Sportplatzes in der Csömöri ut im heutigen 14. Budapester Bezirk. Diesen Sportplatz, in kleinerer Form, gibt es (soweit ich es herausfinden konnte) noch heute, dort hat der MTK seinen "Michael Lantos" Sportkomplex. Ebenso wie der erste Sportplatz in Budapest, auf dem Fussball gespielt wird, der Millenaris Rennbahn, 1896 zur Tausendjahrfeier Ungarns entstanden. Gleich daneben ist das ehemalige Nepstadion (heute: Ferenc Puskas Stadion) beheimatet.
Im Gegensatz dazu sind die ersten beiden Plätze in Wien, die Jesuitenwiese und der WAC Platz nicht mehr oder nicht mehr in der ursprünglichen Verwendung vorhanden. Ebenso wenig die Forstwiese bei der Schlachthausbrücke oder die Exercierfelder Schmelz bzw. Klosterneuburg. Auch der im Überschwemmungsgebiet gelegene Platz nähe Handelskai existiert schon lange nicht mehr.